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Mustafa Barzani

_KRG_

Top-Poster
Mustafa Barzani

Mustafa Barzani, Vater von Masud Barzani, war von 1946 bis zu seinem Tod (1979) Führer der Kurdischen Demokratischen Partei im irakischen Teil Kurdistans.

13.jpg

Der zweite von Links ist Mustafa Barzani, sein Sohn und Aktueller Präsident der Autonomen Region Kurdistan Masoud Barzani steht ganz Links.

Kindheit und Jugend

Im Alter von ein paar Monaten wurde das Heimatdorf Barzan von den
Hamidiye-Reitern, eine aus kurdischen Stammeskriegern und Kommandeuren bestehende Armee der Osmanen, überfallen und er mit seiner Familie nach Diyarbakır deportiert, wo er lange im Gefängnis einsaß. Mit 12 Jahren sah er, wie sein älterer Bruder Abdulselaam, der sich gegen den osmanischen Gouverneur aufgelehnt hatte, in Mosul gehängt wurde. 1919 beteiligte er sich als Junge am Aufstand von Scheich Mahmud Berzenci gegen die Briten. Als Gesandter seines Bruders Scheich Ahmed Barzani hatte er Kontakt zu Scheich Said. Nach einem missglückten Aufstand seines Bruders Ahmed Barzani 1931, musste er in den Südirak ins Exil gehen.

Politische Laufbahn

Seine politische Laufbahn begann 1939, als er in Kontakt mit der kurdisch-nationalen
Hiwa-Partei trat, die ihrerseits Interesse an einer Zusammenarbeit mit Barzani hatte, um Einfluss auf das traditionelle Stammesmilieu zu gewinnen. 1943 erhob sich Barzani, der jetzt offizieller Führer seines Eşirets war, gegen die irakische Zentralregierung. Bei der Gründung der KDP 1946 wurde er zum Präsidenten der Partei gewählt.
Nachdem sich Mustafa Barzani noch im selben Jahr ins Exil in den
Iranzurückziehen musste, wirkte er dort an der Errichtung der kurzlebigen Republik Mahabad mit und war General in der Mahabad-Armee. Nach deren Niederschlagung flüchtete er zunächst in den Irak. Von dort flüchtete er mit 500 seiner Gefolgsleute im legendären „langen Marsch“ über die Türkei und den Iran in die Sowjetunion, wo er bis zur irakischen Revolution von 1958 elf Jahre lebte. Dort lebte er als einfacher Arbeiter und konnte die sowjetische Regierung unter Stalin dazu überreden, ihn und viele seiner Leute militärisch auszubilden. Er erlangte auf der Akademie den Rang eines Generals. 1958 wurde die Monarchie im Irak gestürzt und der neue Herrscher Abd al-Karim Qasim rief Barzani zurück in den Irak. Barzani verließ am 21. Juli 1958 Moskau und kehrte über Rumänien, die Tschechoslowakei und Ägypten in den Irak zurück. Er landete am 6. Oktober 1958 inBagdad. Barzani genoss von Qasim eine Sonderbehandlung, erhielt eine Villa in Bagdad und eine Limousine. Qasim versuchte damit, die kurdischen Stämme gegen pro-monarchistische Stammesführer, arabische Nationalisten und Baath-Unterstützer für sich zu gewinnen.
Zur Krise in den Beziehungen zwischen den Barzanis und Qasim kam es, als Barzani forderte, dass die kurdische Sprache in den kurdischen Regionen erste Amtssprache sein solle und dass Polizei- und Armeeeinheiten in diesen Gebieten ausschließlich aus Kurden bestehen sollten. Die Krise entwickelte sich zu einer Feindschaft und erlebte ihren Höhepunkt, als die
irakischen Luftstreitkräfte im September und Oktober 1961 Barzan angriffen und 1270 kurdische Dörfer niederbrannten.
Barzani hatte die Führungsrolle in den
bürgerkriegsähnlichen Aufständen zwischen 1961 und 1970 inne.
Bei seiner Rückkehr entbrannten innerhalb der KDP Machtkämpfe. Obwohl sich Barzani zunächst durchsetzen konnte, führten die innerparteilichen Streitigkeiten sowie der Zusammenbruch des kurdischen Widerstandes infolge des
Algier-Abkommens 1975 zur Spaltung der KDP, aus der die Patriotische Union Kurdistans (PUK) unter Führung des heutigen irakischen Staatspräsidenten Dschalal Talabani, ein proirakischer KDP-Flügel unter Haschim Aqrawi und Barzanis ältestem Sohn Ubaidullah Barzani sowie die Kurdische Revolutionäre Partei unter Abd as-Sattar Sharif hervorging.
Molla Mustafa Barzani wurde von verschiedenen Seiten, nicht zuletzt von Talabani, vorgeworfen, die nationale Bewegung Irakisch-Kurdistans zu eng mit Stammesstrukturen verknüpft und lediglich zum eigenen Machtgewinn gehandelt zu haben. Aufgrund seines
Charismas und seiner Unbeugsamkeit gilt er vielenKurden jedoch als herausragende Figur der kurdischen Unabhängigkeitsbewegung.

Letzte Jahre

1975 wurde bei ihm
Lungenkrebs festgestellt. Zu seiner Behandlung flog er in dieUSA. Die Amerikaner sahen ihn nicht als willkommenen Gast, da sie fürchteten, dass er der Öffentlichkeit über die Rolle der CIA und der Regierung erzählen würde. In einer Vereinbarung in Kooperation mit der nationalen kurdischen Bewegung hat man unter dem Algier-Abkommen, ein Abkommen zwischen dem Irak und dem Iran, beschlossen, dass das Irakisch- Kurdistan autonom werden soll, jedoch hielt das Irakische Bath- Regime unter Saadam Hussein diese Vereinbarung nicht ein. Ein wichtige Rolle dafür spielte Amerika, den die Amerikaner, so nach Angaben des damaligen Außenministers der USA Harry Kissinger , wollten ihre eigene Interessen bewahren und nicht die von den Kurden. Mela Mistefa Barzanî war sehr enttäuscht von diesem Verrat der Amerikaner und sagte infolge dessen: “Mein größter Fehler im Leben war, dass ich einer Großmacht vertraut habe.“ Nach seiner Behandlung flog Barzani 1975 in den Iran, wo er unter Hausarrest stand. Allerdings kehrte er bald wieder in die USA zurück. Nach seinem Tod im März 1979 übernahmen seine Söhne Masud und Idris Barzani die Führung der KDP. Sein Leichnam wurde am 5. März bei Mahabadim Iran begraben. 1993 wurde er dann in sein Dorf überführt, wo er neben seinem Sohn Idris Barzani begraben liegt.


Quelle: Mustafa Barzani

Mehr im Detail: Im Gedenken an Mela Mistefa Barzanî


- - - Aktualisiert - - -

Ruhe in Frieden Mustafa Barzani.
 
G

Gast829627

Guest
bald haben wir auch araber im forum und schwarz afrikaner ........der begriff balkan ist ja enorm dehnbar..........
 

Vollkornbrot

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Mustafa Barzani

Mustafa Barzani, Vater von Masud Barzani, war von 1946 bis zu seinem Tod (1979) Führer der Kurdischen Demokratischen Partei im irakischen Teil Kurdistans.

13.jpg

Der zweite von Links ist Mustafa Barzani, sein Sohn und Aktueller Präsident der Autonomen Region Kurdistan Masoud Barzani steht ganz Links.

Kindheit und Jugend

Im Alter von ein paar Monaten wurde das Heimatdorf Barzan von den
Hamidiye-Reitern, eine aus kurdischen Stammeskriegern und Kommandeuren bestehende Armee der Osmanen, überfallen und er mit seiner Familie nach Diyarbakır deportiert, wo er lange im Gefängnis einsaß. Mit 12 Jahren sah er, wie sein älterer Bruder Abdulselaam, der sich gegen den osmanischen Gouverneur aufgelehnt hatte, in Mosul gehängt wurde. 1919 beteiligte er sich als Junge am Aufstand von Scheich Mahmud Berzenci gegen die Briten. Als Gesandter seines Bruders Scheich Ahmed Barzani hatte er Kontakt zu Scheich Said. Nach einem missglückten Aufstand seines Bruders Ahmed Barzani 1931, musste er in den Südirak ins Exil gehen.

Politische Laufbahn

Seine politische Laufbahn begann 1939, als er in Kontakt mit der kurdisch-nationalen
Hiwa-Partei trat, die ihrerseits Interesse an einer Zusammenarbeit mit Barzani hatte, um Einfluss auf das traditionelle Stammesmilieu zu gewinnen. 1943 erhob sich Barzani, der jetzt offizieller Führer seines Eşirets war, gegen die irakische Zentralregierung. Bei der Gründung der KDP 1946 wurde er zum Präsidenten der Partei gewählt.
Nachdem sich Mustafa Barzani noch im selben Jahr ins Exil in den
Iranzurückziehen musste, wirkte er dort an der Errichtung der kurzlebigen Republik Mahabad mit und war General in der Mahabad-Armee. Nach deren Niederschlagung flüchtete er zunächst in den Irak. Von dort flüchtete er mit 500 seiner Gefolgsleute im legendären „langen Marsch“ über die Türkei und den Iran in die Sowjetunion, wo er bis zur irakischen Revolution von 1958 elf Jahre lebte. Dort lebte er als einfacher Arbeiter und konnte die sowjetische Regierung unter Stalin dazu überreden, ihn und viele seiner Leute militärisch auszubilden. Er erlangte auf der Akademie den Rang eines Generals. 1958 wurde die Monarchie im Irak gestürzt und der neue Herrscher Abd al-Karim Qasim rief Barzani zurück in den Irak. Barzani verließ am 21. Juli 1958 Moskau und kehrte über Rumänien, die Tschechoslowakei und Ägypten in den Irak zurück. Er landete am 6. Oktober 1958 inBagdad. Barzani genoss von Qasim eine Sonderbehandlung, erhielt eine Villa in Bagdad und eine Limousine. Qasim versuchte damit, die kurdischen Stämme gegen pro-monarchistische Stammesführer, arabische Nationalisten und Baath-Unterstützer für sich zu gewinnen.
Zur Krise in den Beziehungen zwischen den Barzanis und Qasim kam es, als Barzani forderte, dass die kurdische Sprache in den kurdischen Regionen erste Amtssprache sein solle und dass Polizei- und Armeeeinheiten in diesen Gebieten ausschließlich aus Kurden bestehen sollten. Die Krise entwickelte sich zu einer Feindschaft und erlebte ihren Höhepunkt, als die
irakischen Luftstreitkräfte im September und Oktober 1961 Barzan angriffen und 1270 kurdische Dörfer niederbrannten.
Barzani hatte die Führungsrolle in den
bürgerkriegsähnlichen Aufständen zwischen 1961 und 1970 inne.
Bei seiner Rückkehr entbrannten innerhalb der KDP Machtkämpfe. Obwohl sich Barzani zunächst durchsetzen konnte, führten die innerparteilichen Streitigkeiten sowie der Zusammenbruch des kurdischen Widerstandes infolge des
Algier-Abkommens 1975 zur Spaltung der KDP, aus der die Patriotische Union Kurdistans (PUK) unter Führung des heutigen irakischen Staatspräsidenten Dschalal Talabani, ein proirakischer KDP-Flügel unter Haschim Aqrawi und Barzanis ältestem Sohn Ubaidullah Barzani sowie die Kurdische Revolutionäre Partei unter Abd as-Sattar Sharif hervorging.
Molla Mustafa Barzani wurde von verschiedenen Seiten, nicht zuletzt von Talabani, vorgeworfen, die nationale Bewegung Irakisch-Kurdistans zu eng mit Stammesstrukturen verknüpft und lediglich zum eigenen Machtgewinn gehandelt zu haben. Aufgrund seines
Charismas und seiner Unbeugsamkeit gilt er vielenKurden jedoch als herausragende Figur der kurdischen Unabhängigkeitsbewegung.

Letzte Jahre

1975 wurde bei ihm
Lungenkrebs festgestellt. Zu seiner Behandlung flog er in dieUSA. Die Amerikaner sahen ihn nicht als willkommenen Gast, da sie fürchteten, dass er der Öffentlichkeit über die Rolle der CIA und der Regierung erzählen würde. In einer Vereinbarung in Kooperation mit der nationalen kurdischen Bewegung hat man unter dem Algier-Abkommen, ein Abkommen zwischen dem Irak und dem Iran, beschlossen, dass das Irakisch- Kurdistan autonom werden soll, jedoch hielt das Irakische Bath- Regime unter Saadam Hussein diese Vereinbarung nicht ein. Ein wichtige Rolle dafür spielte Amerika, den die Amerikaner, so nach Angaben des damaligen Außenministers der USA Harry Kissinger , wollten ihre eigene Interessen bewahren und nicht die von den Kurden. Mela Mistefa Barzanî war sehr enttäuscht von diesem Verrat der Amerikaner und sagte infolge dessen: “Mein größter Fehler im Leben war, dass ich einer Großmacht vertraut habe.“ Nach seiner Behandlung flog Barzani 1975 in den Iran, wo er unter Hausarrest stand. Allerdings kehrte er bald wieder in die USA zurück. Nach seinem Tod im März 1979 übernahmen seine Söhne Masud und Idris Barzani die Führung der KDP. Sein Leichnam wurde am 5. März bei Mahabadim Iran begraben. 1993 wurde er dann in sein Dorf überführt, wo er neben seinem Sohn Idris Barzani begraben liegt.


Quelle: Mustafa Barzani

Mehr im Detail: Im Gedenken an Mela Mistefa Barzanî


- - - Aktualisiert - - -

Ruhe in Frieden Mustafa Barzani.

Wie übernahm sein Sohn die KDP? Wurde er Demokratisch gewählt? Es stimmt doch das der Kriminelle Barzani 4 Frauen hat und Milliarden im Ausland und das die KDP schon eher was mit einem Familien Clan als mit einer Partei zu tun hat.
 

Leo

Gesperrt
Gibt doch n Kurdistan Sammelthread. AlbaMuslims wurde damals wegen sowas gesperrt.
Alter ...
bald haben wir auch araber im forum und schwarz afrikaner ........der begriff balkan ist ja enorm dehnbar..........
südkorea und Syrien gehen aber klar oder was ?

Wie übernahm sein Sohn die KDP? Wurde er Demokratisch gewählt? Es stimmt doch das der Kriminelle Barzani 4 Frauen hat und Milliarden im Ausland und das die KDP schon eher was mit einem Familien Clan als mit einer Partei zu tun hat.

Wenn für dich nicht sowieso jeder kurdische politische Akteur ein schlechter Mensch wäre, könnte man darauf sogar eingehen.


zum Thema:
barzani spielt für die kurdische "Sache" sicher eine herausragende Rolle.
aber meiner Meinung nach war er zu eigensinnig , setzte immer seinen Kopf durch
und lies keine Demokratie in der Partei zu. Außerdem sein Anspruch als unangefochtener führer der irakischen Kurden.
er war ein Kämpfer, machte aber zu viele Fehler. Er verließ sich zu oft auf fremdmäcjte , wie dem Schah der ihm 1975
fallen gelassen hat wie eine heiße Kartoffel.
ausserdem verlangte er von den iranischen Kurden ihren Widerstand gg den Iran einzustellen, weil er von ihnen unterstützt wurde.
diesen Machiavellismus möchte ich auch anprangern.
solange dir Kurden sich nicht versöhnen und sich auf fremde verlassen , so lehrte euch die Geschichte , werdet
ijr Spielball der jeweiligen Zentralregierungen bleiben.
 
G

Gast829627

Guest
Alter ...

südkorea und Syrien gehen aber klar oder was ?



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paar heisse thai girls und die ein oder andere japanische geisha könnten sich ruhig dazu gesellen...................
 

_KRG_

Top-Poster
Wie übernahm sein Sohn die KDP? Wurde er Demokratisch gewählt? Es stimmt doch das der Kriminelle Barzani 4 Frauen hat und Milliarden im Ausland und das die KDP schon eher was mit einem Familien Clan als mit einer Partei zu tun hat.

Er übernahm die Partei seines Vaters, wie wollte man damals Demokratische Wahlen durchführen ?

Barzani wurde dann 2005 im kurdischen Parlament zum Präsidenten gewählt. 2009 wurde er mit über 70% im Amt bestätigt. Im punkto Familien-Clan muss ich dir recht geben.
 
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