Voraussetzung für Aufnahme in Europarat - Diskussionen über Amtssprache: Montenegrinisch oder Serbisch?
Podgorica/Belgrad - Dem montenegrinischen Regierungsbündnis und der Opposition ist es bisher nicht gelungen, eine Einigung über den von einer regierungsnahen Expertengruppe angefertigten Verfassungsentwurf zu erzielen. Eine neue Verfassung ist notwendig geworden, nachdem Montenegro im Juni seine Unabhängigkeit verkündet hatte.
Eine neue Verfassung ist gleichzeitig auch eine Voraussetzung für die Aufnahme des neuen Staates in den Europarat. Die führenden Oppositionsparteien - die Bewegung für Veränderungen (PZP) von Nebojsa Medojevic, die Sozialistische Volkspartei von Srdjan Milic und die Volkspartei von Predrag Popovic - haben sich in einem Schreiben an den Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Rene van der Linden, nun für die Annahme einer Verfassungserklärung und die Abänderung der aktuellen Verfassung entsprechend den Normen des Europarates eingesetzt.
Dies könnte nach Meinung der Opposition, die wie das Regierungsbündnis um eine baldige Aufnahme Montenegros in den Europarat bemüht ist, schon im Jänner umgesetzt werden. Eine neue Verfassung, auf die auch Neuwahlen folgen würden, würde danach erfolgen.
Kritik nach Vorschlag der Opposition
Der Vorschlag der Opposition traf allerdings auf heftige Kritik des Regierungsbündnisses. Ein Spitzenpolitiker der regierenden Demokratischen Partei der Sozialisten, Miodrag Vukovic, hat ihn gar als "juristische Torheit" bezeichnet.
Dass die Arbeit an einer neuen Verfassung keineswegs leicht ist, zeigen auch öffentliche Diskussionen über die Amtssprache. Soll sie künftig Montenegrinisch oder Serbisch sein? Medojevic setzt sich für zwei Amtssprachen ein. Immerhin führen mehr als 60 Prozent der Montenegriner als ihre Sprache Serbisch an, so der Oppositionspolitiker.
http://derstandard.at/?url=/?id=2707404
60% der Bevölkerung geben als Amtsprache serbisch an. Das sind also um die 90% der tatzächlichen Montenegriner.
Podgorica/Belgrad - Dem montenegrinischen Regierungsbündnis und der Opposition ist es bisher nicht gelungen, eine Einigung über den von einer regierungsnahen Expertengruppe angefertigten Verfassungsentwurf zu erzielen. Eine neue Verfassung ist notwendig geworden, nachdem Montenegro im Juni seine Unabhängigkeit verkündet hatte.
Eine neue Verfassung ist gleichzeitig auch eine Voraussetzung für die Aufnahme des neuen Staates in den Europarat. Die führenden Oppositionsparteien - die Bewegung für Veränderungen (PZP) von Nebojsa Medojevic, die Sozialistische Volkspartei von Srdjan Milic und die Volkspartei von Predrag Popovic - haben sich in einem Schreiben an den Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Rene van der Linden, nun für die Annahme einer Verfassungserklärung und die Abänderung der aktuellen Verfassung entsprechend den Normen des Europarates eingesetzt.
Dies könnte nach Meinung der Opposition, die wie das Regierungsbündnis um eine baldige Aufnahme Montenegros in den Europarat bemüht ist, schon im Jänner umgesetzt werden. Eine neue Verfassung, auf die auch Neuwahlen folgen würden, würde danach erfolgen.
Kritik nach Vorschlag der Opposition
Der Vorschlag der Opposition traf allerdings auf heftige Kritik des Regierungsbündnisses. Ein Spitzenpolitiker der regierenden Demokratischen Partei der Sozialisten, Miodrag Vukovic, hat ihn gar als "juristische Torheit" bezeichnet.
Dass die Arbeit an einer neuen Verfassung keineswegs leicht ist, zeigen auch öffentliche Diskussionen über die Amtssprache. Soll sie künftig Montenegrinisch oder Serbisch sein? Medojevic setzt sich für zwei Amtssprachen ein. Immerhin führen mehr als 60 Prozent der Montenegriner als ihre Sprache Serbisch an, so der Oppositionspolitiker.
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60% der Bevölkerung geben als Amtsprache serbisch an. Das sind also um die 90% der tatzächlichen Montenegriner.