Anschlag auf albanische Botschaft in Belgrad
Auf die albanische Botschaft in Belgrad ist bereits am Sonntagabend ein Sprengstoffanschlag verübt worden. Dies berichteten am Dienstag serbische Medien unter Berufung auf die Polizei. Demnach entstand an dem Botschaftsgebäude geringer Sachschaden. Die Täter sind unbekannt, Ermittlungen wurden eingeleitet.
Albanien ist der einzige Nachbar Serbien-Montenegros, der die Forderung der ethnisch albanischen Mehrheitsbevölkerung des Kosovo nach Unabhängigkeit dieser derzeit von der UNO verwalteten südserbischen Provinz unterstützt. Belgrad ist im Zuge von Verhandlungen im Rahmen der Vereinten Nationen über den künftigen völkerrechtlichen Status der Provinz lediglich bereit, dem Kosovo eine weit gehende Autonomie, aber keine Unabhängigkeit zu gewähren.
Die albanische Nachrichtenagentur ATA meldete, die Explosion ereignete sich im Hof des Botschaftsgebäudes. Die stellvertretende Außenministerin Edith Harxhi habe dem serbisch-montenegrinischen Botschafter in Tirana eine Protestnote der Republik Albanien übergeben, in dem der Gewaltakt verurteilt wird. Weiters wird darin gefordert, alles Erdenkliche zu unternehmen, die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen und ähnliche Zwischenfälle in Zukunft zu verhindern. "Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Albanien wünscht, dass diese Tat ein Einzelfall bleibt und, dass die bilateralen Beziehungen dadurch nicht beeinträchtigt werden", zitierte ATA aus der Protestnote.
Belgrad/Tirana (APA)
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