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Nachrichten aus Albanien

Die Wut der Albaner wächst, die Proteste breiten sich aus. Trumps Tochter kontert: Das Projekt ist unglaublich
Für Ina Shkurti, wie für viele Albaner, hat die Insel Sazan einen besonderen Platz in ihrem Leben. Als Kind badete sie in ihrem stets ruhigen, smaragdgrünen Wasser, als Teenager träumte sie davon, und als Erwachsene blieb sie ein unauslöschlicher Teil ihrer Erinnerungen und Sehnsucht, die sie jeden Sommer zurück nach Vlora, ihrer Heimatstadt auf der anderen Seite des Meeres, führte.

Was Shkurti sich niemals hätte vorstellen können, war, dass die Pläne zum Bau eines Resorts auf Sazan, einem von zwei Luxuskomplexen im Süden Albaniens, die von Ivanka Trump und ihrem Ehemann Jared Kushner unterstützt werden, einen Aufstand auslösen würden, der das ganze Land erschütterte.

„Sazan nimmt einen besonderen Platz in den Herzen und Gedanken der Albaner ein.“
Eine Welle der Unzufriedenheit über den nach Ansicht von Kritikern übermäßigen Einfluss einer „verkommenen Oligarchenklasse“ hat Albanien erfasst, gerade als das Land hofft, die Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union abzuschließen.

„Bin ich verbittert? Natürlich bin ich das. Sazan ist ein kleines Paradies, das einen besonderen Platz in den Herzen und Gedanken der Albaner einnimmt. Es wäre ein Verbrechen, wenn ein reiches Paar hierherkäme, ein Resort bauen ließe und uns dann den Zugang verweigerte“, sagte der Kartograf dem Guardian, während die Umrisse der unbewohnten Insel vor einem Schnellboot auftauchten, das auf die Küste zuraste.

Eine derartige Welle kollektiven Zorns hat Albanien seit dem Fall des Kommunismus vor mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr erlebt.

 
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Transl.
Skandal! Offenbar hat Edi Rama sogar bei den Europaabgeordneten dafür lobbyiert, dass sie nicht für den Änderungsantrag zu den Schutzgebieten stimmen. Diese Enthüllung stammt von der deutschen Europaabgeordneten Jutta Paulus selbst, die sich heute in Tirana geäußert hat.



Unglaublich der Mann
 
Zuletzt bearbeitet:
Kushner-Bauprojekt: Zusammenstöße bei Protest in Tirana
In Albaniens Hauptstadt Tirana ist es bei Protesten gegen ein geplantes Tourismusresort, das mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump in Verbindung steht, zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.

Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche versammelten sich Demonstrantinnen und Demonstranten heute vor dem Parlament, um die Abgeordneten wegen des Projekts zur Rede zu stellen. AFP-Journalisten berichteten von Zusammenstößen mit der Polizei und mehreren Festnahmen.

Pfefferspray und Wasserwerfer
Mehrere hundert Demonstranten wurden von Polizistinnen und Polizisten erwartet, die sie vom Parlamentsgebäude zurückdrängten. Einige Protestteilnehmende versuchten, die Reihen der Beamtinnen und Beamten zu durchbrechen. Die Polizei setzte daraufhin Pfefferspray und einen Wasserwerfer ein, um die Menge auseinander zu treiben.

Nach Angaben der Polizei wurden neun Beamte durch von Demonstranten geworfene Gegenstände verletzt. Zudem wurden die Scheiben eines leer stehenden Polizeiwagens eingeschlagen, der in einer nahe gelegenen Straße geparkt war. Zur Zahl der Festnahmen äußerte sich die Polizei noch nicht. Am Dienstag waren bei Protesten sechs Demonstrierende festgenommen worden, die Eier auf Autos von Abgeordneten geworfen hatten.

 
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