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Nachrichten aus Italien notizie dall'italia

Pariser Vertrag: Feierlichkeiten zum Jahrestag in Südtirol
Der 80. Jahrestag der Unterzeichnung des Pariser Vertrags ist gestern im Rahmen von Feierlichkeiten im Meraner Kurhaus mit den beiden Staatspräsidenten Alexander Van der Bellen sowie Sergio Mattarella begangen worden.

Gemeinsam mit Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) erinnerten der österreichische Bundespräsident und Italiens Staatspräsident an die Entwicklung der Autonomie Südtirols. Beide Staatschefs erhielten zudem den Großen Verdienstorden Südtirols.

Erfolg der Diplomatie
„Autonomie bedeutet für uns Verantwortung“, sagte Kompatscher. Er erinnerte daran, dass das Gruber-De-Gasperi-Abkommen vom 5. September 1946 – es sollte der deutschsprachigen Bevölkerung den Schutz ihrer ethnischen Identität sowie ihrer kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung gewährleisten – von den Südtirolerinnen und Südtirolern zunächst als Enttäuschung wahrgenommen wurde.

 
Mutter und Tochter gingen gegen die Mafia vor – jetzt sind beide tot
Lea Garofalo war zur Ikone geworden, weil sie gegen den ’Ndrangheta-Clan ihres Ehemanns ausgesagt hatte. Sie bezahlte ihren Mut mit dem Leben. Ihre Tochter ereilte nun das gleiche Schicksal

Denise Cosco ist 35 Jahre alt geworden: Wie erst jetzt bekannt wurde, ist die junge Frau vor fünf Tagen in Ariccia, einem Vorort Roms in den Albaner Bergen, aus einem Fenster ihrer Wohnung gesprungen. Vier Tage später erlag sie am Donnerstag in einem römischen Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Sie hatte vom italienischen Staat eine neue Identität und einen neuen Pass bekommen und mehrere Jahre in einem Zeugenschutzprogramm gelebt. Der Grund: Im Jahr 2011 hatte sie vor Gericht gegen ihren Vater Carlo Cosco ausgesagt, einen lokalen Boss der kalabrischen Mafia-Organisation ’Ndrangheta. Dieser hatte ihre Mutter Lea Garofalo im Jahr 2009 in eine Falle gelockt und getötet.

Auch Lea Garofalo war nur 35 Jahre alt geworden, und auch sie hatte es zuvor gewagt, die Mauer der "omertà" (mafiöse Schweigepflicht) zu durchbrechen und mit der Justiz zusammenzuarbeiten. Sie beschrieb den Ermittlern die Machenschaften des von ihrem Ehemann angeführten ’Ndrangheta-Clans und die Strukturen der kriminellen Organisation. Das war ihr Todesurteil, obwohl der Staat auch sie in ein Zeugenschutzprogramm in Mailand aufgenommen hatte.

Entführt, gefoltert, erdrosselt
Unter dem Vorwand, die schulische Zukunft der gemeinsamen Tochter besprechen zu wollen, reiste der Mann mit drei Komplizen nach Mailand, wo Lea Garofalo entführt, gefoltert und anschließend erdrosselt wurde. Ihr Leichnam wurde verbrannt und die Reste wurden in Säure aufgelöst.

 
Meloni treibt Reform von Italiens Wahlrecht

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ist mit ihren Plänen für ein neues Wahlrecht einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die zweite Kammer des Parlaments, der Senat, stimmte heute dem Vorhaben von Melonis rechter Koalition mit großer Mehrheit zu.

Bevor die Änderungen Gesetz werden können, muss noch die Abgeordnetenkammer darüber entscheiden. Das soll vermutlich am 28. September geschehen. In Italien wird aller Voraussicht nach im kommenden Jahr das nächste Mal gewählt.

 
Italien schafft Kfz-Steuer für Kleinwagen und Motorräder ab
Für Millionen Autofahrerinnen und Autofahrer sowie Motorradbesitzerinnen und Motorradbesitzer in Italien soll die jährliche Kfz-Steuer im kommenden Jahr wegfallen. Parallel dazu plant die Regierung eine weitere vorübergehende Senkung der Verbrauchssteuer auf Diesel.

Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni beschloss gestern eine entsprechende Regelung für Pkws mit einer Leistung von bis zu 80 Kilowatt sowie für Motorräder aller Hubraumklassen. Nach Angaben der Regierung soll die Regelung rund 14,5 Millionen Fahrzeuge betreffen. Die Befreiung gilt ausschließlich für das Jahr 2027.

Pro Person sei nur ein Fahrzeug begünstigt. Besitzt jemand mehrere Autos, soll die Steuerbefreiung für das Fahrzeug mit der geringsten Leistung gelten. Die Maßnahme soll auch die Regionen finanziell entlasten, denen die Einnahmen aus der Kfz-Steuer bisher zufließen.

Der Staat will ihnen 2027 insgesamt rund 2,29 Milliarden Euro als Ausgleich überweisen. Ob damit die gesamten Einnahmeausfälle der Regionen gedeckt werden, ist offen. Schätzungen zum Aufkommen der Kfz-Steuer insgesamt liegen deutlich höher.

Meloni: „Meistgehasste Steuer“

 
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