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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

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75.000 getötete Palästinenser: Deutlich mehr Opfer im Gazastreifen laut neuer Studie
Die Zahl von 49.000 Toten in den ersten 15 Monaten musste laut einer Studie der Fachzeitschrift "The Lancet Global Health" deutlich nach oben korrigiert werden

Gaza – Laut einer Studie der Fachzeitschrift "The Lancet Global Health" sind in den ersten 15 Monaten des israelischen Militäreinsatzes im Gazastreifen mehr als 75.000 Palästinenser getötet worden. Die Zahl liegt damit deutlich über den rund 49.000 Todesfällen, die von den örtlichen Gesundheitsbehörden für diesen Zeitraum gemeldet wurden.

Frauen, Kinder und Ältere
"Die gesammelten Daten legen nahe, dass bis zum 5. Jänner 2025 drei bis vier Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens gewaltsam getötet wurden und es eine beträchtliche Zahl nicht gewaltsamer Todesfälle gab, die indirekt durch den Konflikt verursacht wurden", schrieben die Autoren der am Mittwoch veröffentlichten Studie. Laut der von Fachleuten geprüften Untersuchung machten Frauen, Kinder und ältere Menschen etwa 56,2 Prozent der gewaltsamen Todesfälle aus.

 
Bericht: Tote bei Israel-Angriff auf Hisbollah-Ziele im Libanon
Bei israelischen Luftangriffen im Osten des Libanon sind einem libanesischen Bericht zufolge sechs Menschen getötet und 25 weitere verletzt worden. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete gestern insgesamt sechs Luftangriffe auf Gebäude, unter anderem nahe der Stadt Baalbek. Später war von zehn Toten und rund 50 Verletzten die Rede.

Israels Armee bestätigte Angriffe in der Gegend und erklärte, Ziel seien Kommandozentralen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz gewesen. Unter den Getöteten ist ein hochrangiger Hisbollah-Kommandeur, wie es aus Sicherheitskreisen im Libanon hieß. Zur Identität der anderen Opfer war noch nichts bekannt.

Israel: Verstoß gegen Vereinbarung
Laut Israels Militär nutzt die Miliz die getroffenen Kommandozentralen, um dort Anschläge auch gegen den Staat Israel zu planen. Sie verstoße damit gegen die Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und dem Libanon.

 
Es gibt ja schon Reaktionen auf den Unsinn den der US-Botschafter von sich gibt.
US-Botschafter sieht biblisches Recht für Israel auf weite Teile des Nahen Ostens
"Es wäre in Ordnung, wenn sie alles nähmen", sagte der US-Botschafter in Israel. Nach heftiger Kritik ruderte er zurück

Jerusalem – Arabische und muslimische Staaten haben empört auf Aussagen des US-Botschafters in Israel, Mike Huckabee, reagiert, wonach der jüdische Staat ein biblisches Recht auf weite Teile des Nahen Ostens habe. In einem Interview hatte ihn der rechte Online-Kommentator Tucker Carlson gefragt, ob Israel gemäß wörtlicher Auslegung der Bibel das Recht habe, große Teile des heutigen Nahen Ostens zu beanspruchen. Huckabee antwortete: "Es wäre in Ordnung, wenn sie alles nähmen."

Kurz darauf ruderte er zurück und sagte, Carlsons Frage sei irrelevant, da Israel keine solchen Absichten habe. Israel habe das Recht, in dem Land zu leben, das es derzeit besitze, sagte er.

Breite Kritik
In einer vom saudischen Außenministerium auf der Plattform X veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme verurteilten die Außenministerien mehrerer arabischer und muslimischer Staaten zusammen mit der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), der Arabischen Liga und dem Golf-Kooperationsrat die Äußerungen des US-Botschafters "auf das Schärfste". Sie äußerten ihre "tiefe Besorgnis" darüber.

Huckabees "gefährliche und hetzerische Äußerungen" stellten einen "eklatanten Verstoß" gegen die Grundsätze des Völkerrechts und die Charta der Vereinten Nationen dar. Der Erklärung schlossen sich neben Saudi-Arabien auch Ägypten, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesien, Pakistan, Katar, die Türkei, Kuwait, Bahrain, der Oman, der Libanon sowie Syrien und Palästina an.

 
18 Staaten verurteilen „De-facto-Annexion“ des Westjordanlands
18 Staaten, darunter Frankreich und Spanien, haben Israel vorgeworfen, mit einer Reihe von Maßnahmen eine schleichende Annexion des Westjordanlands zu betreiben.

Das Vorgehen der israelischen Regierung sei „Teil einer klaren Strategie, die darauf abzielt, dort die Realität zu verändern und eine inakzeptable De-facto-Annexion voranzutreiben“, heißt es in einer gestern veröffentlichten gemeinsamen Erklärung, die unter anderem von Frankreich, Spanien, Ägypten, Brasilien, Saudi-Arabien und der Türkei unterzeichnet wurde.

Dekret über „Staatseigentum“
„Solche Maßnahmen sind ein bewusster und direkter Angriff auf die Realisierbarkeit eines palästinensischen Staates und die Umsetzung der Zweistaatenlösung“, heißt es in der Erklärung weiter.

Die israelische Regierung hatte zuletzt mehrere Maßnahmen beschlossen, um die Kontrolle über das Westjordanland auszuweiten. Vergangene Woche billigte das Kabinett ein Verfahren zum Registrieren von Boden im Westjordanland als „Staatseigentum“.

Umstrittener Siedlungsbau
Die neuen Siedlungspläne wurden international scharf kritisiert. So erklärten 85 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (UNO) vergangene Woche, das Vorgehen Israels widerspreche dem Völkerrecht und müsse „unverzüglich rückgängig gemacht werden“. Die UNO-Spitzenvertreterin Rosemary DiCarlo bezeichnete das Vorgehen als „schrittweise De-facto-Annexion des Westjordanlands“.

 
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