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Nachrichten aus Serbien

Oh, wie herrlich pragmatisch von Moskau. Da fabuliert die abgesetzte Vucic-Riege wochenlang von der unerschütterlichen, ewigen russisch-serbischen Bruderschaft, aber sobald die neuen Wahlsieger anklopfen, mutiert der Kreml plötzlich zum bürokratischen Musterknaben und aus ist es mit dem Brotherhood. Reicht erst mal die passenden Passierscheine in dreifacher Ausführung ein, wenn und falls eure Regierung steht vorher gibt es keinen Cent Gas-Rabatt. Ein wirklich rührender Beweis dafür, dass die ewige Freundschaft im Kreml exakt so lange hält, wie der treue Statthalter im Amt ist. Willkommen in der realpolitischen Realität, liebe Studentenliste und jene die der Meinung sind, Putin wäre ein Freund des serbischen Volkes.
 
Aber alo: Vučić sendet starke Botschaft aus Sremska Mitrovica: „Keine Kapitulation, kein Rückzug! Wir werden sie wieder besiegen“ – große Änderungen in der SNS angekündigt

Oppositionsführer Aleksandar Vučić sprach bei einem Arbeitstreffen in Sremska Mitrovica vor Vertretern der Stadt- und Gemeindeausschüsse der SNS aus der Vojvodina.Er sprach über die politische Lage nach den Wahlen, kritisierte die Maßnahmen der neuen Behörden, kündigte eine Verjüngung der Partei sowie die Wahl von 500 neuen Mitgliedern des Hauptausschusses auf einer außerordentlichen Versammlung am 13. Dezember an.
In Sremska Mitrovica fand ein Arbeitstreffen der Ausschüsse der Serbischen Progressiven Partei (SNS) aus der Vojvodina statt, bei dem der SNS-Vorsitzende Miloš Vučević und Oppositionsführer Aleksandar Vučić zu den Anwesenden sprachen. Vučić thematisierte das künftige Wirken der SNS in der Opposition, die Wirtschaftspläne der neuen Machthaber, die Lage der Medien und den Druck auf Parteimitglieder. Er kündigte personelle Veränderungen sowie eine Intensivierung der Arbeit lokaler Ausschüsse mit den Worten an, dass die SNS den politischen Kampf nicht aufgeben werde.

„Als ich die Wahlergebnisse sah, sagte ich mir, dass Gott diesen Weg gewählt hat“

Oppositionsführer Aleksandar Vučić erklärte, dass ihm das Wahlergebnis schwergefallen sei, er jedoch entschlossen sei, den politischen Kampf fortzusetzen.
„Am Abend des 25. [Oktober], als ich die Ergebnisse sah – und wissend, was wir alles getan und aufgebaut haben, wie sehr wir die Gehälter und Pensionen erhöht und das Gesicht Serbiens verändert haben –, sagte ich mir: Vielleicht denkst du, es ist eine Ungerechtigkeit, aber Gott hat diesen Weg gewählt“, so Vučić. Ihm sei es in diesem Moment am wichtigsten gewesen, dass die politischen Gegner nicht sehen, wie schwer es für ihn sei, sondern dass sie nur sein Lächeln wahrnehmen.
„Das Einzige, was sie spüren können, ist meine Entschlossenheit und mein Mut, bis zum letzten Atemzug gegen diejenigen zu kämpfen, die unseren Staat zerstört haben“, fügte er hinzu.

 
Hut ab vor diesem weltmeisterlichen Drama. Aleksandar Möchtegerngenozidler liefert hier wirklich eine kabarettreife Meisterleistung ab, bei der selbst professionelle Drehbuchautoren blass vor Neid werden. Da mutiert die serbische Politik im Jahr 2026 plötzlich zu einem epischen Mix aus der biblischen Passion Christi, dem Langen Marsch der chinesischen Volksarmee und, man höre und staune, dem brutalen Regime von Pol Pot in Kambodscha. :facepalm:
Es ist wirklich rührend und schmerzlich zugleich, erst hat der Allmächtige höchstpersönlich die Wahlniederlage als göttliche Prüfung inszeniert, damit der Oppositionsführer unter Tränen sein tapferes Lächeln für die Kameras aufrechterhalten kann. Und während draußen anscheinend die totale Endzeitstimmung herrscht, inklusive leerer Kneipen, Generalstreiks durch Zwiebelschneiden im Finanzministerium und der furchterregenden Einführung einer 28-Stunden-Woche, plant der Chef-Märtyrer im Keller schon den nächsten unaufhaltsamen Gegenschlag via WhatsApp-Gruppe. Wer braucht schon eine normale politische Debatte, wenn man stattdessen ein tägliches, tränenreiches Heldenepos inklusive eigenem "Weißbuch des Terrors" serviert bekommen kann? Vorhang auf für die größte politische Schmierentragödie des Balkans.
 
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