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Tödliche Bedrohung: Ebola

Test-Impfprogramm gegen Ebola-Virus im Kongo gestartet
Seit Mai gibt es mehr als 3500 Todesfälle durch Ebola in der Demokratischen Republik Kongo

Bunia/Kinshasa/Kampala – Inmitten der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo ist ein Test-Impfprogramm gestartet. Die ersten Freiwilligen aus dem medizinischen Personal, das an vorderster Front gegen die Epidemie kämpft, wurden am Samstag in Bunia in der Provinz Ituri, dem Epizentrum des Ebola-Ausbruchs, mit dem Vakzin Ervebo geimpft. Im Rahmen der auf neun bis zwölf Monaten angelegten klinischen Studie sollen 20.000 Menschen geimpft werden.

Bisher ist nur für den Zaire-Stamm des Ebola-Virus nachgewiesen, dass Ervebo sicher und wirksam ist – nicht aber für die derzeit im Kongo grassierende Bundibugyo-Variante des Virus. Eine Wirksamkeit des Impfstoffs gegen den aktuellen Virus-Stamm soll nun mit der Studie getestet werden.

 
Über 9000 bestätigte Ebola-Fälle in Demokratischer Republik Kongo
Die Zahl der Todesopfer liegt bei über 4300. Der Ausbruch des Bundibugyo-Stammes des Virus hat sich zur größten Ebola-Epidemie in der Geschichte des Landes entwickelt

Die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo ist auf über 9000 gestiegen. Entsprechende Daten hat die Regierung des zentralafrikanischen Landes am Dienstag veröffentlicht. Dem jüngsten Lagebericht des kongolesischen Instituts für öffentliche Gesundheit zufolge liegt die Zahl der Fälle bei 9066 und die der Todesopfer bei 4381. Der Ausbruch des Bundibugyo-Stammes des Virus war im Mai erklärt worden. Er hat sich zur größten Ebola-Epidemie mit den meisten Todesfällen in der Geschichte des Kongo entwickelt und den schweren Ausbruch von 2018 bis 2020 bereits übertroffen. Für den derzeitigen Virus-Stamm gibt es keine zugelassenen Impfstoffe und Behandlungen. Helfer versuchen, die Verbreitung des Virus zumindest zu verlangsamen.

Weltweit wird der Ausbruch nur von der westafrikanischen Epidemie der Jahre 2014 bis 2016 übertroffen. Damals infizierten sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 28.600 Menschen in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Mehr als 11.000 der Betroffenen starben.

 
Kenia meldet zweiten Ebola-Todesfall
Kenia hat einen zweiten Ebola-Todesfall gemeldet. Eine mit dem Virus infizierte Frau sei gestorben, teilte das Gesundheitsministerium gestern mit. Sie sei eine „direkte Kontaktperson und ein enges Familienmitglied“ des ersten an Ebola verstorbenen Patienten und habe sich seit dem 13. Oktober in Quarantäne befunden.

Bisher neun bestätigte Infektionen in Kenia
Am 6. Oktober hatte Kenia bekanntgegeben, dass am Vortag ein in der Demokratischen Republik Kongo (DR) lebender Kenianer in einem Krankenhaus in Nairobi verstorben sei. Der Mann war etwa einen Monat zuvor in dem Nachbarland erkrankt und wurde dort in mehreren Krankenhäusern behandelt.

Anschließend überquerte er auf dem Landweg die Grenze nach Uganda und flog am 3. Oktober von Kampala nach Nairobi. Insgesamt wurden in Kenia bisher nach Behördenangaben neun Ebola-Infektionen bestätigt.

Fast 4.400 Tote in DR Kongo ==
Die derzeitige Ebola-Epidemie, die von der Bundibugyo-Variante des Virus verursacht wird, war Mitte Mai in der Demokratischen Republik Kongo offiziell festgestellt worden. In dem Land sind inzwischen mehr als 9.000 Fälle gemeldet worden.

 
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