Schiptar schrieb:
Na ja, zu wieviel Prozent wich die Grenzziehung zwischen Serbien und Kosovo unter jugoslaw. Kontrolle denn genau ab von der serbisch-osmanischen Grenze bis zur Eroberung Kosovos durch Serbien? Ist jedenfalls kein entscheidendes Argument, zumal Kosovo auch so immer noch einen großen zeitlichen und rechtlichen Vorsprung gegenüber der RS hätte.
Außerdem hat während des 2. Weltkriegs so ziemlich jede Ethnie innerhalb der jugoslaw. Grenzen von 1941 Scheiße gebaut, da machen die Albaner halt genau so wenig eine Ausnahme wie die Serben.
Die Grenzen sind in diesem Fall zweitrangig, es geht darum, dass es zu diesem Punkt kein Gebiet Namens Kosovo gegeben hat. Es gab das Amselfeld (serb. KOSOVO Polje), welches vor der Besetzung durch die Osmanen zu SERBIEN gehörte und logischerweise nach 500 Jahren der osman. Besetzung von Serbien BEFREIT und nicht besetzt wurde! Bezüglich des Zweiten Weltkrieges lass ich mich bestimmt nicht auf dein Niveau herunter, es ist falsch, dass alle Völker auf dem Gebiet Jugoslawiens gleich viel Scheiße gebaut haben. Die Slowenen, Serben und Makedonier kämpften (bis auf wenige Ausnahmen vielleicht) auf der Seite der "Guten", während die Kroaten, Bosniaken und Albaner zusammen mit der SS gegen ihre jugoslaw. Brüder vorgingen. Im Kosovo gab es Masssenhinrichtungen und Massenvertreibungen von Serben, durchgeführt von Albanern, dadurch änderte sich natürlich auch die ethnische Zusammensetzung des Kosovo nach dem Krieg. Noch vor zwei Jahrzehnten stellten die Serben 30% der Bevölkerung, heute sind es grad mal 5-7%, alles ein Produkt albanischen Terrorismus. Selbst wenn man den Albanern eine Autonomie im Kosovo geben würde, wäre das eine Belohnung für ihren Terror, geschweige denn die Unabhängigkeit.
Schiptare schrieb:
WAS?!? 8O Wie das denn jetzt? Bosnien-Herzegowina erklärt sich für unabhängig, den Serben paßt das nicht und sie beginnen einen Bürgerkrieg gegen die anderen Ethnien, an dessen Ende sie nach all den Massenmorden und Vertreibungen ein ethnisch homogenes Herrschaftsgebiet vorweisen können, das ihnen vom Westen auch noch (vorerst) unter dem Namen RS überlassen wird und das sie sobald wie möglich aus dem bosn.-herzegowin. Staatsverband lösen wollen, und dann laberts du so was?!?
Das ist DEINE AUFFASSUNG und ganz gewiss nicht die Wahrheit. Ich schreibe jetzt einfach mal meine Meinung nieder: Die Moslems, welche erst in den 60ern zus staatsragenden Nation wurden, versuchten mit Gewalt einen Teil Jugoslawiens loszulösen, obwohl nicht alle staatsragenden Völker damit einverstanden waren. In einem Land mit 60% Christen wollten sie einen islamistischen Gottesstaat gründen. Die Serben wehrten sich mit einem DEMOKRATISCHEN GEGENREFERENDUM dagegen, womit die bosn. Muslime den Serben den Krieg erklärten, indem sie Übergriffe auf serb. Hochzeiten und auf abziehende serb. Soldaten der JNA verübten. Interessant ist die Tatsache, dass in BiH auch Kroaten gegen Moslems kämpften. Außerdem steht nirgends, dass die RS "VORRERST" unter diesem Namen anerkannt ist, damit sieht man ja, dass du nicht auf Fakten basierend zu argumentieren versuchst, sondern emotional. Als VORERST wird doch eher der Abzug der serb. Armee aus dem Kosovo bezeichnet, nicht wahr? Übrigens waren die ethnischen Säuberungen gegenüber den Serben in den neugegründeten Staaten Kroatien und BiH, sowie dem nach Unabhängigkeit strebendem Kosovo viel heftiger, als die ethn. Säuberungen der Serben in der RS, das wär damit das kleinste Argument, welches gegen die Serben sprechen würde, besser du hättest es nicht erwähnt; wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Schiptar schrieb:
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Korrekt. Es ist ein traditionell multi-ethnisches Land, in dem die muslim. Bosniaken die größte Gruppe bilden. Wer damit ein Problem hat, sind ja anscheinend in erster Linie die Serben und dann noch ein paar Kroaten in Mostar...
Kommt drauf an, was Du unter "multi-ethnisch" verstehst, früher lebten in BiH nur zwei Ethnien in der Mehrzahl, nämlich die Serben und die Kroaten. Die slaw. Muslime sind erst seit 10 oder 20 Jahren die Mehrheit in Bosnien, davor waren es die Serben. Ein Problem haben die Serben sicherlich nicht mit den Moslems, sonst würden sie ja ganz Bosnien für sich beanspruchen, womit sie nicht ganz im Unrecht wären, denn im Prinzip sind die slaw. Muslime keine Ethnie, sondern eine Religionsgemeinschaft, welche aus orthodoxen Serben und katholischen Kroaten hervorgegangen ist. Bei euch Albanern gibt es neben Muslimen auch Christen, stell dir mal vor, sie gründen aufgrund der unterschiedlichen Religion ihre eigene Nation und verlangen Teile Albaniens? Die Serben wollen nur ihren Teil Bosniens und eher haben die Muslime ein Problem mit den Serben als umgekehrt.
Schiptar schrieb:
Das ist doch ahistorischer Schwachsinn. Was zählt, sind keine mittelalterlichen Mythen sondern die rechtliche Situation beim Zusammenbruch Jugoslawiens. Genau diese serbische Volksgruppenpolitik hat doch zum widerrechtlichen Angriff auf die Republik Bosnien-Herzegowina geführt.
LOL, sie amüsieren mich wirklich? Von was reden Sie eigentlich? Wissen Sie, was Mythen sind? Das sind Legenden, wie zum Beispiel die von der Schlacht auf dem Amselfeld, als Zar Lazars abgeschnittener Kopf die Augen öffnete, oder manche stories von Skenderbeg, dass es auf bosn. Gebiet im Mittelalter serb. und kroat. Fürstentümer gab ist Tatsache und kein Mythos. Sie erwähnen die rechtliche Situation beim Zusammenbruch Jugoslawiens. Ich glaube mal, dass Sie selbst keine AHnung davon haben. 1. Rechtlich gesehen hatte das Kosovo weder damals noch heute ein Recht auf Abspaltung von Serbiens. Und in Bezug auf Bosnien: Dort müssen ALLE DREI VOLKSGRUPPEN einer Entscheidung zustimmen, wie oft denn noch. Sind Sie so schwer von Begriff? Akzeptieren Sie die Tatsachen und gehen Sie nicht gegen diese vor, nur weil sie für die Serben sprechen.
Schiptar schrieb:
Der Punkt ist der: Kroaten und Serben hatten eh bereits ihren Staat, der jeweils außerhalb Bosniens lag; die Bosniaken sind ihrem Selbstverständnis nach eine eigene Nationalität, die ganz in Bosnien lebt. Selbstverständlich, daß sie sich da nach dem Land nennen, in dem sie leben.
Der Punkt ist der: Bosnien war auch wenn es nicht Serbien oder Kroatien heißt schon immer der Staat der Serben und Kroaten und bis 1992 befand sich dieser Staat zusammen mit Serbien und Kroatien in denselben Grenzen. Die Muslime dort sind erst in den 1960ern ZUSAMMEN NEBEN DEN KROATEN UND SERBEN zu einem von drei staatsragenden Völkern erklärt worden. Außerdem leben die Moslems nicht ganz in Bosnien, ein Teil lebt im Kosovo und im Sandzak. Über 50% Bosniens sind garnicht von Moslems bevölkert, vor dem Krieg wie nach dem Krieg. Und im Bezug auf das Kosovo: Die ALbaner haben doch bereits ihren Staat außerhalb der Grenzen Jugoslawiens, nämlich die Republik Albanien.
P.S.: Aber es ist trotzdem nicht selbstverständlich dadurch ein Wortspielchen zu betreiben und Bosnien für sich zu beanspruchen. Die Muslime können sich ab Morgen "Republikasrpskaner" nennen, trotzdem wird die RS nicht ihnen gehören. Gilt übrigens für die Albaner im Kosovo dasselbe, sie können sich so laut wie sie wollen "Kosovaren" nennen, im Kosovo sind sie eine NATIONALE MINDERHEIT innerhalb Serbiens.
Schiptar schrieb:
Schöne Parallele. Beide Positionen sind nämlich gleichermaßen kindisch und scheiße, die serbische in puncto Bosnien wie die griechidche in puncto Makedonien.
Aber es ist nicht kindisch, wenn man als KUNSTVOLK irgendetwas benaprucht, womit man nichts zu tun hat. Die neuen Makedonier beanspruchen den Griechen Alexander den Großen für sich, die Albaner wollen die serb. Klöster im Kosovo als alban. Klöster abstempeln, ebenfalls Milos Obilic zum Albaner erklären, die Moslems in Bosnien wollen dort alleinig staatsragend sein und die Serben und Kroaten, welche dort länger leben, als die Muslime selbst, zu "Ausländern" erklären, nur weil sie ein dummes und kindisches Wortspielchen betreiben, womit man Serben und Kroaten mit den benachbarten Republiken Serbien und Kroatien in Verbindung bringt und die Muslime unter dem Decknamen "Bosniaken" mit Bosnien.