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Nachrichten aus Europa

Europas heißester Sommer fordert über 50.000 Tote: Der Preis einer Welt, die weiter Öl verbrennt
Am Berliner Hauptbahnhof warnte am 30. Juli eine Anzeige vor der Hitze. Menschen gingen daran vorbei, als ließe sich eine Gefahr mit einer Durchsage auf Abstand halten. Hinter den Temperaturen dieses Sommers steht inzwischen eine Zahl, die Europa weit weniger beiläufig betrachten sollte: mehr als 50.000 hitzebedingte Todesfälle in städtischen Gebieten. Über 32.000 davon sind nach Berechnungen von Wissenschaftlern auf die menschengemachte Erwärmung zurückzuführen, die vor allem durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe vorangetrieben wird. Die Forscher sprechen von Schätzungen. Hinter jeder einzelnen steht ein Leben, das in der Statistik keinen Namen mehr trägt.

Von Ende Mai bis August trafen wiederholte Rekordhitzewellen den Kontinent. Besonders hohe geschätzte Todeszahlen verzeichneten die städtischen Gebiete Italiens und Frankreichs. Auch Spanien und Deutschland waren schwer betroffen, ebenso das Vereinigte Königreich. Forscher des Imperial College London und der London School of Hygiene & Tropical Medicine untersuchten 854 städtische Gebiete in 30 europäischen Ländern. Erfasst wurden rund 40 Prozent der Bevölkerung dieser Länder. Zu ihnen gehören die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Norwegen und die Schweiz. Das Vereinigte Königreich wurde ebenfalls einbezogen.

 
Zunehmend Vorfälle in Europa
Karte zeigt hybride Angriffe durch Russland
Mit dem anhaltenden Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine häufen sich auch die Vorfälle hybrider Kriegsführung in Europa. Immer wieder melden nicht nur Russlands Nachbarstaaten etwa Sabotageakte, Drohnenangriffe und GPS-Störungen. Ein Recherchenetzwerk der European Broadcasting Union (EBU), dem auch der ORF angehört, hat nun die Vorfälle gesammelt. Fachleute sehen die Grenze zwischen Krieg und Frieden zunehmend verschwimmen.

Erst Ende vergangener Woche haben litauische Behörden einen versuchten Brandanschlag auf ein Unternehmen registriert, das Aufrüstung für das US-Kommunikationssystem Starlink beherbergt. Die Ukraine nutzt das Satellitennetzwerk für ihre Abwehr Russlands. Der „versuchte Sabotageakt“ sei „offensichtlich Teil der hybriden Kriegsführung Russlands“, sagte der litauische Ministerpräsident Mindaugas Sinkevicius. „Ähnliche Aktionen“ habe es zuletzt überall in Europa gegeben, so der Regierungschef weiter.

Der Vorfall reiht sich in eine ganze Serie aus Angriffen auf europäische Infrastruktur, die in Zusammenhang mit Russlands Krieg gegen die Ukraine stehen. Eine gemeinsame Recherche europäischer öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten, darunter auch der ORF, zeigt eine zunehmende Häufung hybrider Bedrohungen durch Russland in Europa – nicht nur entlang der Grenze.

 
Europas heißester Sommer fordert über 50.000 Tote: Der Preis einer Welt, die weiter Öl verbrennt
Am Berliner Hauptbahnhof warnte am 30. Juli eine Anzeige vor der Hitze. Menschen gingen daran vorbei, als ließe sich eine Gefahr mit einer Durchsage auf Abstand halten. Hinter den Temperaturen dieses Sommers steht inzwischen eine Zahl, die Europa weit weniger beiläufig betrachten sollte: mehr als 50.000 hitzebedingte Todesfälle in städtischen Gebieten. Über 32.000 davon sind nach Berechnungen von Wissenschaftlern auf die menschengemachte Erwärmung zurückzuführen, die vor allem durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe vorangetrieben wird. Die Forscher sprechen von Schätzungen. Hinter jeder einzelnen steht ein Leben, das in der Statistik keinen Namen mehr trägt.

Von Ende Mai bis August trafen wiederholte Rekordhitzewellen den Kontinent. Besonders hohe geschätzte Todeszahlen verzeichneten die städtischen Gebiete Italiens und Frankreichs. Auch Spanien und Deutschland waren schwer betroffen, ebenso das Vereinigte Königreich. Forscher des Imperial College London und der London School of Hygiene & Tropical Medicine untersuchten 854 städtische Gebiete in 30 europäischen Ländern. Erfasst wurden rund 40 Prozent der Bevölkerung dieser Länder. Zu ihnen gehören die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Norwegen und die Schweiz. Das Vereinigte Königreich wurde ebenfalls einbezogen.

Wie viele Hitzetote es wohl in den USA gab...?
 
Wie viele Hitzetote es wohl in den USA gab...?

Da das weltgrößte A....loch Präsident ist, werden die Hitzetoten nicht genau gezählt.
In den USA sterben laut den offiziellen Daten der Gesundheitsbehörde CDC jährlich etwa 1.700 bis 2.400 Menschen direkt oder indirekt an extremer Hitze. Für das Jahr 2024 meldete die CDC beispielsweise 2.391 verifizierte Hitzetote.
Statistische Modellrechnungen zeigen jedoch, dass die tatsächlichen Zahlen weit höher liegen: Eine im September 2026 veröffentlichte, großflächige Untersuchung von NPR und der Boston University ergab, dass extreme Hitze in den USA tatsächlich für rund 9.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich ist.

 
Frankreich, Albanien, Spanien, Italien und Belgien
Viele Krawalle bei Protesten in Europa
Bei Protesten in mehreren europäischen Ländern ist es am Wochenende erneut zu Krawallen gekommen. Gewalttätige Zusammenstöße gab es in Frankreich, Albanien, Spanien, Italien und Belgien. Bei Ausschreitungen in Frankreich wurden 1.314 Menschen festgenommen. 53 Polizeikräfte seien verletzt worden, teilte das Innenministerium in einer morgendlichen Bilanz mit. In Italien wurden neun Haftbefehle erlassen und 317 Menschen festgenommen, in Barcelona gab es 128 Festnahmen.

Einsatzkräfte seien gegen 75 versuchte Brandstiftungen vorgegangen und es habe 24 Plünderungen gegeben, hieß es aus dem französischen Innenministerium weiter. Die Nacht sei ruhig verlaufen, hieß es. Frankreichweit waren 70.000 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Den seit Wochen für eine bessere Ausstattung von Frankreichs Schulen demonstrierenden jungen Leuten schlossen sich weitere Gruppen an, um etwa gegen zu hohe Lebenshaltungskosten zu demonstrieren.

Innenminister Laurent Nunez sagte am Samstag, die Zahl der Festnahmen werde noch steigen, weil noch Bilanz gezogen werden müsse. Es sei abermals zu Sachbeschädigungen und Plünderungen gekommen. Die eigentlichen Demonstrationen verliefen nach Worten des Innenministers reibungslos. Dennoch kam es am Rande der Protestzüge erneut zu Ausschreitungen.

 
Brunner will Frontex als „zentrale EU-Abschiebeagentur“
EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur „zentralen EU-Abschiebeagentur“ machen. „Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen“, erklärte Brunner gestern.

„Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen“, fügte er hinzu. Die „europäische Migrationswende“ werde „konsequent“ fortgesetzt.

Frontex ist aktuell primär für den Schutz der EU-Außengrenzen zuständig. Die Behörde unterstützt Mitgliedsstaaten zwar bisher schon bei Rückführungen. Verantwortlich sind aber grundsätzlich die nationalen Behörden.

„Abschiebekoordinationszentrum“
Brunners Büro erklärte nun, Grundlage für die Pläne einer „zentralen EU-Abschiebeagentur“ sei das am Freitag vergangener Woche in Kraft getretene EU-Abschiebegesetz, das Brunner im März 2025 vorgelegt habe.

 
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