Das US-Europakommando bestätigte die Festsetzung des russischen Öltankers „Marinera“ im Atlantik, und gab bekannt, dass die US-Behörden den russischen Öltanker wegen Verstoßes gegen US-Sanktionen festgesetzt haben.
„Das Schiff wurde im Nordatlantik aufgrund eines Haftbefehls eines US-Bundesgerichts festgesetzt“, hieß es in einer Erklärung des Kommandos.
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Die Festsetzung des Schiffes könnte als Angriff auf Territorium des Staates interpretiert und als Kriegsvorwand dienen. Wie wird Russland reagieren? Wir werden es bald sehen
US-Armee: Russischer Tanker „beschlagnahmt“
Das US-Militär hat bestätit, dass es einen russischen Ölanker bei einem Einsatz im Nordatlantik „beschlagnahmt“ hat.
Der Tanker sei zuvor einer Teilblockade rund um Venezuela entkommen, berichteten die US-Sender Fox News und CNN. Wenige Stunden zuvor hatten Medien berichtet, dass Russland ein U-Boot in Richtung Atlantik geschickt habe, um den leeren Tanker zu begleiten, den die US-Armee seit Wochen beschlagnahmen will.
Zuvor hatten Reuters und CNN von einer laufenden Operation gegen den von den USA als Teil einer „Schattenflotte“ gelisteten Tanker berichtet. Nach Angaben des russischen Staatssenders RT versuchten US-Kräfte, von einem Hubschrauber aus an Bord des Tankers „Marinera“ zu gelangen. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht.
Von US-Küstenwache verfolgt
In der Nähe des Einsatzortes befänden sich ein U-Boot und ein Kriegsschiff Russlands, so Reuters mit Verweis auf zwei namentlich nicht genannte US-Vertreter. Der mit Venezuela in Verbindung stehende Tanker werde von der US-Küstenwache und dem US-Militär verfolgt.
Der Tanker, der ursprünglich den Namen „Bella-1“ trug, habe davor eine US-Seeblockade für sanktionierte Tanker durchbrochen. Zudem habe er sich den Versuchen der US-Küstenwache widersetzt, an Bord zu gehen, und sei seitdem unter russischer Flagge registriert.
orf.at