FPÖ, Trump und Le Pen: Viktor Orbán, das väterliche Vorbild für Rechtsaußen
Seit den 2000er-Jahren hat sich Viktor Orbán zum Role-Model für Rechtspopulisten in ganz Europa entwickelt. Doch nicht nur die Kickl-FPÖ pflegt engen Kontakt, für die Harald Vilimsky auch den Wahlabend am Sonntag in Budapest verbringt. Auch die ÖVP stand Orbán einst nahe.
Schulter an Schulter lächeln sie in die Kamera oder daneben vorbei. In der Mitte der Gruppe aus Partei- und Regierungschefs posiert allerdings nicht Viktor Orbán, spätestens seit den 2000er-Jahren zentrale Identifikationsfigur der europäischen Rechtsaußen-Fraktion. Auch nicht Geert Wilders, Marine Le Pen oder Matteo Salvini, ebenfalls Top-Promis unter den Rechtspopulisten, die gerade Aufstellung für ein gemeinsames Foto nehmen. Es ist Harald Vilimsky, der ehemalige FPÖ-Generalsekretär, der in der Mitte der rechten Partei- und Regierungschefs posieren darf.
Zu finden ist das Foto aktuell auf der Website der Patriots for Europe (PfE), die seit der letzten EU-Wahl nicht nur als 86-köpfige und damit drittstärkste Fraktion im EU-Parlament, sondern als „internationale Partei“ fungieren, wie Vilimsky der „Presse“ erzählt. Seit Dezember 2025 sitzt er als einer von fünf Vizepräsidenten im PfE-Parteivorstand. Im erweiterten Vorstand findet sich auch Niederösterreichs Landeshauptfraustellvertreter, Udo Landbauer. In der entsprechenden Aussendung hieß es damals, dass mit den beiden die „starke Rolle der FPÖ innerhalb des europaweit wachsenden patriotischen Bündnisses weiter gefestigt“ werde.
Die FPÖ ist zweifelsohne ein Dreh- und Angelpunkt der europäischen und internationalen Rechten – zu deren zentralen Identifikationsfiguren bekanntlich vor allem Ungarns Premier Viktor Orbán zählt, der am Sonntag jedoch um einen weiteren Wahlsieg zittern muss. Sein erster gelang 1998. Und seither ist seine Fidesz auch der FPÖ ein politisches Vorbild: bei der EU-Kritik, an NGOs, der europäischen Migrationspolitik, beim Umgang mit Medien.
Dichtes Netzwerk mit FPÖ-Handschrift
Wie viel sie von Orbán hält, bewies die FPÖ kurz nach der letzten Nationalratswahl, bei der sie erstmals stimmenstärkste Partei wurde. Der erste Staatsbesuch des neu ins Amt gewählten Nationalratspräsidenten, Walter Rosenkranz (FPÖ), war im Oktober 2024 jener des ungarischen Premiers. Das sorgte für harsche Kritik von allen anderen Parteien. Vor allem, weil für den Besuch kurzerhand die EU-Flagge aus den Räumlichkeiten im Parlament entfernt wurde.
www.diepresse.com
Seit den 2000er-Jahren hat sich Viktor Orbán zum Role-Model für Rechtspopulisten in ganz Europa entwickelt. Doch nicht nur die Kickl-FPÖ pflegt engen Kontakt, für die Harald Vilimsky auch den Wahlabend am Sonntag in Budapest verbringt. Auch die ÖVP stand Orbán einst nahe.
Schulter an Schulter lächeln sie in die Kamera oder daneben vorbei. In der Mitte der Gruppe aus Partei- und Regierungschefs posiert allerdings nicht Viktor Orbán, spätestens seit den 2000er-Jahren zentrale Identifikationsfigur der europäischen Rechtsaußen-Fraktion. Auch nicht Geert Wilders, Marine Le Pen oder Matteo Salvini, ebenfalls Top-Promis unter den Rechtspopulisten, die gerade Aufstellung für ein gemeinsames Foto nehmen. Es ist Harald Vilimsky, der ehemalige FPÖ-Generalsekretär, der in der Mitte der rechten Partei- und Regierungschefs posieren darf.
Zu finden ist das Foto aktuell auf der Website der Patriots for Europe (PfE), die seit der letzten EU-Wahl nicht nur als 86-köpfige und damit drittstärkste Fraktion im EU-Parlament, sondern als „internationale Partei“ fungieren, wie Vilimsky der „Presse“ erzählt. Seit Dezember 2025 sitzt er als einer von fünf Vizepräsidenten im PfE-Parteivorstand. Im erweiterten Vorstand findet sich auch Niederösterreichs Landeshauptfraustellvertreter, Udo Landbauer. In der entsprechenden Aussendung hieß es damals, dass mit den beiden die „starke Rolle der FPÖ innerhalb des europaweit wachsenden patriotischen Bündnisses weiter gefestigt“ werde.
Die FPÖ ist zweifelsohne ein Dreh- und Angelpunkt der europäischen und internationalen Rechten – zu deren zentralen Identifikationsfiguren bekanntlich vor allem Ungarns Premier Viktor Orbán zählt, der am Sonntag jedoch um einen weiteren Wahlsieg zittern muss. Sein erster gelang 1998. Und seither ist seine Fidesz auch der FPÖ ein politisches Vorbild: bei der EU-Kritik, an NGOs, der europäischen Migrationspolitik, beim Umgang mit Medien.
Dichtes Netzwerk mit FPÖ-Handschrift
Wie viel sie von Orbán hält, bewies die FPÖ kurz nach der letzten Nationalratswahl, bei der sie erstmals stimmenstärkste Partei wurde. Der erste Staatsbesuch des neu ins Amt gewählten Nationalratspräsidenten, Walter Rosenkranz (FPÖ), war im Oktober 2024 jener des ungarischen Premiers. Das sorgte für harsche Kritik von allen anderen Parteien. Vor allem, weil für den Besuch kurzerhand die EU-Flagge aus den Räumlichkeiten im Parlament entfernt wurde.
FPÖ, Trump und Le Pen: Viktor Orbán, das väterliche Vorbild für...
Seit den 2000er-Jahren hat sich Viktor Orbán zum Role-Model für Rechtspopulisten in ganz Europa entwickelt. Doch nicht nur die Kickl-FPÖ pflegt engen Kontakt, für die Harald Vilimsky auch den...