Lieber Doganori, du wirfst mir vor, „Flüchis zu lieben“, blendest aber gleichzeitig völlig aus, dass deine eigene Familiengeschichte genau in diese Kategorie fällt. Das ist der erste Widerspruch. Und komm nicht wieder mit irgendwelcher Arbeitserlaubnis oder ähnlichem, du bleibst ein Flüchtling, so wie ich. Ich habe es mir auch nicht ausgesucht.Lieber Ivo, mir bewusst dass du Flüchis liebst und alles dafür tust Sie in ein gutes Licht zu rücken, koste es was es wolle.
Ich stimme dir zu, ein grosser Teil kam auch in den Jahren 1998-2000, mit dem kleinen aber von dir unterschlagenem Unterschied. Die sehr grosse Mehrheit der albanischen Flüchtlinge der 1998-2000er Jahre wurde sofort nach Kriegsende abgeschoben, kann dir etliche Personen nennen (welche sogar berufstätig hier waren) und abgeschoben worden sind. Wenn du heute in die Reihen der Albaner in Deutschland schaust wirst du kaum 1998-2000er Albaner finden, wenn dann vor 1992 oder nach 2014 (bzw. eben von 2000-2014 in Form von "Familienzusammenführung" wenn deine Frau oder Mann dich hergeholt hat).
Wo ist dann der Unterschied zw. den albanischen Flüchis und den Syrern, Palestinenser etc.? Hier wurde kaum abgeschoben, das ist der Unterschied lieber Ivo. Aber nur zu, weiter versuchen die Goldbürger anzupreisen, in Österreich sehen wir ja zu was die Fehlpolitiken der SPÖ geführt haben. Übringens korrigiert die derzeitige Österreichische Regierung den Migrationskurs ziemlich extrem. Ist das nicht ein Zeichen dass man gemerkt hat, dass die letzten Jahre ordentlich was schief ging?
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1. Kosovo 1998–2000
Die Menschen damals hatten einen befristeten Schutzstatus. Der lief mit Kriegsende automatisch aus. Das war kein Asylverfahren wie heute, sondern ein zeitlich begrenztes Instrument.
Dass viele zurück mussten, war juristische Konsequenz, kein politischer Mut.
2. Syrer, Afghanen, Palästinenser
Hier geht es nicht um Wollen oder Nicht-Wollen, sondern um die Einstufung der Herkunftsländer. Solange ein Land als unsicher gilt, darf man nicht abschieben.
Das ist internationales Recht, kein Wunschkonzert. Und du legst ja so viel Wert auf Recht und möchtest Kinder verhaften die eine Schokolade im Supermarkt gestohlen haben.
3. Goldbürger und Österreich
Österreich hat seinen Kurs in den letzten 20 Jahren mehrfach gedreht. Ein Kurswechsel beweist nicht automatisch, dass alles falsch war, sondern dass Politik auf neue Realitäten reagiert.
Das ist normal, nicht dramatisch.
4. Der Kernfehler deiner Argumentation
Du vergleichst zwei völlig unterschiedliche rechtliche Situationen und leitest daraus eine politische Erzählung ab, die mit den Fakten wenig zu tun hat.
Kurz gesagt, du kritisierst heute genau das, wovon deine eigene Familie damals profitiert hat – nur unter anderen rechtlichen Rahmenbedingungen. Schon klar, wenn es dich betrifft, dann scheißt du auf das Recht und möchtest eben in einer 30er Zone auch mit Vollspeed durchbrettern