UNO-Chefanklägerin sieht wachsenden Druck auf Repulika Srpska
Sarajevo - Die Chefanklägerin des UNO-Tribunals, Carla Del Ponte, fordert von Bosnien-Herzegowina vermehrte Anstrengungen zur Festnahme des früheren Präsidenten der bosnischen Republika Srpska, Radovan Karadzic. "Ich glaube nicht, dass er sich nicht in Bosnien-Herzegowina aufhält", erklärte Del Ponte gegenüber dem Vorsitzenden des bosnischen Staatspräsidium, Sulejman Tihic.
Tihic erklärte laut Medienberichten vom Sonntag, Del Ponte habe bei einem Gespräch in Den Haag festgestellt, dass politische Statements bezüglich einer vollen Kooperation nicht ausreichend seien. Nachdem der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica die baldige Festnahme von Ratko Mladic, dem ehemaligen Militärchef der bosnischen Serben, bis Ende April versprochen habe, komme auch Bosnien-Herzegowina und die Republika Srpska unter Druck.
Wie Tihic gegenüber der in Sarajevo erscheinenden Tageszeitung "Dnevni Avaz" sagte, könnte auch die Suspendierung der Verhandlungen des Stabilisierung- und Assoziierungsabkommen in den Raum gestellt werden.
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Karadzic muss schnellstens überführt werden.