Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Nigeria-News

Mehr als 300 entführte Menschen in Nigeria befreit
In Nigeria sind Regierungsangaben zufolge mehr als 300 entführte Menschen aus der Gewalt krimineller Gruppen befreit worden. „Präsident Bola Ahmed Tinubu begrüßt nachdrücklich die erfolgreiche Befreiung von 308 nigerianischen Staatsbürgern, die bei verschiedenen Angriffen in den Bundesstaaten Niger und Kwara entführt worden waren“, erklärte Präsidentensprecher Bayo Onanuga gestern.

Unter den Freigelassenen sind den Angaben zufolge 163 Menschen, die im Februar von mutmaßlichen Dschihadisten aus dem Dorf Woro im Bundesstaat Kwara nahe der Grenze zu Benin entführt worden waren. Bei dem Angriff waren zudem mehr als 150 Menschen getötet worden.

Die Opfer wurden demnach aus einem im Wald des Kainji-Nationalparks gerettet. Neben den 163 Menschen aus Kwara seien 145 Menschen aus dem Bundesstaat Niger befreit worden. Die weitläufigen, oft nur spärlich überwachten Wälder und Schutzgebiete Nigerias dienen kriminellen Gruppen als Versteck.

„Größte Befreiungsaktion“
Es handle sich um „die größte Rettungsaktion, die jemals an einem einzigen Tag durchgeführt wurde“, sagte Onanuga. An dem Einsatz seien das Nationale Zentrum zur Terrorismusbekämpfung, das Militär, der Geheimdienst und die Polizei beteiligt gewesen.

 
Dschihadistischer Angriff vermutet: Tote in Nigeria
Bei einem mutmaßlich dschihadistischen Angriff während der islamischen Freitagsgebete sind in der vergangenen Woche im Nordwesten Nigerias nach Angaben örtlicher Vertreter etwa 30 Menschen getötet worden.

Die Angreifer seien mit „hochentwickelten Waffen“ ausgerüstet gewesen, sagte der Sekretär des Regierungsrats von Kebbe, Shamsuddeen Mai Akwai, gestern der Nachrichtenagentur AFP. Sie griffen demzufolge das Dorf Ungushi im Bundesstaat Sokoto an, „während die Gläubigen gerade beteten“.

Die Angreifer waren Mai Akwai zufolge mutmaßliche Dschihadisten der Gruppe Lakurawa, die von einigen Forschern mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat Provinz Sahel in Verbindung gebracht wird. Diese ist hauptsächlich in Mali und im Nachbarland Niger aktiv.

 
Raffinerie in Nigeria
Startschuss zu Afrikas größtem Börsengang
In Nigeria ist am Montag der Startschuss zum bisher größten Börsengang Afrikas gefallen. Der reichste Mann des Kontinents, Aliko Dangote, bringt die Raffineriesparte seines Firmenimperiums an die NGX in Lagos. Das Unternehmen soll zu einem der größten im weltweiten Geschäft mit Treibstoffen werden. Diese sind aktuell wegen des Krieges im Nahen Osten knapp und teuer. Exporte aus Afrika dürften in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen.

Mit dem Erlös des Börsengangs wolle der 69-jährige Dangote die Produktionskapazität seiner Petroleum Refinery & Petrochemicals FZE bis 2029 verdoppeln, hatte es im Vorfeld des Börsengangs geheißen. Nigeria ist der größte Rohölproduzent Afrikas, musste aber lange Zeit selbst Treibstoffe importieren, weil Raffineriekapazitäten fehlten.

Mittlerweile ist das westafrikanische Land Nettoexporteur, wobei den Inlandsbedarf großteils Dangote deckt. Nigeria exportiert mittlerweile etwa Kerosin nach Europa und in die USA. Die Nachfrage ist wegen des Krieges gegen den Iran entsprechend hoch. Laut einem Bericht des Business Insider Africa vom Mai war Dangote im April der größte Exporteur von Kerosin weltweit.

Bewertung dürfte auf über 40 Milliarden Euro steigen
Die Börsenaufsicht Nigeria Securities and Exchange Commission (SEC) gab am Freitag vor einer Woche grünes Licht für den Börsengang. Bisher befinden sich die Anteile an der Raffinerie in den Händen der Dangote Group. Nach Zeichnung der neuen Aktien könnte das Unternehmen umgerechnet 47 Milliarden Dollar (knapp 41 Milliarden Euro) wert sein.

 
Proteste in Nigeria nach Tod von 37 inhaftierten Goldgräbern
In Nigeria sind Polizisten gewaltsam gegen Demonstrierende vorgegangen, die nach dem Tod von 37 Goldgräbern im Gewahrsam einer paramilitärischen Einheit auf die Straße gegangen waren.

Wie gestern auf einem Video zu sehen war, eröffneten die Sicherheitskräfte das Feuer, um die Menschen auseinanderzutreiben – ob mit scharfer Munition oder mit Gummigeschoßen, war zunächst unklar.

Wütende Jugendliche hätten ein Gebäude der Verkehrsbehörde in Minna attackiert und Busse demoliert, berichtete ein Einwohner der Stadt Minna im Zentrum des Landes. Die Demonstrierenden errichteten zudem Barrikaden auf einer Hauptstraße.

„Die Stimmung in der Stadt ist sehr angespannt“, sagte der Einwohner. Aus Angst vor gewaltsamen Zusammenstößen hätten Eltern ihre Kinder vorzeitig aus der Schule geholt, sagte ein anderer Einwohner.

„Dicht gedrängt zusammengepfercht“
Überlebende berichteten, die Goldgräber seien in ihren Zellen erstickt. „Wir waren dicht gedrängt in der Zelle zusammengepfercht. Es gab keine Belüftung, sodass wir nicht richtig atmen konnten.“

 
Zurück
Oben