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Nachrichten aus Serbien

Ach, wie herrlich unfehlbar die Glaskugel der treuen serbischen Regimemedien doch wieder funktioniert.
Wer im Fernsehen nicht sofort strammsteht und die exakt vorgekaute Antwort liefert, hat natürlich im Geheimen schon den Untergang des Landes beschlossen. Da wird aus dem ehrenwerten Verweis auf die eigene, antifaschistische Familiengeschichte messerscharf eine "klare“ Absicht konstruiert, Russland zu sanktionieren. Es ist wirklich eine investigative Meisterleistung, dem Zuschauer die eigene Paranoia als unumstößliche Tatsache zu verkaufen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Redaktion für dieses visionäre Gedankenlesen bald den nächsten staatlichen Journalismus-Orden verliehen bekommt.
Abgesehen davon, wenn Serbien in die EU möchte, wird es nicht anders gehen, als die Sanktionen gegen Russland mitzutragen
 
Dazu KI befragt:

Ja, die vollständige Anpassung an die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der Europäischen Union, einschließlich der Sanktionen gegen Russland, ist eine zwingende Bedingung für den EU-Beitritt. [1, 2]


Die formellen Regeln und die politische Debatte im Detail:
  • Vorgabe aus Brüssel: Die Europäische Kommission stellt regelmäßig klar, dass Beitrittskandidaten ihre Außenpolitik schrittweise zu 100 % mit der EU synchronisieren müssen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekräftigte dies explizit als Beitrittskriterium. Serbien wies im ersten Halbjahr 2026 eine Angleichungsquote von lediglich etwa 60 % auf. Dies ist einer der niedrigsten Werte unter den aktiven Verhandlungspartnern. [1, 2, 3, 4]
  • Haltung der pro-europäischen Opposition: Politiker der serbischen Opposition wie Dragan Đilas und Marinika Tepić von der Liste „Evropska Srbija“ betonen im aktuellen Wahlkampf im Oktober 2026, dass ein verlässlicher EU-Kurs die sofortige Einführung von Sanktionen gegen Russland erfordert. [1, 2]
  • Kurs der aktuellen Führung: Der frühere Präsident Aleksandar Vučić und die amtierende Regierung versuchen weiterhin, eine Balance zu halten. Sie erklären den EU-Beitritt zwar zum strategischen Ziel, weigern sich jedoch unter Verweis auf nationale Interessen und die Energieabhängigkeit, Sanktionen gegen Moskau mitzutragen. [1, 2]
  • Kosovo-Faktor: Nationalistische Kräfte wie Vladimir Gaji („Alternativa za Srbiju“) argumentieren zudem, dass Serbien die diplomatische Unterstützung Russlands im UN-Sicherheitsrat benötigt, um die Unabhängigkeit des Kosovo zu blockieren. Sanktionen gegen Russland würden diese Unterstützung gefährden. [1]

Dieser politische Spagat führt laut Berichten der Analysten vom ISAC Fund dazu, dass die Beitrittsverhandlungen Serbiens faktisch blockiert sind, solange keine außenpolitische Wende erfolgt. [1, 2]
 
B92: „Falscher Patriotismus“; Vertreter der „Studentenliste“ ohne Antwort zu Transparent „In Srebrenica gab es einen Genozid“

Der Vertreter der „Studentenliste“ (Studentska lista), Nemanja Karović, blieb ohne Antwort, als während einer Wahlkampfdebatte ein Transparent mit der Aufschrift „In Srebrenica gab es einen Genozid“ in Novi Pazar erwähnt wurde, berichten Medien.
„Haben Sie dieses Transparent gesehen? Das waren also Studenten, und die Studenten haben eine Reaktion der Studenten gefordert, weil sie ihre eigenen Kollegen wiedererkannt haben. Sie haben Studenten in Albanien, die mit ihnen in Kontakt stehen und Albanien destabilisieren. Es ist wichtig, dass die Studenten in der Republika Srpska das verstehen, denn diese Lügen, dieser falsche Patriotismus, das ist ein neues geopolitisches Produkt ausländischer Botschaften“, sagte die Vertreterin der Liste „Aleksandar Vučić – Vereinigte Serbien“, Marina Raguš. Karović blieb daraufhin eine Antwort schuldig.

 
Es ist wirklich rührend, wie besorgt die Regierungsvertreter um das psychische Wohl der Studenten in der Republika Srpska sind.
Da fordert eine Gruppe tatsächlich die Anerkennung von historischen und juristischen Fakten, und prompt wird das Ganze als "geopolitisches Produkt ausländischer Botschaften“ entlarvt, schließlich weiß jeder treue Patriot, dass wahre serbische Werte traditionell auf den Hauswänden mit riesigen Wandbildern des verurteilten Kriegsverbrechers Mladic gefeiert werden. Wie können es diese unverschämten Studenten auch wagen, ein Transparent mit der Aufschrift "In Srebrenica gab es einen Genozid“ hochzuhalten, wenn man im Land doch so friedlich und harmonisch an der kollektiven Amnesie arbeitet?
Aber keine Sorge, Marina Ragus hat die Verschwörung der bösen Ausländer sofort durchschaut und rettet den echten, unbefleckten Patriotismus. Wer braucht schon internationale Gerichtsurteile, wenn man stattdessen einfach wegschauen und die Augen vor der Realität verschließen kann?
 
Brnabić beschwert sich bei Metsola über europäische Wahlbeobachter in Serbien und erwähnt „Možemo“- und „HDZ“-Abgeordneteu>

Die Parlamentspräsidentin Serbiens, die gleichzeitig das Amt der Staatspräsidentin ausübt, Ana Brnabić, hat einen Protestbrief an die Chefin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, gerichtet. Darin ficht sie die Zusammensetzung der Wahlbeobachterdelegation des Europäischen Parlaments für die vorgezogenen Neuwahlen am 25. Oktober 2026 an, wie Medien am Dienstag berichteten.
Die Delegation des Europäischen Parlaments wird vom 22. bis 26. Oktober als Beobachtermission für die vorgezogenen Parlamentswahlen in Serbien weilen. Brnabić wirft den Europaabgeordneten in ihrem Schreiben politische Befangenheit vor.
Besonders greift sie den österreichischen Europaabgeordneten Andreas Schieder, den Leiter der Delegation, sowie weitere Mitglieder an. Darunter befinden sich auch die kroatischen EU-Abgeordneten Gordan Bosanac und Sunčana Glavak, wie die Agentur Tanjug nach Einsicht in den Brief berichtete.
Brnabić bezichtigt das Europäische Parlament, eine Delegation zusammengestellt zu haben, die durch ihr Handeln der oppositionellen Studentenliste (Studentska lista) nützen könnte. Diese gilt als Hauptkonkurrent der Liste der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS), die vom bisherigen serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić angeführt wird.
„Die Auswahl von Personen, die kontinuierlich äußerst negative Urteile über die Behörden in Serbien fällen und von denen einige öffentlich ihre Erwartung für deren Absetzung sowie Unterstützung für andere Wahlteilnehmer äußern, zeigt deutlich, dass sie mit bereits fertigen Schlussfolgerungen nach Serbien kommen“, betonte Brnabić.



 
Echt süß, mit welcher demokratischen Fürsorge Ana Kampflesbe kurz vor den Wahlen um die absolute Unparteilichkeit der europäischen Beobachter bangt. Auch unverschämt von den EU-Abgeordneten, die "studentische Energie“ im Land als ernsthafte Alternative zu bezeichnen, wo doch jeder weiß, dass ein echter serbischer Wahlkampf ausschließlich aus fliegenden Automobilen und der bedingungslosen Treue zum amtierenden Regime und dem Möchtegerngenozidler zu bestehen hat.
Dass Beobachter wie Schieder seit Jahren die "Ermordung der Demokratie“ und den Rückfall bei der Medienfreiheit kritisieren, kann ja ohnehin nur ein hinterhältiges Produkt ausländischer Botschaften sein. Am besten schickt man die Delegation am 25. Oktober direkt wieder nach Hause, schließlich hat die regierende SNS mit ihren bewährten Schlägertrupps und den treuen Wählerkontingenten aus dem Kosovo den gesamten Prozess ohnehin schon perfekt im Griff. Wer braucht schon unbefangene Blicke von außen, wenn das Wahlergebnis dank der präzisen staatlichen Glaskugel ohnehin schon so wunderbar feststeht?
 
Der bisherige serbische Präsident Aleksandar Vučić hat die Einschätzung geäußert, dass sich die Welt auf einen großen militärischen Konflikt zubewegt und dass ein Dritter Weltkrieg aufgrund der beschleunigten Aufrüstung der europäischen Länder unvermeidlich sei.
In einem Interview mit der russischen Journalistin Ksenija Sobtschak warnte er vor den weltweit steigenden Verteidigungsausgaben in ganz Europa, einschließlich der skandinavischen Länder, die gleichzeitig ihre militärischen Fähigkeiten stärken.
Als Beispiel nannte er den deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall, dessen Gewinn sich nach seinen Angaben aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach militärischer Ausrüstung versiebzehnfacht habe. „Ich bin weder dumm noch blind. Wenn Sie nicht sehen, wie Europa sich aufrüstet, dann ignorieren Sie das absichtlich. Aber warum rüsten sie auf? Mit welchem Ziel?“, fragte Vučić.

Tschechows Gewehr und die Anhäufung von Waffen

Vučić verglich die Situation mit der literarischen Regel aus den Dramen von Anton Tschechow, nach der ein Gewehr, das im ersten Akt auftaucht, am Ende auch abgefeuert werden muss. Er glaubt, dass dieselbe Logik auf Europa angewendet werden könnte, wo die Anhäufung von Waffen in einem bewaffneten Konflikt enden könnte.
Er führte aus, dass die europäischen Regierungen ihre Streitkräfte weiter stärken und die erhöhten Verteidigungsausgaben mit der Notwendigkeit erklären, sich vor Russland zu schützen.

Pessimismus trotz des Rufs nach Dialog

Der ehemalige Präsident äußerte sich pessimistisch über die internationale Sicherheitslage und stellte fest, dass die Vorbereitungen auf einen größeren Krieg immer offensichtlicher würden. „Ich wäre der glücklichste Mensch der Welt, wenn ich falsch läge, aber ich befürchte, dass dies nicht der Fall ist“, erklärte Vučić, wie serbische Medien berichten.


 
Wie beruhigend, dass der oberster geopolitischer Prophet Serbiens pünktlich zum Wahlkampfendspurt den Dritten Weltkrieg für unvermeidlich erklärt. Vermute mal, dass der Möchtegerngenozidler da selber Hand mit anlegen möchte. Während er den europäischen Nachbarn die böse Aufrüstung vorwirft, ist der rasante Ausbau des serbischen Militärbudgets natürlich ein reines Friedensprojekt, das man idealerweise mit Flaggen von Mladic, den Völkermörder und Schlächter von Bosnien, untermalt.
Da wird die literarische Weisheit von Tschechows Gewehr bemüht, um vom eigentlichen Drama abzulenken: dem drohenden Machtverlust durch die oppositionelle Studentenliste am kommenden Sonntag. Aber ein drohender globaler Weltuntergang ist eben das perfekte mediale Beruhigungsmittel, damit der brave serbische Bürger vor lauter Angst vergisst, nach den wahren Problemen im eigenen Land zu fragen.
 
Informer: „Sie nutzen Nazi-Methoden, um andere mundtot zu machen“. Brnabić liest den Zensoren von N1 die Leviten [VIDEO]

Die Vizepräsidentin des SNS-Hauptvorstands, Ana Brnabić, hat das Taifun-Medium N1 erneut demontiert. Nach der schandhaften Rechtfertigung und dem Versuch, ihre offene Zensur und das Verbot für den Listenträger von „Aleksandar Vučić – Vereinigtes Serbien“, Aleksandar Vučić, als angebliche „journalistische Autonomie“ darzustellen, erteilte Brnabić ihnen eine Lektion, die sie für den Rest ihres Lebens nicht vergessen werden.
Sie teilte einen Beitrag des Fernsehsenders N1 auf dem sozialen Netzwerk X und entblößte die gesamte finstere, faschistische und nazihafte Natur ihres Handelns bis auf die Knochen.
Brnabić nahm sich ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen die verlogenen Ausreden der Oppositionsjournalisten vor, die versuchen, den brutalen Gesetzesbruch und den Angriff auf Vučić zu rechtfertigen:
„Bei N1 heißt es, dass das Verbot für Aleksandar Vučić, die Liste ‚ALEKSANDAR VUČIĆ – VEREINIGTES SERBIEN‘ in diesem ‚Medium‘ vorzustellen, eine direkte Manifestation journalistischer Autonomie sei. Richtig. Eine Manifestation faschistischer journalistischer Autonomie!“, begann Ana Brnabić ihren bisher schärfsten Beitrag.
Sie fügte hinzu, dass eine solche falsche Autonomie ein offenes Trampeln auf den höchsten Rechtsakten unseres Landes sowie auf den journalistischen Standards selbst darstelle:
„Darüber hinaus eine Autonomie, die den Bruch der Verfassung und der Gesetze der Republik Serbien sowie des Kodex der Journalisten Serbiens bedeutet. Obwohl es nicht so ist, als ob Sie jemals irgendetwas davon respektiert hätten. Jetzt haben Sie nur das genaue Ausmaß Ihres Extremismus gezeigt!“, so Brnabić.
Im weiteren Verlauf des Beitrags legte Ana Brnabić die jahrelange, kranke psychologische Kampagne offen, die die Taifun-Medien gegen Vučić und seine Familie führen, und bewies, wie sehr sie vor den schicksalhaften Wahlen am 25. Oktober 2026 von Angst und Panik gelähmt sind:

 
Es ist wirklich eine absolute Tragödie von weltgeschichtlichem Ausmaß, dass man dem armen, vollkommen medien- und machtlosen Möchtegerngenozidler Aleksandar, der ja bekanntermaßen über überhaupt keine eigenen Fernsehsender, Boulevardblätter oder treuen Schlägertrupps verfügt, die wertvollen 24 Minuten Sendezeit verwehrt hat.
Da muss man als lupenreine Demokratin wie Ana Kampflesbe natürlich sofort die ganz große Rhetorik-Kiste auspacken und von "nazihaften Methoden des Mundtotmachens“ schwurbeln. Als wenn Kampflesbe Brnabic mit sich selber redet :mrgreen:
Schließlich ist es eine altbekannte Tatsache, dass das serbische Regime selbst für seine grenzenlose Toleranz gegenüber kritischen Journalisten berühmt ist und noch nie im Leben versucht hat, unliebsame Stimmen einzuschüchtern oder den Medienraum komplett gleichzuschalten. Wie erfrischend unschuldig und zutiefst besorgt sich die Staatsführung kurz vor dem Wahlsonntag gibt, während sie gleichzeitig jeden Opponenten als faschistischen Landesverräter brandmarkt. Wer braucht schon echte journalistische Unabhängigkeit, wenn man die eigene, tägliche Gehirnwäsche im Regierungsfernsehen so wunderbar als "Kampf für die Freiheit“ inszenieren kann?
 
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