Prishtina überlegt "Sonderstatus" für Serben
12. August 2011 14:01
Führender Politiker sieht internationale Unterstützung für neuen Status des von Serben bewohnten Nordkosovo
Prishtina/Belgrad - Ein führender Politiker der Regierungspartei im Kosovo hat sich für einen "Sonderstatus" für den mehrheitlich von Serben bewohnten Norden des Kosovo ausgesprochen. Eine solche Lösung, die weder eine Autonomie für den Norden noch eine Teilung des Landes bedeute, werde auch von Vertretern der internationalen Staatengemeinschaft überlegt, sagte der Parlaments-Vizepräsident Xhavit Haliti der Zeitung "Koha Ditore" am Freitag. Der Politiker gilt als graue Eminenz der "Demokratischen Partei" von Premier Hashim Thaci.
Die im Nordkosovo lebenden Serben - zwischen 40.000 und 60.000 Menschen - lehnen die Autorität der kosovarischen Regierung in Prishtina (Pristina) ab und betrachten den Kosovo als Bestandteil Serbiens. Der Kosovo hatte im Februar 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien ausgerufen und wurde von mehr als 70 Staaten anerkannt, darunter den USA und den meisten EU-Staaten. Belgrad schließt die Anerkennung des Kosovo aus
Aufgabe versus EU-Verhandlungen
Serbische Medien spekulieren nun, dass die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bei ihrem ersten Besuch in Belgrad am 22. und 23. August von serbischen Gesprächspartnern fordern wird, ihren Einfluss im Nordkosovo aufzugeben. Belgrad könne im Gegenzug mit dem Termin für die Aufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen rechnen, spekulierten zuletzt serbische Medien.
Derzeit scheint im Falle Serbiens lediglich sicher zu sein, dass das Land den Status eines EU-Beitrittskandidaten bis zum Jahresende zugesprochen wird. Dass der Termin für die Aufnahme von Beitrittsgesprächen ungewiss ist, bestätigte am Freitag auch der serbische Arbeitsminister Rasim Ljajic, der in den vergangenen zehn Jahren die Fahndung nach flüchtigen Kriegsverbrechern betrieben hatte. Der letzte Flüchtige, Goran Hadzic, war Ende Juli an das UNO-Tribunal in Den Haag überstellt worden, an das bereits im Mai der Ex-General Ratko Mladic ausgeliefert worden war.
Die Europäische Union erwarte konkrete Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen Belgrad und Prishtina, sagte Ljajic der Tageszeitung "Vecernje novosti" am Freitag. Belgrad sei bemüht, einen Beitrittstermin zu erhalten, doch die Initiative dafür liege nicht bei Serbien, meinte Ljajic. Die Kosovo-Frage wird laut dem Minister nun zur wichtigsten Bedingung im EU-Annäherungsprozess Serbiens. "Es gilt, den Bürgern dies auch offen zu sagen", so der Minister.
Serbien und der Kosovo werden am 5. September in Brüssel ihre Gespräch fortsetzen. Die Verhandlungen sollen auch zu einer Lösung beim Streit über die Kontrolle der gemeinsamen Grenzübergänge führen. Die Grenze, die bisher von serbischen Sicherheitskräften und kosovarischen Serben kontrolliert worden war, wurde zuletzt zu einem Schauplatz von Auseinandersetzungen und steht nun auf kosovarischer Seite unter Kontrolle der internationalen Schutztruppe KFOR. (APA)
Prishtina überlegt "Sonderstatus" für Serben - Kosovo - derStandard.at
Ich war fuer 2 Tage im Kosovo und bin auser in Gnjilane uebverall rumgekommen. Der Norden ist fuer Pristina verloren.... so wie die Albaner Belgrad nicht anerkennen so erkennen die Serben im Norden Pristina nicht an, da kann Thaci noch so sehr mit Sonderstatus ankommen. Eine heikle Situation. Serben die nicht in die EU wollen kommt diese Situation gelegen denn falls sie die Anerkennung fordern werden wird Serbien kein EU Mitglied da Belgrad KS nie anerkennen wird, fuer KS sieht es aehnlich aus. Belgrad wie Pristina werden wohlmoeglich nie EU Mitglied sofern Serbien mit der Anerkennung erpresst wird.
12. August 2011 14:01
Führender Politiker sieht internationale Unterstützung für neuen Status des von Serben bewohnten Nordkosovo
Prishtina/Belgrad - Ein führender Politiker der Regierungspartei im Kosovo hat sich für einen "Sonderstatus" für den mehrheitlich von Serben bewohnten Norden des Kosovo ausgesprochen. Eine solche Lösung, die weder eine Autonomie für den Norden noch eine Teilung des Landes bedeute, werde auch von Vertretern der internationalen Staatengemeinschaft überlegt, sagte der Parlaments-Vizepräsident Xhavit Haliti der Zeitung "Koha Ditore" am Freitag. Der Politiker gilt als graue Eminenz der "Demokratischen Partei" von Premier Hashim Thaci.
Die im Nordkosovo lebenden Serben - zwischen 40.000 und 60.000 Menschen - lehnen die Autorität der kosovarischen Regierung in Prishtina (Pristina) ab und betrachten den Kosovo als Bestandteil Serbiens. Der Kosovo hatte im Februar 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien ausgerufen und wurde von mehr als 70 Staaten anerkannt, darunter den USA und den meisten EU-Staaten. Belgrad schließt die Anerkennung des Kosovo aus
Aufgabe versus EU-Verhandlungen
Serbische Medien spekulieren nun, dass die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bei ihrem ersten Besuch in Belgrad am 22. und 23. August von serbischen Gesprächspartnern fordern wird, ihren Einfluss im Nordkosovo aufzugeben. Belgrad könne im Gegenzug mit dem Termin für die Aufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen rechnen, spekulierten zuletzt serbische Medien.
Derzeit scheint im Falle Serbiens lediglich sicher zu sein, dass das Land den Status eines EU-Beitrittskandidaten bis zum Jahresende zugesprochen wird. Dass der Termin für die Aufnahme von Beitrittsgesprächen ungewiss ist, bestätigte am Freitag auch der serbische Arbeitsminister Rasim Ljajic, der in den vergangenen zehn Jahren die Fahndung nach flüchtigen Kriegsverbrechern betrieben hatte. Der letzte Flüchtige, Goran Hadzic, war Ende Juli an das UNO-Tribunal in Den Haag überstellt worden, an das bereits im Mai der Ex-General Ratko Mladic ausgeliefert worden war.
Die Europäische Union erwarte konkrete Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen Belgrad und Prishtina, sagte Ljajic der Tageszeitung "Vecernje novosti" am Freitag. Belgrad sei bemüht, einen Beitrittstermin zu erhalten, doch die Initiative dafür liege nicht bei Serbien, meinte Ljajic. Die Kosovo-Frage wird laut dem Minister nun zur wichtigsten Bedingung im EU-Annäherungsprozess Serbiens. "Es gilt, den Bürgern dies auch offen zu sagen", so der Minister.
Serbien und der Kosovo werden am 5. September in Brüssel ihre Gespräch fortsetzen. Die Verhandlungen sollen auch zu einer Lösung beim Streit über die Kontrolle der gemeinsamen Grenzübergänge führen. Die Grenze, die bisher von serbischen Sicherheitskräften und kosovarischen Serben kontrolliert worden war, wurde zuletzt zu einem Schauplatz von Auseinandersetzungen und steht nun auf kosovarischer Seite unter Kontrolle der internationalen Schutztruppe KFOR. (APA)
Prishtina überlegt "Sonderstatus" für Serben - Kosovo - derStandard.at
Ich war fuer 2 Tage im Kosovo und bin auser in Gnjilane uebverall rumgekommen. Der Norden ist fuer Pristina verloren.... so wie die Albaner Belgrad nicht anerkennen so erkennen die Serben im Norden Pristina nicht an, da kann Thaci noch so sehr mit Sonderstatus ankommen. Eine heikle Situation. Serben die nicht in die EU wollen kommt diese Situation gelegen denn falls sie die Anerkennung fordern werden wird Serbien kein EU Mitglied da Belgrad KS nie anerkennen wird, fuer KS sieht es aehnlich aus. Belgrad wie Pristina werden wohlmoeglich nie EU Mitglied sofern Serbien mit der Anerkennung erpresst wird.
Aber das ist es inoffiziell eh schon^^