Es grenzt schon an Realsatire, wenn Aleksandar Vučić pathetisch davon schwärmt, die Zukunft beeinflussen zu wollen, während Serbiens Nachbarländer 30 Jahre nach den Kriegen immer noch damit beschäftigt sind, die tödlichen Altlasten seiner damaligen Politik aus der Erde zu graben. Großartig, dass der Kopaonik-Skitourismus dank heimischer Helme endlich sicher ist – Kroatien und Bosnien-Herzegowina müssen derweil Milliarden aufwenden, um Felder und Wälder von jenen Minen zu befreien, die von serbischen Truppen systematisch verstreut wurden. Aber Hauptsache, die eigene Rüstungsindustrie läuft und das eigene Militärlager ist ordentlich aufgeräumt.
KI:
Die jahrzehntelange Beseitigung der mörderischen Kriegsaltlasten auf dem Westbalkan zeichnet ein zweigeteiltes Bild:
Bosnien und Herzegowina: Ein andauerndes Problem
Bosnien und Herzegowina ist nach wie vor eines der am schwersten von Minen betroffenen Länder weltweit. [1]
Kroatien: Ein historischer Meilenstein
Kroatien hat nach fast drei Jahrzehnten intensiver und milliardenschwerer Arbeit einen großen Erfolg vermeldet: [1, 2]
KI:
Die jahrzehntelange Beseitigung der mörderischen Kriegsaltlasten auf dem Westbalkan zeichnet ein zweigeteiltes Bild:
Bosnien und Herzegowina: Ein andauerndes Problem
Bosnien und Herzegowina ist nach wie vor eines der am schwersten von Minen betroffenen Länder weltweit. [1]
- Verminte Fläche: Offiziellen Angaben des Bosnia and Herzegovina Mine Action Centre (BHMAC) zufolge gelten 774,69 Quadratkilometer der Landesfläche weiterhin als minenverdächtige Gebiete. Das entspricht etwa 1,51 % des gesamten Staatsgebiets. [1]
- Gefährdete Bevölkerung: Die verbliebenen Minenfelder erstrecken sich über mehr als 110 Gemeinden. Schätzungen zufolge leben rund 93.000 Menschen in unmittelbarer Nähe dieser Todesfallen. [1, 2]
- Opferzahlen: Seit dem Ende des Krieges im Jahr 1995 wurden in Bosnien und Herzegowina 1.781 bis 1.862 Minenopfer in der Nachkriegszeit registriert. Davon verloren mindestens 625 Menschen ihr Leben. Auch die Minenräumer selbst zahlen einen hohen Preis: 53 von ihnen starben seitdem im Einsatz. [1, 2, 3]
- Zukunftsaussichten: Da die Räumung in den unwegsamen, bergigen Waldgebieten extrem kompliziert ist, musste die Frist für ein minenfreies Bosnien vor Kurzem offiziell bis zum Jahr 2032 verlängert werden. [1]
Kroatien: Ein historischer Meilenstein
Kroatien hat nach fast drei Jahrzehnten intensiver und milliardenschwerer Arbeit einen großen Erfolg vermeldet: [1, 2]
- Offiziell minenfrei: Im März 2026 hat die kroatische Regierung das Land offiziell für frei von bekannten Landminen erklärt und damit seine internationalen Verpflichtungen aus der Ottawa-Konvention erfüllt.
- Das Ausmaß der Räumung: Direkt nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges galten zunächst riesige Flächen (temporär bis zu 13.000 Quadratkilometer im Verdachtsstatus, später über 1.000 Quadratkilometer als reale rote Zone) als verseucht. Über die Jahrzehnte wurden rund 300.000 bis 410.000 Minen und explosive Sprengkörper unschädlich gemacht.
- Der Preis des Erfolgs: Auch hier hinterließen die Minen tiefe Wunden: Seit 1995 starben in Kroatien 207 Zivilisten sowie 40 Minenräumer durch Detonationen. [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7]