Dieser Stein auf Krk schrieb kroatische Geschichte
Ein Stein in einer kleinen Kirche auf Krk trägt eine Botschaft, die zu einem der wichtigsten Zeugnisse kroatischer Geschichte wurde.
In der Kirche der heiligen Lucia in Jurandvor auf der Insel Krk ruhte jahrhundertelang ein Zeugnis kroatischer Geschichte, das erst im Jahr 1851 größere Aufmerksamkeit erlangte: die Tafel von Baška. Das auf die Zeit um 1100 datierte Steinmonument gilt als einer der ältesten und bedeutendsten kroatischen epigrafischen Schriftdenkmäler.
Verfasst in einer Übergangsform der Glagoliza (altslawische Schrift), hält die Tafel eine Landschenkung von König Dmitar Zvonimir an ein Benediktinerkloster fest. Was auf den ersten Blick wie eine schlichte Verwaltungsurkunde wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als historischer Meilenstein: Auf der Tafel werden erstmals in kroatischer Sprache sowohl das kroatische Volk als auch König Zvonimir genannt. Abt Držiha hält in der Inschrift fest, dass Zvonimir, „König der Kroaten“, der heiligen Lucia ein Stück Land schenkte.
Goldene Tafel
Für die kroatische Sprach- und Kulturgeschichte ist dieser Befund von unschätzbarem Wert. Der Sprachwissenschaftler Stjepan Ivsic bezeichnete die Tafel als die „goldene Tafel“ der kroatischen Sprache – ein Bild, das ihre Bedeutung treffend auf den Punkt bringt. Ursprünglich war sie Teil einer steinernen Kirchenschranke in der Benediktinerkirche, wo sie Jahrhunderte überdauerte, bevor ihre Tragweite erkannt wurde.
Sicherung des Originals
Um das zunehmend gefährdete Monument dauerhaft zu sichern, wurde die Tafel Ende August 1934 nach Zagreb gebracht. Stjepan Ivšić übernahm sie am 30. August im Namen der damaligen Jugoslawischen Akademie der Wissenschaften und Künste auf Krk; am 31. August traf sie in Zagreb ein. Dort wurde sie konserviert und für die dauerhafte Aufbewahrung vorbereitet.
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Ein Stein in einer kleinen Kirche auf Krk trägt eine Botschaft, die zu einem der wichtigsten Zeugnisse kroatischer Geschichte wurde.
In der Kirche der heiligen Lucia in Jurandvor auf der Insel Krk ruhte jahrhundertelang ein Zeugnis kroatischer Geschichte, das erst im Jahr 1851 größere Aufmerksamkeit erlangte: die Tafel von Baška. Das auf die Zeit um 1100 datierte Steinmonument gilt als einer der ältesten und bedeutendsten kroatischen epigrafischen Schriftdenkmäler.
Verfasst in einer Übergangsform der Glagoliza (altslawische Schrift), hält die Tafel eine Landschenkung von König Dmitar Zvonimir an ein Benediktinerkloster fest. Was auf den ersten Blick wie eine schlichte Verwaltungsurkunde wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als historischer Meilenstein: Auf der Tafel werden erstmals in kroatischer Sprache sowohl das kroatische Volk als auch König Zvonimir genannt. Abt Držiha hält in der Inschrift fest, dass Zvonimir, „König der Kroaten“, der heiligen Lucia ein Stück Land schenkte.
Goldene Tafel
Für die kroatische Sprach- und Kulturgeschichte ist dieser Befund von unschätzbarem Wert. Der Sprachwissenschaftler Stjepan Ivsic bezeichnete die Tafel als die „goldene Tafel“ der kroatischen Sprache – ein Bild, das ihre Bedeutung treffend auf den Punkt bringt. Ursprünglich war sie Teil einer steinernen Kirchenschranke in der Benediktinerkirche, wo sie Jahrhunderte überdauerte, bevor ihre Tragweite erkannt wurde.
Sicherung des Originals
Um das zunehmend gefährdete Monument dauerhaft zu sichern, wurde die Tafel Ende August 1934 nach Zagreb gebracht. Stjepan Ivšić übernahm sie am 30. August im Namen der damaligen Jugoslawischen Akademie der Wissenschaften und Künste auf Krk; am 31. August traf sie in Zagreb ein. Dort wurde sie konserviert und für die dauerhafte Aufbewahrung vorbereitet.
Dieser Stein auf Krk schrieb kroatische Geschichte
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