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Nachrichten aus Serbien

Informer: „Der gelbe Abschaum Dejan Šoškić soll sofort von der Liste gestrichen werden!“ Blockierer beschimpfen den ehemaligen Gouverneur, der Serbien zerstört hat (FOTO)

Dejan Šoškić, der ehemalige Gouverneur der Nationalbank von Serbien (NBS), der an der Zerstörung unseres Landes beteiligt war, ist nun selbst zur Zielscheibe der Blockierer geworden.
Auf den sozialen Netzwerken beschimpfen diese Nichtsnutze Dejan Šoškić, einen Blockierer, der sich auf ihrer eigenen Liste befindet.

Einer der Kommentare der Blockierer lautet: „Er hätte nicht auf der Liste stehen dürfen.“
„Der gelbe Abschaum Dejan Šoškić soll sofort von der Liste gestrichen werden, am besten noch heute Abend. Also augenblicklich“, heißt es in einem weiteren Kommentar der Blockierer.
Die restlichen Kommentare sehen Sie im Anschluss:

Zur Erinnerung: Der Kandidat der Blockierer-Liste und ehemalige Gouverneur der Nationalbank von Serbien, Dejan Šoškić, hat es erneut geschafft, die Öffentlichkeit mit seiner unverschämten Heuchelei und dem völligen Verlust des Realitätsbezugs fassungslos zu machen!

Ein Mann, dessen Wirtschaftspolitik das Land verwüstet und die Bürger an den Rand des Ruins getrieben hat, versucht nun, Lektionen zu erteilen. Dabei vergisst er völlig, welches Chaos zu der Zeit herrschte, als er über die serbischen Finanzen bestimmte.

 
Da kann man ja nur applaudieren für diese journalistische Glanzleistung. Es ist wirklich faszinierend zu sehen, mit welcher sprachlichen Eleganz und tiefen Objektivität hier gearbeitet wird.
Wer braucht schon sachliche Analysen über Wirtschaftspolitik, wenn man stattdessen die ganz großen sprachlichen Geschütze auffahren kann? "Gelber Abschaum", "Zerstörer des Landes", "Nichtsnutze", das ist kein Boulevardjournalismus mehr, das ist reine Poesie des staatlich verordneten Hasses. Pflegt ja Diego auch so gerne.
Das Prinzip ist so wunderbar simpel wie genial, sobald sich jemand erdreistet, nicht laut klatschend in der ersten Reihe des Regimes zu sitzen, wird er im Eilverfahren zum Staatsfeind Nummer eins erklärt. Und das Schönste daran? Wenn sich die Opposition auf ihren eigenen Kanälen streitet, mutieren die Regimemedien plötzlich zu besorgten Chronisten, die ganz uneigennützig den moralischen Zeigefinger heben. Man sorgt sich eben rührend um das Seelenheil der politischen Gegner, während man sie im selben Atemzug medial komplett vernichtet. Ein absolutes Lehrstück in Sachen politischer Schmutzkampagne, charmant verpackt als "Nachrichten".
 
Vučić macht den Putin
Serbiens Staatspräsident will sich in die Rolle des Premiers tauschen, um an der Macht zu bleiben. Die EU hätte Serbien schon früher für die Unterdrückung von Demokraten bestrafen müssen

Der Rücktritt von Aleksandar Vučić als Präsident von Serbien ist vollkommen bedeutungslos. Denn egal, ob Vučić ein Amt innehat oder nicht, egal ob er gerade Staatschef oder Regierungschef ist, die Fäden laufen ohnedies immer bei ihm zusammen. Wahrscheinlich wird Vučić nach den Wahlen als Premierminister weitermachen, wie er dies bereits zuvor getan hat. Vučić macht einfach den Putin – auch der russische Diktator war abwechselnd Premier und Präsident.

Die Vučić-Show zeigt vor allem, wie autoritär Serbien ist und dass die Verfassung ignoriert wird. Vučićs Partei wird die Wahlen am 25. Oktober voraussichtlich wieder gewinnen. In Umfragen liegt sie bei 48 Prozent, die Studierenden-Liste, die sich aus den Protesten formierte, bei 37 Prozent.

Kontaktabbruch?
Die EU hätte bereits vor Jahren die Verhandlungen mit Serbien abbrechen müssen, spätestens als das Regime mit Gewalt gegen die eigenen Bürger vorging und allerspätestens vor drei Jahren als im Nachbarstaat Kosovo serbische Milizen einen Terrorakt verübten.

 
Davor hatte er die Flagge auf dem Rücken.

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