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Nachrichten aus der Republika Srpska [Sammelthread]

4. Dodik kündigt eine neue Verfassung für die Republika Srpska an​

Dodik: Željka Cvijanović je bila jedina legitimna predstavnica BiH u Minhenu, ostali su otišli na ekskurziju



Der politisch einflussreiche bosnisch-serbische Politiker Milorad Dodik sieht seine Machtposition in der Republika Srpska offenbar gefestigt. Gleichzeitig kündigte er Schritte an, die neue Spannungen innerhalb Bosnien und Herzegowinas auslösen könnten.

In einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Sender RTRS stellte er eine neue Verfassung für die Republika Srpska bis zum 9. Januar des kommenden Jahres in Aussicht.

Zu seinen angekündigten Vorhaben gehören:

  • Banja Luka soll offiziell zur Hauptstadt der Republika Srpska erklärt werden.
  • Die Befugnisse des Rates der Völker der Republika Srpska sollen möglicherweise abgeschafft oder eingeschränkt werden.
  • Das bisherige System zum Schutz der nationalen Interessen der Volksgruppen soll verändert werden.
Der Rat der Völker hat unter anderem die Aufgabe, die Interessen der konstitutiven Volksgruppen – Serben, Kroaten und Bosniaken – zu schützen. Er kann bestimmte Gesetze anfechten, wenn eine Mehrheit der jeweiligen Volksgruppenvertretung eine Gefährdung ihrer nationalen Interessen sieht.

Dodik kritisiert diese Möglichkeit seit Langem, weil sie seiner Ansicht nach die Gesetzgebung der Republika Srpska behindert.

5. Besonders die Rolle der Bosniaken ist umstritten​

Dodik erklärte, niemand werde Serben, Kroaten oder Bosniaken unterdrücken. Zugleich wolle er ein System schaffen, in dem sich eine demokratisch legitimierte Mehrheit durchsetzen könne.

Besonders kritisch äußerte er sich über die bosniakischen Vertreter im Rat der Völker, denen er eine Abhängigkeit von Sarajevo vorwirft.

Er kündigte an, künftig auch qualifizierte Bosniaken oder Kroaten in entsprechende Positionen zu berufen – selbst wenn diese politisch nicht den jeweiligen Volksgruppenparteien nahestehen.

Der Artikel weist außerdem darauf hin, dass die kroatischen Vertreter im Rat der Völker bereits seit Längerem kaum unabhängig agieren würden, da sie überwiegend den serbischen Regierungsparteien, insbesondere der SNSD, angehörten.

6. Internationale Glückwünsche an Savo Minić​

Savo Minić, der Kandidat für das Präsidentenamt der Republika Srpska, erhielt laut Artikel nur von wenigen ausländischen Politikern Glückwünsche zu seinem Wahlerfolg.

Genannt werden der russische Außenminister Sergej Lawrow, der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko und der Präsident Tatarstans, Rustam Minnichanow.

Blubb Blubber …
Der Dicke versucht mal wieder von seinen „Heldentaten“ abzulenken !
Anstatt „seinem“ Volk zu erklären wieviele Millionen er und seinesgleichen für Wahlpropaganda verbrannt haben, versucht er mal wieder eine neue Verfassung, eine Abspaltung usw usw usw in Aussicht zu stellen !
 
Russischer Botschafter: Wir setzen uns für die Befreiung von BiH von einem westlichen Protektorat ein

Der russische Botschafter in Bosnien und Herzegowina, Igor Kalabuhov, hat angekündigt, dass Moskau plant, die Partnerschaft mit den Behörden der Republika Srpska zu stärken, und bezeichnete diese als strategisch wichtig.
Der informelle Führer der bosnischen Serben, Milorad Dodik, dessen euroskeptische Partei zu den Gewinnern der Wahlen in Bosnien und Herzegowina vom 4. Oktober gehört und sich als unumgänglicher Partner für die Bildung der neuen Regierung in diesem Land aufgedrängt hat, pflegt und fördert bereits seit Jahren enge Beziehungen zu Russland und dessen Präsidenten Wladimir Putin.

Kritik am Verhältnis westlicher Staaten zu BiH

Putins direkte Unterstützung erhielt er bei einem Treffen in Moskau unmittelbar vor den Wahlen, und Botschafter Kalabuhov deutete nun an, dass diese Verbindungen noch enger werden. „Wir werden unsere strategische Partnerschaft mit der Republika Srpska weiter intensivieren“, sagte Kalabuhov in einem Interview, das von der regierungsnahen Zeitung „Glas Srpske“ aus Banja Luka veröffentlicht wurde.
Gleichzeitig kritisierte Kalabuhov das Verhältnis westlicher Staaten zu Bosnien und Herzegowina und behauptete, diese würden in dem Land einen „malignen Einfluss“ verbreiten.
„Die Russische Föderation setzt sich konsequent für die baldige Befreiung von BiH von einem malignen westlichen Protektorat ein, was vor allem die Schließung des Büros des Hohen Repräsentanten impliziert“, sagte der russische Botschafter. Seine These ist, dass sich die Politiker in BiH leicht in allem einigen würden, wenn sie nicht durch Einflüsse aus dem Westen gestört würden.

 
Jo mei, echt süß, dass ausgerechnet der russische Botschafter die Definition von "Nichteinmischung“ erklärt, während er im selben Atemzug eine strategische Vertiefung mit Faschist Dodik ankündigt.
Da schaut man sich in Moskau vor den Wahlen ganz unbefangen tief in die Augen und schwört sich ewige Treue. Und natürlich ist es der "maligne Westen“, der hier den Frieden stört, Russland hingegen bringt bekanntlich nur pure, uneigennützige Harmonie in die Region. Faschist Dodik wiederum lässt sich die Befreiung vom "westlichen Protektorat“ gerne schmecken, um im eigenen Hinterhof endlich ungestört nach Moskauer Drehbuch schalten und walten zu können. Ein kongeniales Duo im Dienste der lupenreinen Demokratie.

:oida:
 
Er lobbyierte für Dodik in den USA. Jetzt ist er Direktor eines amerikanischen Waffenunternehmens in Bosnien und Herzegowina

Das amerikanische Unternehmen Redstar Ordnance LLC hat in Višegrad eine Zweigstelle unter dem Namen „Crvena Zvezda municija i oružje“ (Roter Stern Munition und Waffen) registriert, wie Daten aus der Wirtschaftsdatenbank CompanyWall zeigen. Als Geschäftsführer wird Ranko Ristić angeführt, an den das Unternehmen von Rod Blagojevich eine Zahlung von 62.500 US-Dollar für Tätigkeiten im Zusammenhang mit den Interessen der Republika Srpska gemeldet hat, berichtet N1 BiH.
Laut den Daten von CompanyWall wurde die Zweigstelle am 16. September 2026 gegründet. Sie ist unter der Adresse Miloša Obilića 10 in Višegrad registriert, und als Eigentümer wird das US-Unternehmen Redstar Ordnance LLC genannt. Ristić, der Gründer des Unternehmens Zastava Arms USA, war im Frühjahr 2024 zu einem Empfang in Trumps Residenz Mar-a-Lago in Florida geladen.
Ristić erklärte damals, Trump habe Rod Blagojevich als „großen Freund“ und „engen Mitarbeiter“ vorgestellt. Ristićs bezahlte Tätigkeit für Angelegenheiten im Zusammenhang mit den Interessen der Republika Srpska ist in den Unterlagen des US-Registers für Auslandsagenten (FARA) erfasst.

Blagojevichs Unternehmen meldete die Zahlung

Das Unternehmen RRB Strategies, das im Besitz des ehemaligen Gouverneurs von Illinois, Rod Blagojevich, steht, meldete dem US-Justizministerium eine Zahlung an Ristić in Höhe von 62.500 US-Dollar. In dem Dokument wird die Republika Srpska als ausländischer Auftraggeber für diese Ausgabe aufgeführt.

 
Es ist doch echt erfrischend, wie transparent moderner Waffenlobbyismus läuft. Da vergisst man mal eben im Trubel der internationalen Beziehungen, eine saftige 62.500-Dollar-Zahlung aus der Republika Srpska anzugeben, aber zum Glück fällt es beim Ausfüllen der Steuererklärung dann doch noch wie durch ein Wunder auf. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wenn kurz darauf eine amerikanische Waffenfirma eine Zweigstelle im schönen, historisch ziemlich belsteten, Visegrad gründet. Alles völlig normaler, unbürokratischer Berater-Service eben.
Waffen, Hubschrauber und Nachtsichtgeräte für die Polizei, finanziert durch absolut saubere Beratungshonorare, die brav im US-Register nachgetragen werden müssen. Aber hey, wenn man schon den Segen aus Mar-a-Lago von den engsten Mitarbeitern des weltgrößten A....loch hat, läuft das Business in Banja Luka und Visegrad eben wie geschmiert.
Korruption? Wo denkst du hin, das heißt heute strategische Wirtschaftsförderung oder so mit einem Hauch von Roter Stern Munition
 
Er lobbyierte für Dodik in den USA. Jetzt ist er Direktor eines amerikanischen Waffenunternehmens in Bosnien und Herzegowina

Das amerikanische Unternehmen Redstar Ordnance LLC hat in Višegrad eine Zweigstelle unter dem Namen „Crvena Zvezda municija i oružje“ (Roter Stern Munition und Waffen) registriert, wie Daten aus der Wirtschaftsdatenbank CompanyWall zeigen. Als Geschäftsführer wird Ranko Ristić angeführt, an den das Unternehmen von Rod Blagojevich eine Zahlung von 62.500 US-Dollar für Tätigkeiten im Zusammenhang mit den Interessen der Republika Srpska gemeldet hat, berichtet N1 BiH.
Laut den Daten von CompanyWall wurde die Zweigstelle am 16. September 2026 gegründet. Sie ist unter der Adresse Miloša Obilića 10 in Višegrad registriert, und als Eigentümer wird das US-Unternehmen Redstar Ordnance LLC genannt. Ristić, der Gründer des Unternehmens Zastava Arms USA, war im Frühjahr 2024 zu einem Empfang in Trumps Residenz Mar-a-Lago in Florida geladen.
Ristić erklärte damals, Trump habe Rod Blagojevich als „großen Freund“ und „engen Mitarbeiter“ vorgestellt. Ristićs bezahlte Tätigkeit für Angelegenheiten im Zusammenhang mit den Interessen der Republika Srpska ist in den Unterlagen des US-Registers für Auslandsagenten (FARA) erfasst.

Blagojevichs Unternehmen meldete die Zahlung

Das Unternehmen RRB Strategies, das im Besitz des ehemaligen Gouverneurs von Illinois, Rod Blagojevich, steht, meldete dem US-Justizministerium eine Zahlung an Ristić in Höhe von 62.500 US-Dollar. In dem Dokument wird die Republika Srpska als ausländischer Auftraggeber für diese Ausgabe aufgeführt.

Wahrscheinlich hat Dodick auch dafür bezahlt, um sich zu brüsten wie die USA in die sogenannte rs investieren.
 
Dodik: Wir dürfen nicht von den Größen unseres Kampfes aufgeben – Karadžić, Krajišnik und Mladić
Der Führer der Regierungspartei in der Republika Srpska, Milorad Dodik, hat erneut Personen verherrlicht, die wegen in Bosnien und Herzegowina begangener Kriegsverbrechen verurteilt wurden, und dabei behauptet, sie seien zu Unrecht bestraft worden.

Dodik äußerte sich so in einer Rede in Pale, wo die Behörden der Republika Srpska (RS) den 35. Jahrestag der Gründung der sogenannten „Versammlung des serbischen Volkes in BiH“ begingen. Diese war 1991 von einem Teil der serbischen Abgeordneten im Parlament der damaligen Sozialistischen Republik BiH rechtswidrig organisiert worden, um deren Abspaltung von der Rest-SFRJ zu verhindern, die Slowenien und Kroatien bereits verlassen hatten.

Unter den Anwesenden auch der serbische Verteidigungsminister
Dodik betonte, dies sei das Fundament, auf dem die heutige Republika Srpska ruhe, und schrieb besondere Verdienste dafür drei wegen schwerster Kriegsverbrechen (einschließlich Völkermord) Verurteilten zu: Radovan Karadžić, Momčilo Krajišnik und Ratko Mladić.

„Leider sitzen viele unschuldig im Gefängnis. Wir dürfen niemals von den Größen unseres nationalen und historischen Kampfes ablassen – Karadžić, Krajišnik und General Mladić“, sagte Dodik, was von den Anwesenden mit Beifall begrüßt wurde. Unter ihnen befanden sich auch der serbische Verteidigungsminister Bratislav Gašić sowie die Botschafter Serbiens und Russlands in Bosnien und Herzegowina.

Er erklärte, die Republika Srpska sei „sicherlich nicht Völkermord-regiert [bzw. ein Völkermord-Gebilde]“. Er schloss, dass im heutigen Bosnien und Herzegowina – genau wie 1991 – jegliche Einigung mit den Bosniaken, die er als Muslime bezeichnete, unmöglich sei. „Wir haben nichts mehr mit den Muslimen gemeinsam“, sagte er und wiederholte seine Behauptung, Europa sei durch Islamisierung gefährdet. Die Serben seien bereit, dagegen zu kämpfen.


 
Oh, absolut bodenständig und überraschend. Wer hätte auch gedacht, dass es total charmant ist, verurteilte Kriegsverbrecher, Völkermörder, Massenmörder usw. zu Volkshelden zu erklären und gleichzeitig den Soundtrack aus dem 19. Jahrhundert für eine panische Islamophobie-Show anzuwerfen? Geht's noch tiefer?
Faschist Dodik hat hier wirklich das volle Paket geliefert, wenn dir die Argumente ausgehen, packst du einfach ein bisschen historische Realitätsverweigerung, eine Prise Stolz auf den eigenen Nationalismus und eine Runde kollektives Schulterklopfen mit verstaubten Staatsgästen aus. Man muss schon bewundern, wie man im 21. Jahrhundert noch so konsequent auf der Überholspur direkt in die intellektuelle Sackgasse unterwegs sein kann. Chapeau 🤮
 
Dodik: Wir dürfen nicht von den Größen unseres Kampfes aufgeben – Karadžić, Krajišnik und Mladić
Der Führer der Regierungspartei in der Republika Srpska, Milorad Dodik, hat erneut Personen verherrlicht, die wegen in Bosnien und Herzegowina begangener Kriegsverbrechen verurteilt wurden, und dabei behauptet, sie seien zu Unrecht bestraft worden.

Dodik äußerte sich so in einer Rede in Pale, wo die Behörden der Republika Srpska (RS) den 35. Jahrestag der Gründung der sogenannten „Versammlung des serbischen Volkes in BiH“ begingen. Diese war 1991 von einem Teil der serbischen Abgeordneten im Parlament der damaligen Sozialistischen Republik BiH rechtswidrig organisiert worden, um deren Abspaltung von der Rest-SFRJ zu verhindern, die Slowenien und Kroatien bereits verlassen hatten.

Unter den Anwesenden auch der serbische Verteidigungsminister
Dodik betonte, dies sei das Fundament, auf dem die heutige Republika Srpska ruhe, und schrieb besondere Verdienste dafür drei wegen schwerster Kriegsverbrechen (einschließlich Völkermord) Verurteilten zu: Radovan Karadžić, Momčilo Krajišnik und Ratko Mladić.

„Leider sitzen viele unschuldig im Gefängnis. Wir dürfen niemals von den Größen unseres nationalen und historischen Kampfes ablassen – Karadžić, Krajišnik und General Mladić“, sagte Dodik, was von den Anwesenden mit Beifall begrüßt wurde. Unter ihnen befanden sich auch der serbische Verteidigungsminister Bratislav Gašić sowie die Botschafter Serbiens und Russlands in Bosnien und Herzegowina.

Er erklärte, die Republika Srpska sei „sicherlich nicht Völkermord-regiert [bzw. ein Völkermord-Gebilde]“. Er schloss, dass im heutigen Bosnien und Herzegowina – genau wie 1991 – jegliche Einigung mit den Bosniaken, die er als Muslime bezeichnete, unmöglich sei. „Wir haben nichts mehr mit den Muslimen gemeinsam“, sagte er und wiederholte seine Behauptung, Europa sei durch Islamisierung gefährdet. Die Serben seien bereit, dagegen zu kämpfen.


Reif für die Klapsmühle
 
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