Im Jahr 2100 gibt es 53 Millionen Europäer weniger als heute
Viel kleiner und deutlich älter: die europäische Bevölkerung wird bis Ende des Jahrhunderts rasant schrumpfen und vergreisen, hält Eurostat in seiner neuen Prognose fest. Ohne Zuwanderung würde sie sich fast halbieren.
Die EU ist ein Binnenmarkt mit 450 Millionen Verbrauchern: dieses demografische Faktum dient nicht nur Ursula von der Leyen bei jeder sich bietenden Gelegenheit als Beweis dafür, warum Europa keine militärische, sehr wohl aber eine wirtschaftliche Supermacht sei. Doch dieses Argument verliert rasant an Schlagkraft. Denn sehr bald werden es deutlich weniger Europäer sein, die den Binnenmarkt bevölkern und in Betrieb halten.
Bis zum Jahr 2100 werde, sofern sich nichts drastisch verändere, die Bevölkerung der Mitgliedstaaten von 451,8 Millionen Menschen im Jahr 2025 um 11,7 Prozent auf 398,8 Millionen verringern, hält das EU-Statistikamt Eurostat in seiner neuen Populationsprognose fest. Zum Ende dieses Jahrhunderts wird es also voraussichtlich um 53 Millionen Europäer weniger geben als heute. Das liegt daran, dass in der gesamten EU in jedem Jahr bis 2100 mehr Menschen in der EU sowie den drei Efta-Staaten Island, Norwegen und Schweiz sterben werden, als Kinder geboren werden.
Polen schrumpft enorm
In absoluten Zahlen wird Deutschland das größte Mitgliedsland bleiben. Doch seine Bevölkerung wird von 83,6 Millionen auf 74,7 Millionen zurückgehen. Dahinter folgt Frankreich, dessen Populationsschwund mit einem Rückgang von 68,8 Millionen auf 67,2 Millionen deutlich geringer ausfallen dürfte. Drittgrößtes Mitgliedsland wird Spanien sein, dessen Bevölkerung leicht von 49,1 Millionen auf 49,8 Millionen Menschen wachsen sollte.
Italien und Polen werden heftige Bevölkerungsrückgänge verzeichnen. Die italienische Population dürfte netto von 58,9 Millionen auf 44,8 Millionen schrumpfen. Das wäre ein Minus von 24 Prozent und in absoluten Zahlen mit 14,1 Millionen weniger Italienern der größte Rückgang Europas. In Polen wiederum dürfte der Rückgang von 11,8 Millionen die heutige Bevölkerung von 37,5 Millionen auf 25,7 Millionen Menschen reduzieren. Das wäre ein Schwund von fast 32 Prozent.
www.diepresse.com
Viel kleiner und deutlich älter: die europäische Bevölkerung wird bis Ende des Jahrhunderts rasant schrumpfen und vergreisen, hält Eurostat in seiner neuen Prognose fest. Ohne Zuwanderung würde sie sich fast halbieren.
Die EU ist ein Binnenmarkt mit 450 Millionen Verbrauchern: dieses demografische Faktum dient nicht nur Ursula von der Leyen bei jeder sich bietenden Gelegenheit als Beweis dafür, warum Europa keine militärische, sehr wohl aber eine wirtschaftliche Supermacht sei. Doch dieses Argument verliert rasant an Schlagkraft. Denn sehr bald werden es deutlich weniger Europäer sein, die den Binnenmarkt bevölkern und in Betrieb halten.
Bis zum Jahr 2100 werde, sofern sich nichts drastisch verändere, die Bevölkerung der Mitgliedstaaten von 451,8 Millionen Menschen im Jahr 2025 um 11,7 Prozent auf 398,8 Millionen verringern, hält das EU-Statistikamt Eurostat in seiner neuen Populationsprognose fest. Zum Ende dieses Jahrhunderts wird es also voraussichtlich um 53 Millionen Europäer weniger geben als heute. Das liegt daran, dass in der gesamten EU in jedem Jahr bis 2100 mehr Menschen in der EU sowie den drei Efta-Staaten Island, Norwegen und Schweiz sterben werden, als Kinder geboren werden.
Polen schrumpft enorm
In absoluten Zahlen wird Deutschland das größte Mitgliedsland bleiben. Doch seine Bevölkerung wird von 83,6 Millionen auf 74,7 Millionen zurückgehen. Dahinter folgt Frankreich, dessen Populationsschwund mit einem Rückgang von 68,8 Millionen auf 67,2 Millionen deutlich geringer ausfallen dürfte. Drittgrößtes Mitgliedsland wird Spanien sein, dessen Bevölkerung leicht von 49,1 Millionen auf 49,8 Millionen Menschen wachsen sollte.
Italien und Polen werden heftige Bevölkerungsrückgänge verzeichnen. Die italienische Population dürfte netto von 58,9 Millionen auf 44,8 Millionen schrumpfen. Das wäre ein Minus von 24 Prozent und in absoluten Zahlen mit 14,1 Millionen weniger Italienern der größte Rückgang Europas. In Polen wiederum dürfte der Rückgang von 11,8 Millionen die heutige Bevölkerung von 37,5 Millionen auf 25,7 Millionen Menschen reduzieren. Das wäre ein Schwund von fast 32 Prozent.
Im Jahr 2100 gibt es 53 Millionen Europäer weniger als heute
Viel kleiner und deutlich älter: die europäische Bevölkerung wird bis Ende des Jahrhunderts rasant schrumpfen und vergreisen, hält Eurostat in seiner neuen Prognose fest. Ohne Zuwanderung würde...