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Nachrichten aus Kroatien

Plenković: Das demografische Problem lässt sich nicht in einer einzigen Amtszeit lösen.
Ministerpräsident und HDZ-Ministerpräsident Andrej Plenković betonte heute die Bedeutung der demografischen Erneuerung und erklärte, die Regierung habe in diesem Jahr 840 Millionen Euro dafür bereitgestellt. Dies sei die bisher größte Summe an Mitteln zur Stärkung der Familienpolitik und zur Schaffung von Bedingungen für junge Familien, damit diese möglichst viele Kinder bekommen können.

„Wir haben noch nie in ganz Kroatien so viel Geld investiert, um die Familienpolitik zu stärken und die Voraussetzungen dafür zu verbessern, dass unsere jungen Familien mehr Kinder bekommen können“, sagte Plenković bei der Feier zum 36. Jahrestag der Gründung der HDZ in der Gespanschaft Lika-Senj.

Er erklärte außerdem, dass es sich um eine ressortübergreifende Politik handle, die Steuererleichterungen, Wohnungspolitik, Bildung und Ähnliches umfasse, um Voraussetzungen zu schaffen, um negative Entwicklungen abzumildern, sie etwas zu stabilisieren und sie schließlich in Zukunft umzukehren.

„Das ist ein Problem, das nicht in einer Legislaturperiode gelöst werden kann. Es handelt sich um einen negativen Trend, der seit 75 Jahren anhält. Wir alle müssen auf allen Ebenen zu diesem Prozess beitragen“, sagte er.

Er warnte außerdem davor, dass Eurostat kürzlich Daten über einen massiven demografischen Rückgang in ganz Europa vorgelegt habe, was für Kroatien, so sagte er, einen noch größeren Rückgang bedeute als den, den wir in den letzten 35 Jahren erlebt hätten.

„Ohne eine Lösung dieser zentralen Frage für das kroatische Volk werden wir in den kommenden Jahrzehnten vor großen Schwierigkeiten stehen. Es handelt sich nicht mehr um ein Problem, das in ferner Zukunft liegt, sondern um ein Problem, das in ein bis zwei Generationen in ganz Kroatien deutlich zu spüren sein wird“, sagte er.

Er warnte außerdem davor, dass der Landkreis Lika-Senj heute nur 42.000 Einwohner habe, was der Einwohnerzahl mehrerer Stadtbezirke in der Stadt Zagreb entspreche, und kündigte an, dass deshalb besondere Anstrengungen zur demografischen Revitalisierung in diesen Landkreis investiert würden.

„Die Regierung unterstützt alle Regionen gleichermaßen, auch dort, wo die HDZ nicht an der Macht ist.“
Der HDZ-Präsident erklärte, das kroatische Parlament werde morgen ein neues Gesetz zur ausgewogenen Regionalentwicklung verabschieden, welches alle Mechanismen dieser Politik weiter stärken werde. Diese Politik habe sich als äußerst erfolgreich erwiesen und widerlege in der Praxis jegliche Kritik, dass „jemandem ein Stück Papier fehlt, wenn er nicht der Regierungskoalition angehört“.

 
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