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Nachrichten aus Serbien

Ein genialer diplomatischer Schachzug: Wenn man einen rechtskräftig verurteilten Genozid-Täter mit vollen Staats- und Militärehren beerdigen will, verweist man einfach ganz empört auf die Fehler der anderen! Weil Brüssel angeblich woanders wegschaut, gibt es beim Völkermord-Gedenken in Belgrad eben 50 Prozent Rabatt auf die historische Verantwortung. Klingt total logisch.
Wie praktisch die Weltpolitik doch ist. Man muss die Gräueltaten der eigenen Vergangenheit gar nicht aufarbeiten. Es reicht völlig, so lange mit dem Finger auf die Ukraine oder Brüssel zu zeigen, bis niemand mehr merkt, dass man gerade einen Mann mit militärischen Ehren beerdigt, der für Srebrenica verantwortlich war.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem moralischen Meisterwerk.
 
Der Vorsitzende des serbischen Verfassungsgerichts hat ernsthaft gesagt, dass es doch wohl niemanden stören kann, wenn er abgehört wird.

Dieser Mann wurde eine Zeit lang als neuer SNS-Kandidat für das Präsidentenamt gehandelt ...

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Manchmal gibt es schon seltsame News auf X, sie Mladić am Montag beerdigt wird, muss sich noch zeigen. Sollte es tatsächlich zu einem Staatsbegräbnis kommen, würde ich mir wünschen, dass alle Regierungsparteien und alle ihre Mitglieder unter Sanktionen der EU gesetzt werden.

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Serbien exportiert weiterhin Waffen und Munition in die Ukraine, trotz angeblichen Exportverbot. Das erklärt den Besuch Zelenskis.

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Manchmal gibt es schon seltsame News auf X, sie Mladić am Montag beerdigt wird, muss sich noch zeigen. Sollte es tatsächlich zu einem Staatsbegräbnis kommen, würde ich mir wünschen, dass alle Regierungsparteien und alle ihre Mitglieder unter Sanktionen der EU gesetzt werden.

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Vucic wird es so machen dass keine Sanktionen drohen. Er beherrscht das Spiel ja schon. Das spricht natürlich nicht gerade für die EU.
 
Belgrad: Mladic wird in orthodoxer Kirche aufgebahrt
Vor der Beerdigung von Ratko Mladic in Belgrad am Montag wird der Leichnam des als „Schlächter des Balkan“ bekannten Kriegsverbrechers für dreieinhalb Stunden in einer orthodoxen Kirche in der serbischen Hauptstadt Belgrad aufgebahrt.

Das berichtete die Nachrichtenagentur KNA am Freitag unter Berufung auf das Nachrichtenportal Klix.ba aus Bosnien und Herzegowina. Bereits für Samstag sei eine Gedenkfeier im Haus der Armee geplant. Nach der Aufbahrung gebe es eine Trauerfeier mit anschließendem Trauerzug zum Friedhof.

Zahlreiche serbische Politiker hätten ihre Teilnahme an der Beerdigung des verstorbenen 84-Jährigen in Belgrad angekündigt. Dabei habe Serbien aufgrund der Ehrung und Verherrlichung des verurteilten Kriegsverbrechers bereits strenge Warnungen von höchster europäischer Ebene erhalten: Die EU-Kommissarin für Erweiterung, Marta Kos, betonte, dass Ratko Mladic ein verurteilter Kriegsverbrecher gewesen sei, der eine lebenslange Haftstrafe verbüßte, und dass solche Schritte die europäische Integration des Landes untergraben würden.

Kommissarin: Widerspricht europäischen Werten
„Die Verherrlichung von Ratko Mladic als Kriegsverbrecher widerspricht grundlegenden europäischen Werten und hat weder in der Europäischen Union noch in Ländern, die eine Mitgliedschaft anstreben, etwas zu suchen. Ich hoffe, dass sich die Regierung in Belgrad bewusst ist, was auf dem Spiel steht“, erklärte Kommissarin Kos. Auch habe der tschechische Europaabgeordnete Ondrej Kolar angekündigt, die EU-Kommissarin für Erweiterung zu bitten, die Aussetzung der EU-Beitrittsverhandlungen mit Serbien in Erwägung zu ziehen.

 
B92: Radomir Lazović beleidigt verstorbenen General; Er behauptet, Ratko Mladić verdiene keine Ehrung
Während ganz Serbien trauert und Abschied von General Ratko Mladić nimmt, lassen sich die „Blockierer“ die Gelegenheit nicht entgehen, ihre Narrative über den angeblichen Genozid in Srebrenica zu wiederholen, und sie verpassen keine Gelegenheit, unseren General als Kriegsverbrecher darzustellen, schreibt 24sedam.

Das Portal gibt an, dass Radomir Lazović von der Grün-Linken Front (Zeleno-levi front) erklärt habe, dass „Verbrechern keinerlei Ehrung erwiesen werden sollte“.

Bei einem Auftritt in einem oppositionellen Fernsehsender habe er eine Reihe von Unwahrheiten und unschönen Worten über einen Mann geäußert, um den dieses Volk tief in der Schuld stehe, schreibt das Portal 24sedam.

Der „Ewige Student Lazović“, wie 24sedam ihn nennt, erklärte demnach, dass im öffentlichen Raum ein falsches Narrativ über Ratko Mladić verbreitet werde – nämlich, dass er für die Interessen Serbiens und aus Patriotismus gekämpft habe.

Mural in Novi Sad zerstört und mit Video damit geprahlt
Aktivisten der Grün-Linken Front haben ein dem verstorbenen General Ratko Mladić gewidmetes Wandbild (Mural) in Novi Sad beschmiert und anschließend ein Video dieser Tat in den sozialen Medien veröffentlicht.
Auf dem Wandbild stand „Ratko-Mladić-Boulevard“, worüber ein ZLF-Aktivist mit rotem Sprühlack eine neue Botschaft schrieb.

„Novi Sad war schon immer eine freiheitsliebende Stadt. Wir werden nicht zulassen, dass sie jemand schändet und einen verurteilten Kriegsverbrecher verherrlicht“, erklärte die ZLF zu dem veröffentlichten Video.

Radomir Lazović vređa mrtvog generala; Tvrdi da Ratko Mladić ne zaslužuje počast
Dok cela Srbija tuguje i ispraća generala Ratka Mladića, blokaderi ne propuštaju priliku da ponavljaju svoje narative o navodnom genocidu u Srebrenici i ne propupštaju priliku da našeg generala proglašavaju ratnim zločincem, piše 24sedam.

Taj portal navodi da je Radomir Lazović iz Zeleno-levog fronta izjavio da "zločincima ne treba davati nikakve počasti"

U gostovanju na opozicionoj televiziji izneo je niz neistina i ružnih reči o čoveku koji je zadužio ovaj narod, piše portal 24sedam.

"Večiti student Lazović", kako ga naziva 24sedam, tako je izjavio da se u javnom prostoru plasira lažni narativ o Ratku Mladiću da se borio za interese Srbije i patriotizam.

Uništili mural u Novom Sadu i pohvalili se snimkom
Aktivisti Zeleno-levog fronta išarali su mural posvećen pokojnom generalu Ratku Mladiću u Novom Sadu, a snimak tog čina potom su objavili na društvenim mrežama.
Na muralu je pisalo "Bulevar Ratka Mladića", preko čega je aktivista ZLF-a crvenim sprejem ispisao novu poruku.

"Novi Sad je oduvek bio slobodarski grad. Nećemo dozvoliti da ga neko skrnavi i veliča osuđenog ratnog zločinca", naveli su iz ZLF-a uz objavljeni snimak

 
Ach, wie absolut unverständlich, dass man für einen Völkermord heute nicht einmal mehr ein ordentliches Denkmal oder herzliche Abschiedsgrüße bekommt. Da leistet jemand so historische Arbeit, und die undankbaren Kritiker stören sich doch tatsächlich an ein paar zehntausend Menschenleben. Man sollte wohl meinen, dass ein bisschen Massenmord den Ruf als strahlender Nationalheld erst so richtig abrundet. Aber nein, heutzutage muss man sich für den Titel des verurteilten Kriegsverbrechers in den Medien auch noch rechtfertigen, wirklich unfassbar, wo da der Respekt bleibt.
Oh ja, "ganz Serbien" trägt verständlicherweise tiefe Trauer, schließlich ist allgemein bekannt, dass absolut jeder Bürger nichts Besseres zu tun hat, als einem verurteilten Kriegsverbrecher hinterherzuweinen. Wie geschmacklos von den Kritikern, dieses herrlich geschlossene Bild von nationaler Harmonie mit so unwichtigen Details wie einem Völkermord zu stören. Da leistet jemand so "historische" Arbeit und die undankbare Opposition reitet doch tatsächlich auf ein paar tausend Menschenleben herum. Aber so ist das heute wohl, nicht einmal ein gepflegter Massenmord reicht mehr aus, um sich ohne lästige Widerworte als strahlender Nationalheld feiern zu lassen.
 
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