Langer, aber guter Artikel:
Quotensystem: Wird Südafrikas Rugby durch die Politik ruiniert?
Der zweifache Weltmeister schwächelt, viele machen die Förderung schwarzer Spieler verantwortlich. Der Teamchef kommt unter Druck
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Es herrscht Katastrophenstimmung in Südafrikas Rugby-Community – und weit darüber hinaus. Frust und Ärger bilden die emotionale Grundierung einer konfrontativen Gesamtlage. Ein Spiel nach dem anderen verliert die Nationalmannschaft, die berühmten Springboks – so genannt wegen des Wappentiers, einer Antilopengattung aus der Gruppe der Gazellenartigen. Auguren weissagen den unaufhaltsamen Abstieg des zweifachen Weltmeisters in die relative Bedeutungslosigkeit. Viele wollen die Ursache für das Schlamassel ausgemacht haben: eine Art Quotensystem, das den Anteil schwarzer Spieler im Team anheben soll.
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Im kürzlich abgeschlossenen Rugby Championship, der jährlich von den Topteams der Südhemisphäre (neben Südafrika und Neuseeland nehmen Australien und Argentinien teil) ausgespielten Meisterschaft, ging die Malaise ungebrochen weiter.
Die Boks verloren vier von sechs Matches, zwei weitere Negativa historischer Dimension waren zu verzeichnen. Die Boks verloren erstmals in Argentinien (24:26)
und kassierten mit einem 15:57 gegen Neuseeland die höchste Heimniederlage aller Zeiten. Der Gesamtscore aus den beiden Vergleichen mit den All Blacks summierte sich auf 28:98. Der zwischenzeitliche Rückfall in der Weltrangliste auf den vierten Platz wird als unbegreifliche Blamage wahrgenommen. WM-Bronze, vor ziemlich genau einem Jahr als eigentlich unwürdiger Trostpreis angesehen, würde heute mit Handkuss entgegengenommen.
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Hier das historische 57:15 gegen die All Blacks: