Wie ein arbeitsloser Bibliothekar die Grasser-Anwälte und Behörden täuschte
Die Einvernahme-Protokolle belegen die dreisten Lügen des mutmaßlichen Betrügers Michael B. Zuerst wurde er bloß als Zeuge einvernommen.
Michael B. sitzt am 11. Juli 2025 im Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) in Wien. Der 60-jährige arbeitslose Bibliothekar soll erklären, woher er eMails hat, die angeblich beweisen sollen, dass Richterin Marion Hohenecker im Buwog-Verfahren gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser befangen war. Anwesend sind ein Staatsanwalt, zwei Ermittler und als Vertrauensperson der pensionierte Justiz-Sektionschef Wolfgang Fellner. Doch je länger die Einvernahme dauert, desto mehr Fragen werden aufgeworfen.
Fakt ist: Die Geschichte beginnt Ende März 2025. Der Oberste Gerichtshof hat gerade das Urteil gegen Grasser bestätigt und die Haft von acht auf vier Jahre reduziert. Wenige Tage später, so schildert es B., verfasste er ein neun Seiten langes Schreiben an Grassers Anwalt Manfred Ainedter. Er habe Zugang zu brisanten eMails der Richterin, heißt es darin. Er gibt vor, dass im Internet riesige Datenmengen einer Wiener Anwaltskanzlei lägen, für die er jahrelang als Rechercheur tätig gewesen war. Von dort sollen die verfänglichen Mails von der Richterin stammen.
„Zunächst ist gar nichts passiert“, gibt B. vor den Ermittlern zu Protokoll. Ungefähr 14 Tage später soll sich Grassers Anwalt Norbert Wess bei ihm gemeldet haben. Daraufhin kam es „zu mehreren Treffen“. Um an die Daten zu kommen, habe er einen alten Bekannten eingeschaltet: Istvan K., angeblich IT-Forensiker. K. und „zwei bis drei weitere Personen“ hätten die Daten beschafft, analysiert und auf Festplatten gesichert – mehrere Terabyte, wie B. betont. „Die Bekannten sind alle in der Slowakei bzw. Ungarn aufhältig“, sagt B.
kurier.at
Die Einvernahme-Protokolle belegen die dreisten Lügen des mutmaßlichen Betrügers Michael B. Zuerst wurde er bloß als Zeuge einvernommen.
Michael B. sitzt am 11. Juli 2025 im Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) in Wien. Der 60-jährige arbeitslose Bibliothekar soll erklären, woher er eMails hat, die angeblich beweisen sollen, dass Richterin Marion Hohenecker im Buwog-Verfahren gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser befangen war. Anwesend sind ein Staatsanwalt, zwei Ermittler und als Vertrauensperson der pensionierte Justiz-Sektionschef Wolfgang Fellner. Doch je länger die Einvernahme dauert, desto mehr Fragen werden aufgeworfen.
Fakt ist: Die Geschichte beginnt Ende März 2025. Der Oberste Gerichtshof hat gerade das Urteil gegen Grasser bestätigt und die Haft von acht auf vier Jahre reduziert. Wenige Tage später, so schildert es B., verfasste er ein neun Seiten langes Schreiben an Grassers Anwalt Manfred Ainedter. Er habe Zugang zu brisanten eMails der Richterin, heißt es darin. Er gibt vor, dass im Internet riesige Datenmengen einer Wiener Anwaltskanzlei lägen, für die er jahrelang als Rechercheur tätig gewesen war. Von dort sollen die verfänglichen Mails von der Richterin stammen.
„Zunächst ist gar nichts passiert“, gibt B. vor den Ermittlern zu Protokoll. Ungefähr 14 Tage später soll sich Grassers Anwalt Norbert Wess bei ihm gemeldet haben. Daraufhin kam es „zu mehreren Treffen“. Um an die Daten zu kommen, habe er einen alten Bekannten eingeschaltet: Istvan K., angeblich IT-Forensiker. K. und „zwei bis drei weitere Personen“ hätten die Daten beschafft, analysiert und auf Festplatten gesichert – mehrere Terabyte, wie B. betont. „Die Bekannten sind alle in der Slowakei bzw. Ungarn aufhältig“, sagt B.
Wie ein arbeitsloser Bibliothekar die Grasser-Anwälte und Behörden täuschte
Die Einvernahme-Protokolle belegen die dreisten Lügen des mutmaßlichen Betrügers Michael B. Zuerst wurde er bloß als Zeuge einvernommen.