Mortimer
Fat Joe
IM INTERVIEW:
SONNY STARK
Der MenschSonny Stark, 47, wurde in Hamburg-Ottensen geboren, wo er heute noch lebt. Er ist Rechtsanwalt und hat sich sein Jurastudium finanziert, indem er nachts als Türsteher und Barmann arbeitete – unter anderem im legendären HipHop-Club Powerhouse in der Simon-von-Utrecht-Straße auf St. Pauli.
Wie hießen Sie vorher?
Meine Eltern haben mich Ercan genannt. Ercan Celebcioglu. Ich bin seit 2007 Anwalt, und immer, wenn ich irgendwo angerufen habe, egal wo, bei Behörden, Gerichten oder der Staatsanwaltschaft, immer hieß es: Was ist denn das für ein Name? Können Sie den mal buchstabieren? Ich habe ihn buchstabiert, trotzdem konnte ihn kaum jemand aussprechen oder richtig schreiben. Gut, er ist auch ein echter Zungenbrecher.
Wie gehen Sie damit um, ihre Diskriminierungserfahrung mit dem Namenswechsel noch mal andersherum vor Augen geführt zu bekommen?
Es lässt sich leichter leben mit einem deutschen Namen, auch im Geschäftsleben. Es sollte nicht so sein, aber es ist leider die Realität. Aber die Diskriminierung war nicht allein ausschlaggebend. Ich wollte, wenn ich mein Business mache, nicht minutenlang meinen Namen buchstabieren müssen, sondern gleich zur Sache kommen können.