Vorhang auf für das nächste meisterhafte Melodram aus dem Hause SNS, bei dem Kampflesbe Ana die moralische Empörung mal wieder auf Werkseinstellung "Weltuntergang“ hochgedreht hat. Es ist wirklich faszinierend, wie aus einer studentischen Protestaktion mit einem Stück Seife, vermutlich eine humorvolle Anspielung auf schwedische Gardinen, im Handumdrehen eine globale Bedrohung für alle Frauen und Familien in Serbien konstruiert wird.
Dass ausgerechnet die Riege, die das Land seit Jahren mit medialer Dauerhetze überzieht, plötzlich ihr sensibles Herz für Familienehre und Menschlichkeit entdeckt, grenzt an ein bühnenreifes Wunder. Wer braucht schon echte politische Inhalte, wenn man das Wahlvolk mit der existenziellen Angst vor einer apokalyptischen Studenten-Diktatur ab dem 26. Oktober in Atem halten kann? Bleibt nur zu hoffen, dass die Oscar-Akademie bei so viel schauspielerischem Talent in der Belgrader Führungsetage endlich aufmerksam wird.
Wie herrlich flexibel, erst wettert das Regime tagein, tagaus gegen die böse westliche Einmischung, nur um beim ersten studentischen Satire-Video weinend zur EU-Kommission zu laufen und dort den moralischen Beistand einzufordern. Man muss diese Logik einfach lieben, der Westen ist so lange der ultimative Staatsfeind, bis man ihn als Schiedsrichter für das eigene politische Mimimi missbrauchen kann.
Dass ausgerechnet die Riege, die das Land seit Jahren mit medialer Dauerhetze überzieht, plötzlich ihr sensibles Herz für Familienehre und Menschlichkeit entdeckt, grenzt an ein bühnenreifes Wunder. Wer braucht schon echte politische Inhalte, wenn man das Wahlvolk mit der existenziellen Angst vor einer apokalyptischen Studenten-Diktatur ab dem 26. Oktober in Atem halten kann? Bleibt nur zu hoffen, dass die Oscar-Akademie bei so viel schauspielerischem Talent in der Belgrader Führungsetage endlich aufmerksam wird.
Wie herrlich flexibel, erst wettert das Regime tagein, tagaus gegen die böse westliche Einmischung, nur um beim ersten studentischen Satire-Video weinend zur EU-Kommission zu laufen und dort den moralischen Beistand einzufordern. Man muss diese Logik einfach lieben, der Westen ist so lange der ultimative Staatsfeind, bis man ihn als Schiedsrichter für das eigene politische Mimimi missbrauchen kann.
, denn nichts zeugt schließlich von größerer moralischer Reife, als eine ehemalige Verbündete sofort als Totengräberin der Nation darzustellen, sobald sie es wagt, die Seiten zu wechseln.