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Musik-News

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Die Welt hört Dolly Parton: 79,7 Millionen Streams an einem einzigen Tag
Nach dem Tod von Dolly Parton ist ihre Musik weltweit in einem Ausmaß abgerufen worden, das selbst für einen Star ihrer Größe außergewöhnlich ist. Am Montag, einen Tag vor ihrem Tod, kamen ihre Lieder in den USA noch auf rund 1,2 Millionen Audio- und Videoabrufe. Am Dienstag waren es bereits 30,5 Millionen – ein Anstieg um 2.458 Prozent. Einen Tag später stieg die Zahl in den Vereinigten Staaten noch einmal auf 46,3 Millionen. Weltweit sprang Partons Musik am Dienstag von zuvor 2,5 Millionen auf 41,8 Millionen Abrufe. Am Mittwoch erreichten allein die weltweit auf Abruf gehörten Audiotitel 79,7 Millionen. Damit war Dolly Parton an diesem Tag die meistgehörte Künstlerin der Welt. Ganz vorne stand wenig überraschend „Jolene“. Der Song kam am Montag noch auf gut 196.000 Abrufe in den USA, am Dienstag waren es 3,3 Millionen und am Mittwoch vier Millionen. „9 to 5“ stieg im gleichen Zeitraum von rund 209.000 auf drei Millionen und schließlich 3,6 Millionen. Auch „Islands in the Stream“, ihr Duett mit Kenny Rogers, wurde plötzlich wieder millionenfach gehört: von knapp 166.000 Abrufen am Montag auf 2,1 Millionen am Dienstag und 2,9 Millionen am Mittwoch.

Partons eigene Aufnahme von „I Will Always Love You“, die später durch Whitney Houston weltberühmt wurde, schoss von knapp 65.000 auf zwei Millionen und anschließend 2,8 Millionen. „Here You Come Again“ erreichte am Mittwoch 2,1 Millionen Abrufe, „Coat of Many Colors“ 1,9 Millionen. Selbst Titel, die im täglichen Streaming zuvor deutlich kleiner waren, wurden plötzlich hunderttausend- oder millionenfach gesucht. „Why’d You Come In Here Lookin’ Like That?“ sprang innerhalb von zwei Tagen von 22.000 auf 1,3 Millionen. „My Tennessee Mountain Home“ kam am Montag gerade einmal auf rund 5.800 Abrufe – am Mittwoch waren es 1,1 Millionen. Auch ihr Duett „There Was Jesus“ mit Zach Williams stieg stark und erreichte am Mittwoch 682.000 Abrufe. „Tyrant“, Partons Zusammenarbeit mit Beyoncé auf deren Album „Cowboy Carter“, kam auf rund 755.000. Es ist nicht nur die Musik. Auch Partons Bücher werden seit ihrem Tod massiv gekauft. Drei Bücher mit ihrem Namen standen am Freitag unter den fünf meistverkauften Titeln bei Amazon, darunter ihre autobiografische Liedersammlung „Dolly Parton, Songteller: My Life in Lyrics“ und ein Bilderbuch zu „Coat of Many Colors“. Dolly Parton war Sängerin, Schauspielerin, Unternehmerin und über Jahrzehnte auch für ihre wohltätige Arbeit bekannt. Nach ihrem Tod zeigt sich aber besonders deutlich, was Millionen Menschen zuerst mit ihr verbinden: ihre Lieder. Sie sind plötzlich wieder überall – und werden von einer neuen Masse von Menschen gehört, als wäre ihre gesamte Karriere innerhalb weniger Tage noch einmal geöffnet worden.

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Dolly Parton auf neuem U2-Album zu hören
Die im August gestorbene Dolly Parton ist auf dem neuen Album der irischen Rockband U2 zu hören, wie gestern bekannt wurde. „Carnaval De Luz“, das 16. Studioalbum von U2 und das erste Album der Band mit neuem Material seit neun Jahren, erscheint nach Angaben von Universal Music am 13. November.

Parton, die im August im Alter von 80 Jahren gestorben war, habe das Duett für den abschließenden Track „Torn“ mit U2-Sänger Bono im Juni aufgenommen, berichtet das „Rolling Stone“-Magazin. Nach Angaben von Universal Music ist es Partons „letzte aufgenommene Gesangsperformance“.

„Sie hat mit ganzem Herzen gesungen“
Der von U2, Parton und Johnny McDaid („Snow Patrol“) gemeinsam geschriebene Song ist nach Universal-Angaben eine „berührende Country-Ballade über zerbrochene familiäre Beziehungen, deren Bedeutung weit darüber hinausreicht“.

 
Neue Songs trotz Parkinson: A-ha-Sänger veröffentlicht Album
Wenn bei Morten Harket die Stimme nicht mehr mitmacht, springen seine Töchter für ihn ein

Mit der Popband a-ha brachte der Norweger Morten Harket in den 1980er-Jahren reihenweise die Herzen zum Schmelzen. Vor einigen Jahren veränderte eine Parkinson-Diagnose dann sein ganzes Leben. Trotzdem bringt der Sänger (Take On Me) noch in diesem Jahr ein neues Solo-Album heraus (27. November). Der Titel: Human Grace.

"Ich musste etwas Sinnvolles tun", sagt der 67-Jährige im dpa-Interview. "Das ganze Album feiert das Leben, und letztendlich handelt jeder Song von der Liebe – aber aus unterschiedlichen Perspektiven."

 
Watching the River flow
Bob Dylan kommt wieder auf uns herab

Robert A. Zimmerman war beim Papst im Vatikan, zwei Amerikaner unter sich, der heilige Vater wie üblich ganz in Weiß, Bob Dylan, so der richtige Name, in einem schwarzen Hoodie, man konnte kaum das Gesicht erkennen. Irgendwer hatte dazu im STANDARD den Titel gesetzt „Knocking on heaven’s door“. Den Song hat er für den Western „Pat Garrett and Billy the Kid“ geschrieben, 1973, auch schon wieder eine Weile her. Ob Leo XIV. bereit ist, die celestiale Natur anzuerkennen, die Bob von vielen seiner treuen (älteren) Verehrer zugesprochen wird?

Für Jüngere mag der Meister etwas gewöhnungsbedürftig sein, vor allem bei seinen Live-Auftritten. Bob Dylan hat mit 85 seine „never ending tour“ wieder aufgenommen, nächste Woche kommt er in Wien zweimal auf uns herab. Man sollte mit entsprechender innerer Einstellung hingehen, wenn man hingeht. Sein Vortragsstil ist schon vor 30 Jahren gewöhnungsbedürftig gewesen.

Was natürlich nichts daran ändert, dass er der größte Pop-Musiker und -Poet der Geschichte ist. Dass er einfach nicht aufhört, ist irgendwie schön. Zwischendurch gönnt er sich vielleicht doch, worüber er auch schon 1971 geschrieben und gesungen hat: „Watching the river flow“:

Well, but this old river keeps on rolling low
No matter what gets in the way and which way the wind does blow
And as long as it does, I'll just sit here
And watch the river flow (Hans Rauscher, 6.11.2026)

 
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