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Nachrichten aus Serbien

Feierte Vučićs Sturz: „Es lebe das freie Serbien, Ratko Mladić ist ein Held und das Kosovo ist Serbien“
Menschen, die gestern Abend in Niš den Sieg der „Studentska lista“ bei den außerordentlichen Parlamentswahlen feierten, verherrlichten den verurteilten Kriegsverbrecher Ratko Mladić.
In den sozialen Netzwerken verbreitete sich ein Video, auf dem eine Reporterin des Fernsehsenders N1 die Anwesenden befragt, wie sie den Sturz von Aleksandar Vučić erlebt haben.

Was ist auf dem Video zu sehen?

Ein Mann nähert sich ihr und sagt: „Guten Tag. Guten Abend. Es lebe das freie Serbien, Ratko Mladić ist ein Held und das Kosovo ist Serbien.“
Der Mann geht danach weg, und die Reporterin sagt: „Hier, Sie haben auch diese Botschaft gehört.“
Später im Video ist zu hören, wie die Versammelten skandieren: „Ratko Mladić. Ratko Mladić.“

Mladić vor zwei Monaten gestorben

Mladić, der ehemalige Kommandeur der Armee der Republika Srpska, starb am 27. August in Den Haag im Alter von 84 Jahren während er eine lebenslange Haftstrafe wegen des Völkermords in Srebrenica, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen während des Krieges in Bosnien und Herzegowina verbüßte.
Er wurde am 7. September auf dem Topčider-Friedhof in Belgrad mit militärischen Ehren beigesetzt. An dem Begräbnis nahmen Angehörige der serbischen Armee, mehrere Minister der serbischen Regierung, Funktionäre der Republika Srpska sowie Aleksandar Vučićs Sohn Danilo teil.


Man kennt es doch: Wenn du willst dass ich für dich bin, gewinne bei den Wahlen. Die üblichen Mitläufer.
Seit gestern hört man auch alle Nas lang von - nun - ehemaligen Vucic-Anhängern: "Eigentlich war ich ja gar nicht für ihn", "Welche Wahl hatte ich denn", "Ich war gezwungen", "Da alle mitgemacht haben" (was in manchen Fällen vielleicht gar nicht mal unwahr ist).

Die Bedeutung des Sturzes dieses vor allem für die eigene Bevölkerung monströsen Regimes schmälert das nicht.
 
Informer: Bürger Serbiens, das erwartet uns mit den Blockierern! Sie haben dem Volk sofort mitgeteilt: Verzicht, Krise und Armut sind eure neue Realität (VIDEO)
Mitten in der Wahlnacht, während sich auf den Straßen Belgrads und in ganz Serbien Hooligan-Ausschreitungen, Angriffe auf Eigentum und Gewalt gegen Institutionen durch die Blockierer abspielten, waren in den Programmen der Tycoon-Medien wie N1 skandalöse und erstaunliche Aussagen zu hören, die die gesamte serbische Öffentlichkeit schockierten.
Sogenannte „Experten“ und Analysten aus sogenannten Nichtregierungsorganisationen sagen dem Volk nun offen, welche Hölle sie ihm bereiten.

Im Programm des Blockierer-Senders N1 waren von Zoran Gavrilović vom sogenannten Büro für soziale Ermittlungen (BIRODI) Worte zu hören, die die gesamte Politik der oppositionellen Machtzentren bloßstellten:
• „Die Bürger Serbiens müssen sich daran gewöhnen, dass sie einen niedrigeren Lebensstandard haben werden!“ – erklärte Zoran Gavrilović.
Diese skandalöse Aussage kommentierte auch der Analyst Vukša Dragović auf dem sozialen Netzwerk X:
„Diese Leute sitzen noch nicht einmal in den Sesseln, und die Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen erklären bereits, wie unser Lebensstandard sinken wird... Gestern tat es mir ein wenig leid, dass ihr dafür gestimmt habt, den Staat zu zerstören, aber wenigstens werde ich mich über euch lustig machen, während wir untergehen. Es beginnt Šoškićs Programm: niedrigere Gehälter, höhere Kreditraten! Prosit!“ – Vukša Dragović, 26. Oktober 2026.

Eine solche Aussage ist ein schockierendes Geständnis und der schriftliche Beweis dafür, dass die oppositionellen Ideologen und ihre sogenannten Experten bereits jetzt, kaum dass sie an die Mikrofone gelangt sind, eine drastische Verarmung der Bevölkerung, das Riemen-Engerschnallen, das Ende des Fortschritts und die Rückkehr Serbiens in die dunkle Ära der Krisen und der Not ankündigen.

Aus den Mündern ihrer Analysten rutschen also die wahren Absichten heraus – für sie sind der Lebensstandard der Bürger, höhere Gehälter und der wirtschaftliche Aufschwung Serbiens nur ein Hindernis bei der Umsetzung ihrer ausländischen Agenden.
Serbien hat durch dieses brutale Geständnis schwarz auf weiß gesehen, was uns diejenigen einbrocken, die das Steuer des Staates übernommen haben: Anstelle von Entwicklung, Aufbau und Fortschritt bieten sie uns ausschließlich Armut, Restriktionen und den Untergang.

 
Respekt an Informer für diese schauspielerische Meisterleistung. Die Tinte unter dem Wahlergebnis ist kaum trocken, und schon wird der totale wirtschaftliche Weltuntergang inklusive Riemen-Engerschnallen und ausländischen Agenden prophezeit.
Wer jahrelang ein Land mit billigster und primitivster Boulevard-Propaganda füttert, hält eine ehrliche wirtschaftliche Bestandsaufnahme eines unabhängigen Experten natürlich sofort für den sicheren Untergang des Abendlandes.
Es ist wirklich rührend, wie sich das abgewählte Regimesprachrohr plötzlich um die Geldbörsen der Bürger sorgt. Wenn ein Soziologe im Fernsehen nüchtern feststellt, was 14 Jahre wirtschaftliche Misswirtschaft hinterlassen haben, macht Informer daraus sofort "das Programm zur absichtlichen Verarmung". Hauptsache, man kann die Schuld für die eigene Niederlage schon heute auf die schieben, die noch nicht einmal im Amt sitzen.
Ein klassischer erbärmlicher Informer eben, Kaum verliert der Möchtegerngenozidler die Macht, wird aus einer realistischen Wirtschaftsanalyse eine "ausländische Hölle des Hungers" gebastelt. Da vermisst wohl jemand jetzt schon die Zeiten, in denen man Wahlerfolge noch auf Polymarket mit Millionensummen fälschen wollte, anstatt sich den realen Fakten zu stellen.
 
Wahl in Serbien "Horrorszenario" für Putin: Politologe Florian Bieber in der "ZiB 2"
Experte über Serbiens Gegenmodell zum starken Mann und wie es in Belgrad jetzt weitergehen könnte

Die ZiB 2-Meldung Montagabend zu Serbien begann ein wenig holprig, der aktuelle Beitrag aus Serbien sei "nicht durch die Leitung durch gekommen, klärt Armin Wolf auf, gezeigt wurden zuvor jene Minuten über den Sieg der Studentenbewegung, die auch schon Zuseher und Zuseherinnen in der ZiB 1 verfolgen konnten.

Das tut aber der Aufbruchsstimmung, die auch im Interview mit Politologen Florian Bieber spürbar war, keinen Abbruch. Wie sehr hat ihn dieser Erdrutschsieg überrascht? Und auch dass Aleksandar Vučić seine Niederlage gleich eingestanden hat? "Damit hat niemand in Serbien gerechnet", sagt Bieber. Vor allem nicht, dass es so deutlich werde. Das Ergebnis sei zu klar, ein Versuch von Vučić, dieses Wahlergebnis zu kippen wäre inakzeptabel.

Anders als in Ungarn hatte die Opposition in Serbien keine Galionsfigur. Ob er einen solchen Regimewechsel schon einmal gesehen habe, will Wolf wissen. Bieber spricht hier von etwas Einmaligem. "Das wird wirklich noch weltweit für Furore oder möglicherweise auch als Vorbild dienen", sagt Bieber. Und meint damit, dass eine Bürgerbewegung, getragen von Studierenden, innerhalb von zwei Jahren eine politische Bewegung wurde, die mit über 50 Prozent einen Autokraten stürzt.

Er beschreibt dieses "Gegenmodell" zum starken Mann und die basisdemokratische Liste. "Es ist wirklich ein Produkt einer großen Zahl von Studierenden, die dann mit tausenden Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt waren". Der Ansatz in Serbien sei ein ganz anderes Modell als etwa in Ungarn, wo das System mit einer neuen Person ersetzt worden sei.

Mit Widerstand ist zu rechnen
Wie konnte das überhaupt passieren? Das fragt sich wohl nicht nur Armin Wolf. Vučić hat Serbien ja zwölf Jahre lang beherrscht, Medien und Staatsapparat kontrolliert. Bieber spricht von der Massenmobilisierung, das Ausmaß sei nicht absehbar gewesen. "Viele glaubten, dass die Proteste sich abgenützt hätten".

 
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