Wahl in Dänemark
Frederiksen hofft auf Grönland-Effekt
Dänemark wählt am Dienstag ein neues Parlament. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen von den Sozialdemokraten hatte die Wahl vorgezogen, in der Hoffnung aufgrund der Debatte um die Grönland-Ambitionen von US-Präsident Donald Trump besser abzuschneiden. Ihre Partei liegt in Umfragen zwar klar vorne, muss aber mit großen Verlusten rechnen. Auch die aktuelle Regierung scheint von einer absoluten Mehrheit weit entfernt.
Ende 2025 stand es gar nicht gut um die Wiederwahlchancen von Frederiksen. Nach einer historischen Niederlage bei den Kommunalwahlen, bei der man zum ersten Mal seit über 100 Jahren die Kontrolle in der Hauptstadt Kopenhagen verloren hatte, kamen ihre Sozialdemokraten im Dezember nur noch auf 17 Prozent in den Umfragen.
Doch dann nahm US-Präsident Trump erneut Grönland ins Visier, diesmal mit Nachdruck. Trump forderte Zugriff auf die autonome Rieseninsel in der Arktis, die zu Dänemark gehört. Frederiksen machte dem US-Präsidenten jedoch wiederholt klar: „Grönland steht nicht zum Verkauf.“ Kurz darauf stieg die Popularität der Ministerpräsidentin wieder.
Regierung droht „Absolute“ zu verlieren
Seit einigen Wochen pendeln die Umfragewerte der Sozialdemokraten, zuletzt etwa erhoben vom dänischen TV-Sender DR, um die 20 Prozent. Frederiksen ergriff die Gunst der Stunde und setzte eine vorgezogene Neuwahl an. In Dänemark gibt es die Besonderheit, dass die Regierungschefin bzw. der Regierungschef den genauen Wahltermin bestimmen darf. Der reguläre Termin wäre eigentlich erst in der zweiten Jahreshälfte gewesen.
Dänemark wählt am Dienstag ein neues Parlament. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen von den Sozialdemokraten hatte die Wahl vorgezogen, in der Hoffnung aufgrund der Debatte um die Grönland-Ambitionen von US-Präsident Donald Trump besser abzuschneiden. Ihre Partei liegt in Umfragen zwar klar...
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