Da offenbart sich doch die absolute Krönung der historischen Pädagogik. Erst wenn Schulkinder morgens statt des Alphabets ein heroisches Gedicht über einen vom UN-Tribunal rechtskräftig verurteilten Kriegsverbrecher auswendig lernen, ist die nationale Freiheit endlich vollkommen.
Wie rührend auch die Erzählung vom sanftmütigen General, der angeblich penibel darauf geachtet hat, dass keinem Gefangenen ein Haar gekrümmt wird, die zehntausenden Opfer von Srebrenica und der jahrelangen Belagerung von Sarajevo haben sich ihre Geschichte im Sinne des bösen Westens wahrscheinlich einfach nur böswillig ausgedacht.
Dass im Haus der Armee bei so viel geschichtsvergessener Folklore die Staatsbeamten und Gymnasiasten gleich reihenweise emotional werden, passt perfekt ins Bild einer Staatsräson, die lieber Gräueltaten zu humanitären Akten umdeutet, als sich der Realität zu stellen. Aber klar, wer braucht schon bewiesene historische Fakten, wenn man sich die eigene Vergangenheit so herrlich bequem als heroisches Märchen für die Grundschulfibel zurechtlügen kann.
Wie rührend auch die Erzählung vom sanftmütigen General, der angeblich penibel darauf geachtet hat, dass keinem Gefangenen ein Haar gekrümmt wird, die zehntausenden Opfer von Srebrenica und der jahrelangen Belagerung von Sarajevo haben sich ihre Geschichte im Sinne des bösen Westens wahrscheinlich einfach nur böswillig ausgedacht.
Dass im Haus der Armee bei so viel geschichtsvergessener Folklore die Staatsbeamten und Gymnasiasten gleich reihenweise emotional werden, passt perfekt ins Bild einer Staatsräson, die lieber Gräueltaten zu humanitären Akten umdeutet, als sich der Realität zu stellen. Aber klar, wer braucht schon bewiesene historische Fakten, wenn man sich die eigene Vergangenheit so herrlich bequem als heroisches Märchen für die Grundschulfibel zurechtlügen kann.