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Nachrichten aus Serbien

Wie tröstlich diese Worte doch sind. Kein Strom, kalte Häuser, verdorbene Lebensmittel, aber dafür gibt es eine warme Umarmung in Form von "Vertrauen in den Staat“. Strom aus der Steckdose ist offenbar zweitrangig, Hauptsache die Moralversorgung funktioniert.

Besonders beruhigend ist der Hinweis, dass so etwas "nicht das erste Mal“ passiert. Das klingt fast wie ein Qualitätssiegel, wenn Ausfälle regelmäßig vorkommen, dann ist das wohl Tradition und Traditionen hinterfragt man bekanntlich nicht.

Die Bitte, den Staat nicht zu verklagen, ist ebenfalls bemerkenswert. Erst zahlt man jahrelang Rechnungen, dann friert man über die Feiertage und am Ende soll man sich bitte auch noch bedanken und solidarisch sein. Solidarität heißt hier offenbar still leiden und verständnisvoll nicken.

Natürlich darf auch der Stolz auf Politiker nicht fehlen. Während Menschen im Dunkeln sitzen, wird stolz berichtet, wer "vor Ort“ war und wer "eingebunden“ wurde. Das Licht ist zwar aus, aber wenigstens war jemand da, um es zu kommentieren.

Bei aller Ironie, mein echtes Mitgefühl gilt den Menschen, die über Tage ohne Strom auskommen mussten, besonders Familien, Älteren und Kranken. Geduld kann man erbitten, Vertrauen muss man sich verdienen. Und Strom ist kein Luxus, sondern sollte eine Selbstverständlichkeit.
 
Der Transport von Rohöl von Janaf nach Serbien wurde fortgesetzt
Der Transport von Rohöl durch die Adria-Pipeline (JANAF) zur Ölraffinerie Pančevo hat begonnen. Die erste Rohöllieferung für die serbische Ölindustrie (NIS) trifft heute nach einer fast 100-tägigen Pause ein, berichtet die serbische Zeitung Tanjug .

Die Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović Handanović, erklärte zuvor, dass die Lieferungen noch in dieser Woche erfolgen werden. Laut ihren Angaben bedeutet dies, dass die Raffinerie in Pančevo voraussichtlich um den 16. Januar den Betrieb aufnehmen wird, während der erste Dieselkraftstoff aus der Produktion voraussichtlich um den 26. oder 27. Januar auf den Markt kommen wird.

Đedović Handanović erklärte, sie erwarte einen erfolgreichen Abschluss der Gespräche zwischen Gazpromneft und MOL über den Kauf der russischen Anteile an NIS. Sie äußerte zudem die Erwartung, dass das OFAC die Betriebslizenz von NIS verlängern werde.

 
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