Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Nachrichten aus Serbien

B92:
Die Tageszeitung „Danas“ hat den Spitzenkandidaten Aleksandar Vučić mit der Behauptung kritisiert, Wladimir Putins Unterstützung stelle eine direkte ausländische Einmischung in die serbischen Wahlen dar. Angesichts dessen wird die Frage aufgeworfen, ob die Unterstützung der „Studentenliste“ durch Persönlichkeiten wie Tonino Picula, Milo Đukanović und Andrej Plenković nicht ebenfalls eine Einmischung von außen darstellt. Sie können den vollständigen Artikel auf der Website der entsprechenden Publikation nachlesen.

 
Wer braucht schon eine sachliche Debatte, wenn man das serbische Medien-Bingo im Handumdrehen gewinnen kann? In der wunderbaren Welt der regierungsnahen Schlagzeilen funktioniert die Logik schließlich bestechend einfach, wenn der per Haftbefehl gesuchte, mutmaßliche Kriegsverbrecher und Massenmörder Putin den serbischen Möchtegerngenozidler unterstützt, ist das natürlich reine, selbstlose Nächstenliebe ohne jegliche Hintergedanken. Wenn das jemand als "direkte Einmischung“ bezeichnet, ist das eine bodenlose Frechheit.
Aber wehe, das gewohnte Trio der üblichen Verdächtigen“ taucht am Horizont auf, es fehlt ja noch Kurti oder van der Leyen, Vatikan..:
• Tonino Picula (Kroatischer EU-Politiker)
• Andrej Plenkovic (Kroatischer Premierminister)
• Milo Đukanović (Ex-Präsident von Montenegro)
Sobald diese drei Herren auch nur einen wohlwollenden Blick in Richtung der oppositionellen "Studentenliste“ werfen, schlagen die Alarmglocken im Newsroom im Sekundentakt. Dann mutiert der diplomatische Alltag sofort zum koordinierten Großangriff auf den serbischen Staat.
Drei Feindbilder auf einen Streich, das spart den Redaktionen wertvolle Zeit bei der täglichen Suche nach den Schuldigen für alles, was im Land schiefläuft.
 
Plenković: Alle Nachbarländer müssen sich fragen, warum Serbien so stark aufrüstet.
Kroatien verfolge Serbiens unglaublichen Aufrüstungsprozess, der fast wie eine „Einkaufsmanie“ wirke, sehr genau, sagte Premierminister Andrej Plenković und betonte, dass Kroatien seine Streitkräfte nur zu Abschreckungszwecken entwickle.

Am Freitag empfing Plenković den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und kommentierte auf einer Pressekonferenz eine frühere Äußerung des kroatischen Verteidigungsministers Ivan Anušić, der von der aggressiven und feindseligen Rhetorik Serbiens sprach, das sich zunehmend aufrüstet.

Der Premierminister betonte im Banski Dvori, dass Kroatien die Situation in Serbien „sehr genau beobachtet“ und dass sie auch Thema im Verteidigungs- und Nationalen Sicherheitsrat sei.

Plenković: Serbien befindet sich in einem Waffenkaufrausch
Es gehe um einen „unglaublichen Aufrüstungsprozess, fast schon eine ‚Einkaufsmanie‘ in allen Teilen der Welt“, sagte Plenković und fügte hinzu, dass sich alle Nachbarländer Serbiens fragen müssten, warum Serbien sich so stark aufrüste.

 
Vučić antwortete Plenković: Serbien hat einen Einkaufswahn, aber keinen Steuerwahn
Der Vorsitzende der Liste „Vereinigtes Serbien“ und bis vor Kurzem serbische Präsident Aleksandar Vučić erklärte, Serbien verfolge die aktuellen Ereignisse in der Region mit großer Aufmerksamkeit und Besorgnis. Er betonte, in der Region herrsche große Nervosität und Einzelpersonen versuchten auf jede erdenkliche Weise, die Studentenliste zu unterstützen.

Er stellte erneut den kroatischen Premierminister Andrej Plenković, den Kosovo-Premierminister Albin Kurti, den ehemaligen montenegrinischen Präsidenten Milo Đukanović und den Chef des Kavačac-Clans, Radoj Zvicer, in den gleichen Kontext.

„Sie sind nervös. Zvicer, Djukanovic, Plenkovic sind nervös, Kurti ist nervös. Und ich verstehe sie. Sie dachten, sie hätten die Sache im Griff, und nun scheint es plötzlich, dass dem nicht so ist, dass sie noch nicht ganz fertig sind. Und sie werden mit allen Mitteln weitermachen“, sagte er laut Telegraf .

„Die Schülerliste ist 1750 Jahre älter als unsere Liste.“
„Wie wir erfahren haben, haben sie auch Sonderflugzeuge organisiert, die auf dem Gebiet eines anderen Nachbarlandes, Nordmazedonien, landen sollen, damit möglichst viele Albaner, die noch nie an diesen Wahlen teilgenommen haben, die Studentenliste direkt oder indirekt unterstützen können“, sagte Vučić in einer Erklärung über die sozialen Medien.

 
Es ist schon rührend, ausgerechnet der Möchtegerngenozidler, dessen politische Karriere auf ethnischen Hetzreden, Nazisprüchen und Großmachtphantasien aufgebaut wurde, warnt heute mit erhobenem Zeigefinger vor dem "Rast nacizma“ beim Nachbarn.
Ein genialer Ablenkungsaufdrall, solange man laut genug "Nazi“ in Richtung Zagreb ruft, fragt hoffentlich niemand nach, wer eigentlich die nächste saftige Rechnung für die serbische Rüstungsindustrie bezahlt. Jetzt weiß man woher Diego seine strafrechtlich relevanten Beleidigungen her hat. In Österreich §111 STGB, §115 SRGB oder auch 1330 ABGB
 
Novosti: ŠEŠELJ ÜBER DEN KAMPF DER RADIKALEN: Das ist es, was für uns inakzeptabel ist
Den Kundgebungen in Schulhöfen MUSS ein Ende gesetzt werden, meint der stellvertretende Vorsitzende der SRS, Aleksandar Šešelj.

– Wer hätte sich vorstellen können, dass so etwas möglich ist? Erstens, dass ein Elternteil über das eigene Kind abrechnet bzw. sich an politischen Auseinandersetzungen beteiligt, und dann, dass einige Eltern andere Eltern und andere Kinder blockieren, die zur Schule gehen wollen. Wir reden hier von Grund- und weiterführenden Schulen, wir reden von minderjährigen Kindern. Das ist wirklich skandalös. Das sind unvorstellbare Dinge. Und dann diese Kundgebungen in den Schulhöfen, das ist etwas, das wirklich – ich meine – unzulässig ist. Dem muss ein Ende gesetzt werden. Das hätte nicht erlaubt werden dürfen. Die Gewalt auf den Straßen hätte verhindert werden müssen. Das ist etwas, wo der Gewaltapparat [Sicherheitsapparat] wirklich reagieren muss, dafür existiert er schließlich. Er existiert, damit sich jeder Mensch auf der Straße sicher fühlen kann und nicht bangen muss, ob ihm ein Mob vor das Haus zieht oder ob jemand eine Hetzjagd und andere Dinge organisiert. Das sind also Dinge, die unzulässig sind. Und ich denke wirklich, dass hier ein Politikwechsel notwendig ist und sicherlich auch nach diesen Wahlen folgen wird, dass man aus all dem Lehren zieht und in solchen Situationen anders vorgeht, sollten sie sich wiederholen – sagte Šešelj gegenüber „Republika“.

– Wir kämpfen gegen all jene, von außen und von innen, die die verfassungsmäßige Ordnung angreifen; gegen jene, die eine Atmosphäre wie am 5. Oktober 2000 schaffen wollen, und gegen jene, die in Serbien eine politische Riege an die Macht bringen wollen, die ihre Vorgesetzten irgendwo im Ausland, in einem ausländischen Machtzentrum hätte — das ist es, was für uns inakzeptabel ist – sagte Šešelj für „Kurir TV“.

ŠEŠELJ O BORBI RADIKALA: To je ono što je za nas neprihvatljivo
MORA se stati na kraj mitinzima po školskim dvorištima, smatra zamenik predsednika SRS Aleksandar Šešelj.
- Ko je mogao da zamisli da je tako nešto moguće da se dešava? Prvo, da će roditelj preko sopstvenog deteta da se obračunava, odnosno da učestvuje u političkim obračunima, a onda da će neki roditelji da blokiraju druge roditelje i drugu decu koja hoće da idu u školu. Pričamo o osnovnim i srednjim školama, pričamo o maloletnoj deci. To je stvarno nešto što je skandalozno. To su neke neverovatne stvari. Onda ti mitinzi u školskim dvorištima, to je nešto što je stvarno, mislim, nedozvoljivo. Tome mora da se stane na kraj. To nije smelo da se dozvoli. Nasilje na ulicama je moralo da se spreči. To je nešto gde zaista aparat sile mora da reaguje, zato postoji. Zato postoji da svaki čovek mora da se oseća bezbedno na ulici, a ne da strepi da li će mu doći rulja ispred kuće ili da li će neko da organizuje neku hajku i ostale stvari. Dakle, to su neke stvari koje su nedozvoljive. I mislim zaista da je tu promena politike neophodna i da će svakako uslediti i nakon ovih izbora, da će se ipak iz svega ovoga izvući pouke i da će se drugačije postupati u tim situacijama ukoliko do njih opet dođe - kazao je Šešelj za Republiku.

- Mi se borimo protiv svih onih, i spolja i unutra, koji napadaju ustavni poredak; onih koji hoće da kreiraju atmosferu 5. oktobra 2000. godine i onih koji hoće da na vlast u Srbiji postave političku garnituru koja bi svoje nadređene imala negde u inostranstvu, u nekom stranom centru moći — to je ono što je za nas neprihvatljivo - rekao je Šešelj za Kurir TV.

 
Ach, wie herrlich erfrischend. Ausgerechnet ein Seselj sorgt sich plötzlich um die "verfassungsmäßige Ordnung“, bekommt beim Anblick von Straßenprotesten weiche Knie und plädiert für den besonnenen Einsatz des staatlichen Gewaltapparats.
Da hat der Herr Papa, der veurteilte Kriegsverbrecher Seseljelj, seines Zeichens Endgegner jeglicher politischer Mäßigung und Urheber jahrzehntelanger, lautstarker Straßenschlachten, bei der Erziehung wohl kurz weggeschaut. Es ist schon eine feine Ironie der serbischen Politikgeschichte, wenn der Sohn des Mannes, der das politische Chaos und den radikalen Krawall quasi im Alleingang salonfähig gemacht hat, nun wie ein pikiertes Rektoren-Komitee über "unzulässige Kundgebungen“ und die "Sicherheit auf den Straßen“ klagt.
Besonders rührend ist auch seine Angst vor der Atmosphäre des 5. Oktobers und "ausländischen Machtzentren“. Wenn man bedenkt, mit welchen Methoden die Radikalen früher das Land aufgemischt haben, wirkt der Juniorchef der SRS heute fast schon wie ein staatstragender Stabilitätsfanatiker.
Man weiß gar nicht, was man faszinierender finden soll, den plötzlichen Durst nach Recht und Ordnung oder die Tatsache, dass ausgerechnet er die Moralkeule gegen politische Instrumentalisierung schwingt. Der Apfel ist hier nicht nur weit vom Stamm gefallen, er hat unterwegs anscheinend die Richtung komplett gewechselt.
 
Umstrittener serbischer Popstar: Ceca repräsentiert ein mörderisches System – und gibt jetzt ein Konzert in Berlin
Svetlana „Ceca“ Ražnatović gehört zu den bekanntesten Balkan-Popstars. Doch sie war lange eng verbunden mit dem kriminellen, paramilitärischen Milieu Serbiens und hat sich davon nie distanziert.

Die Ankündigung klingt harmlos-floskelhaft: Beim Konzert von Ceca seien „Gänsehaut und Party-Stimmung garantiert“, heißt es auf Berlins offiziellem Internetportal über den Auftritt der serbischen Sängerin Anfang Oktober. Exklusiv präsentiere einer der bekanntesten Stars des Balkan-Pop seine größten Hits in der Uber Eats Music Hall.

Musiker aus der Region sind dort regelmäßig zu Gast, etwa der bosnische Sänger Dino Merlin oder die Band Plavi Orkestar, die schon in Jugoslawien Stars waren. Doch Svetlana Ražnatović alias Ceca ist nicht einfach eine weitere Sängerin vom Balkan, sondern die Witwe von Željko Ražnatović, genannt Arkan.

Dieser war in den 1990ern ein wichtiger Akteur des organisierten Verbrechens in Jugoslawien, Anführer einer paramilitärischen Einheit und Gründer einer Partei, die während der Kriege in Kroatien und Bosnien und Herzegowina an Tötungen, Verfolgung und Vertreibung beteiligt war.

Vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wurde Arkan wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verstößen gegen das Kriegsvölkerrecht angeklagt. Zu einem Prozess kam es nicht: Er wurde im Januar 2000 in einem Hotel in Belgrad erschossen, ein Täter wurde nie endgültig verurteilt.

 
B92;
Brnabić reagierte auf die Äußerung des Blockierers über Snežana Savić: „Das ist eure Demokratie?!“; „Schämt euch!“
Die Präsidentin der serbischen Nationalversammlung und amtierende Präsidentin der Republik, Ana Brnabić, reagierte auf die Veröffentlichung eines Artikels der Journalistin Biljana Stepanović über die Schauspielerin und Sängerin Snežana Savić, nachdem diese angekündigt hatte, bei den Wahlen für die Liste „Aleksandar Vučić – Vereinigtes Serbien“ zu stimmen.

„Wenn sie den Moment verstanden hätte, wäre sie ein Star geworden. Aber das hat sie nicht“, schrieb Stepanović im sozialen Netzwerk X und kommentierte damit Snežana Savićs Aussage.

Brnabić reagierte darauf und sagte zu Stepanović:

„Schämt euch! Das ist euer ‚schöneres‘ und ‚besseres‘ Serbien?! Das ist eure ‚Demokratie‘?! Wer es wagt, eine eigene Meinung zu haben, und wenn diese zufällig von eurer abweicht, wird sofort beleidigt und angegriffen.“

Brnabić erklärte außerdem, dass es, wie sie behauptet, keine Angriffe und Beleidigungen gegeben habe, als „Blockierer der Studentenliste ein wunderschönes Lied von Snežana Savić vereinnahmten“.

 
Kampflesbe Ana demonstriert auf X (twitter) einmal mehr ihre meisterhafte Empörung, indem sie die Kritik an der regierungsnahen Künstlerin Snezana Savic als schändlichen Angriff auf die Demokratie inszeniert. Während hier das heilige Recht auf Regierungslob verteidigt wird, bleibt ungesagt, wie flüssig bei Bedarf abweichende Stimmen aus der Zivilgesellschaft als "Blockierer“ etikettiert werden. Typisch für Ana Kampflesbe
 
Zurück
Oben