Junge, du hast echt nix kapiert.
Sexy Kleidung = Unterwerfung? Bist du Alice Schwarzer oder wat? Feminismus handelt in erster Linie davon, das zu tun, was man selber will, frei von irgendwelchen gesellschaftlich auferlegten Zwängen des Patriarchats. Das bedeutet für mich, sich einerseits unsexy geben dürfen, in Schlabberklamotten abhängen, aber genauso auch sich rausputzen dürfen, ohne von Leuten wie dir auf Oberflächlichkeiten reduziert zu werden. Der Feminismus ist mittlerweile in der dritten Welle angelangt, es ist alles erlaubt, was man will. Die Zeiten, als Feministinnen, um ernstgenommen zu werden, nur graue Mäuse sein durften, ist vorbei bzw sollte vorbei sein. Heutzutage sind "scheinbare" Gegensätze vereinbar, also sexy aussehen und Feministin sein. Sich sexuell dem Partner unterwerfen und immer noch Feministin sein. Kurzum, alle Dinge, die früher unvereinbar schienen.
Und wenn sexy angezogene Frauen feministische Belange haben, dann haben sie die halt und dann schrecken sie sicher nicht vor irgendwelchen Klischees zurück, die versuchen, sie in eine bestimmte Schublade zu pressen bzw sie aus dem "feministischen Zirkel" zu verbannen, wenn sie nicht reinpassen in diese Schublade. Ich kann hübsch und sexy sein wollen und dennoch sagen "hey, ich bin kein Freiwild, fass mich nicht an, Macker". DAFÜR sind diese Frauen auf die Straße. Natürlich wird es Trittbrettfahrer gegeben haben, klar, die gibt's immer, aber schau, wieviele Organisationen vertreten waren, wer das ganze initiiert hat. Diese Frauen hatten definitiv ein Anliegen und eine Message und in meinen Augen sind sie stolzer und erhabener als solche Typen, die ihnen die Ehrbarkeit und den Respekt absprechen, nur aufgrund ihrer Kleidung.