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Tödliche Bedrohung: Ebola

WHO: Fast 500 bestätigte Ebola-Fälle in Zentralafrika
In Zentralafrika hat sich die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle auf fast 500 erhöht. In der Demokratischen Republik (DR) Kongo gebe es 452 bestätigte Infektionen, darunter 82 Todesfälle, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) heute mit. In Uganda gebe es 19 bestätigte Ebola-Fälle. Zwei infizierte Menschen starben dort. Damit verzeichnete die WHO hundert bestätigte Infektionen und 20 Todesfälle mehr als am Freitag.

Die WHO hatte wegen der Epidemie Mitte Mai eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen – ihre zweithöchste Alarmstufe.

Ebola verursacht Fieber mit Blutungen und wird über Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch wird durch die Virusvariante Bundibugyo verursacht, gegen die es bisher weder eine spezifische Behandlung noch einen zugelassenen Impfstoff gibt.

 
Für die Schwurbler. Ja, in Österreich war ein gewisser Herbert Kickl jener Politiker, welcher als erster einen rigorosen Lockdown forderte
Europas Grenze als Ausrede – Washington erhöht beim Ebola-Ausbruch den Druck!
Die Regierung von Donald Trump erhöht den Druck auf Europa und macht deutlich, dass aus amerikanischer Sicht deutlich mehr getan werden müsse, um eine Ausbreitung des Ebola-Virus aus Afrika zu verhindern. Im Zentrum stehen dabei die Demokratische Republik Kongo und Uganda, wo sich die Lage zuletzt verschärft hat. Washington argumentiert, das eigentliche Risiko liege nicht im direkten Verkehr zwischen Afrika und den Vereinigten Staaten, sondern auf dem Umweg über Europa. Außenminister Marco Rubio telefonierte dazu mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Offiziell ging es um Abstimmung und gemeinsame Reaktionen auf den Ausbruch. Inhaltlich war die Botschaft deutlich schärfer. Nach Darstellung des US-Außenministeriums müsse Europa seine Einreisebeschränkungen und Kontrollen verstärken. Andernfalls könnten die Vereinigten Staaten zusätzliche Regeln für Reisen aus Europa prüfen.

Besonders brisant ist der Zeitpunkt. In den USA laufen bereits die Vorbereitungen auf internationale Großereignisse, darunter auch das Fußball-Weltturnier. Die Regierung verweist darauf, dass täglich nur vergleichsweise wenige Direktflüge zwischen Afrika und den USA stattfinden, während zwischen Europa und den Vereinigten Staaten mehr als 300 Direktverbindungen pro Tag bestehen. Aus Sicht Washingtons beginnt die eigene Gesundheitsabwehr deshalb nicht an den amerikanischen Grenzen, sondern bereits auf europäischem Boden. Das Außenministerium erklärte dazu, oberste Priorität bleibe der Schutz der amerikanischen Bevölkerung und die Verhinderung eines Übergreifens des Ebola-Ausbruchs auf die Vereinigten Staaten.

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Ebola-Ausbruch in DR Kongo weitet sich aus
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik (DR) Kongo hat sich auf drei weitere Gesundheitszonen ausgeweitet. Die Zahl der bestätigten Fälle sei bis Mittwoch auf 676 gestiegen, teilte der Gesundheitsminister gestern Abend (Ortszeit) auf der Kurznachrichtenplattform X mit.

Darunter seien 136 Todesfälle. Einem gestern veröffentlichten Regierungsbericht zufolge liegen die neu betroffenen Gebiete in den Provinzen Nordkivu und Ituri.

Eine Gesundheitszone umfasst im kongolesischen System ein Netzwerk von Kliniken und ein Überweisungskrankenhaus für etwa 100.000 bis 150.000 Menschen. Landesweit gibt es mehr als 500 solcher Zonen.

Bewaffnete Konflikte
Die Epidemie wütet in drei von bewaffneten Konflikten geprägten Provinzen: Ituri, Nordkivu und Südkivu. Der Ausbruch war am 15. Mai bekanntgegeben worden, war den Behörden zufolge jedoch wochenlang unentdeckt geblieben. Es handelt sich um Infektionen mit dem Bundibugyo-Stamm des Virus.

 
Ebola-Ausbruch weitet sich aus: Mehr als 1.600 Fälle, über 500 Tote
Bei dem Ausbruch handelt es sich um die bisher folgenschwerste Epidemie der seltenen Bundibugyo-Variante des Virus.
In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle auf 1.624 gestiegen. Darunter seien 521 Todesfälle, wie aus am Dienstag veröffentlichten Regierungsdaten hervorging. Der Ausbruch habe sich noch nicht stabilisiert und weite sich weiter aus, sagte eine Vertreterin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag. Man sei „leider immer noch in der Expansionsphase“, sagte Anne Ancia von der WHO.

 
DR Kongo
Ebola breitet sich ungewöhnlich rasant aus
Im Zuge der Ebola-Epidemie sind in der Demokratischen Republik (DR) Kongo jüngsten Angaben zufolge bereits mehr als 2.000 Fälle registriert worden. Laut der Weltgesundheitsbehörde (WHO) weise die Epidemie die schnellste Ausbreitung aller bisher bewältigten Ebola-Epidemien auf. Man hält es indes für möglich, dass die tatsächlichen Zahlen zwei- bis viermal so hoch wie die offiziellen Angaben liegen.

754 Menschen seien an der Krankheit gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden in dem zentralafrikanischen Land am Mittwoch mit. Der zuerst am 15. Mai ausgerufene Ausbruch erstrecke sich inzwischen auf fünf Provinzen, gaben die kongolesischen Behörden an.

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen warnte am Mittwoch, die Epidemie breite sich in einem noch nie da gewesenen Tempo und in neuen Regionen aus. „In weniger als fünf Wochen hat sich die Zahl der bestätigten Fälle verdreifacht“, erklärte die Organisation. Die Zahl der Todesfälle habe sich mehr als verfünffacht. Schon jetzt seien mehr als halb so viele Fälle wie bei der Ebola-Epidemie von 2018 bis 2020 erfasst worden.

 
Mehr als 1000 Ebola-Tote im Kongo
23. Jul (Reuters) - Bei dem jüngsten Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo sind inzwischen mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen. Wie das nationale Gesundheitsinstitut am späten Mittwochabend mitteilte, stieg die Zahl der Todesfälle in dem zentralafrikanischen Land auf 1033. Insgesamt seien bislang 2536 Infektionen registriert worden. Allein seit dem vorherigen Bericht seien 63 neue Fälle und 34 Tote hinzugekommen. Der Einsatz der medizinischen Helfer wird durch Gewalt von Milizen, Angriffe auf Kliniken und allgemeine Versorgungsengpässe massiv erschwert.

Der Mitte Mai offiziell erklärte Ebola-Ausbruch - der 17. in der Geschichte des Landes - wird durch die seltene Bundibugyo-Variante ausgelöst. Experten gehen davon aus, dass das Virus bereits Wochen vor der offiziellen Bestätigung im Umlauf war. Der Erreger weist eine Sterblichkeitsrate von bis zu 40 Prozent auf. Im Gegensatz zu dem weiter verbreiteten Zaire-Stamm gibt es für die Bundibugyo-Variante weder zugelassene Impfstoffe noch Medikamente. Derzeit prüfen Experten den Einsatz experimenteller Vakzine und untersuchen, ob bestehende Ebola-Medikamente helfen könnten.

Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter oder toter Menschen übertragen und verursacht unter anderem Fieber, Erbrechen sowie in schweren Fällen innere und äußere Blutungen. Das Epizentrum des Ausbruchs liegt im Osten des Landes, wo Dutzende bewaffnete Gruppen aktiv sind. Neben der prekären Sicherheitslage kämpfen die Helfer auch mit dem Misstrauen der Bevölkerung. So kam es zu Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen durch Einheimische, die teils an Verschwörungserzählungen glauben, wonach die Seuche ein Schwindel sei. Zudem sorgt das Verbot traditioneller Beerdigungen für Wut bei den Angehörigen.

 
UNO: Am schnellsten wachsender Ebola-Ausbruch aller Zeiten
Angesichts des sich weiter ausbreitenden Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik (DR) Kongo rufen Fachleute der Vereinten Nationen zu einer starken Ausweitung der Hilfsmaßnahmen auf.

„Die Zahl der Fälle steigt exponentiell an und verdoppelt sich alle 20 Tage. Das ist ein weitaus schnelleres Wachstum als der Ausbau unserer Hilfsmaßnahmen“, sagte UNO-Ebola-Koordinator Julien Harneis gestern. „Wir müssen unsere Maßnahmen vehement verstärken, sei es bei der Versorgung mit Hilfsgütern, insbesondere mit Schutzausrüstung, Personal, medizinischem Fachpersonal und Logistikern.“ Eine frühzeitige Behandlung steigere die Überlebenschancen enorm, so Harneis.

Über 1.400 Tote bei aktuellem Ausbruch
„Das ist der am schnellsten wachsende Ebola-Ausbruch aller Zeiten“, sagte der stellvertretende Leiter des Welternährungsprogramms WFP, Carl Skau. „Zum Vergleich: In den letzten zwei Monaten starben 1.000 Menschen. In Westafrika dauerte es acht Monate, bis 1.000 Menschen starben.“

 
Kann ich mir nicht ganz vorstellen, aber gut wenn dem so ist
Trump plant Millionenhilfe für Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Afrika
Weitere 242 Millionen US-Dollar sollen für Sofortmaßnahmen, Vorsorge und humanitäre Hilfe bereitgestellt werden, so das US-Außenministerium

Kinshasa/Bunia/Kampala – Die US-Regierung von Präsident Donald Trump stellt zusätzliche Millionenhilfe für die Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Afrika in Aussicht. Weitere 242 Millionen US-Dollar (etwa 209 Millionen Euro) sollen für Sofortmaßnahmen, Vorsorge in der Region und humanitäre Hilfe im Kontext des Virus-Ausbruchs bereitgestellt werden, wie das US-Außenministerium am Donnerstag mitteilte. Dazu liefen Gespräche mit dem US-Parlament.

Eigentlich steht die US-Regierung seit Trumps Amtsantritt im Jänner 2025 eher für den Rückzug aus internationalen Programmen und gestrichene Hilfsmittel. Sie stellte vieles auf den Prüfstand und zog sich auch aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück.

Zusagen bei G7-Gipfel
Bei der jetzt geplanten Zusatzhilfe bezieht sich die Regierung auf Zusagen seitens der USA auf dem G7-Gipfel im Juni am Genfersee. Das Außenministerium bezifferte seine angekündigten direkten Hilfszahlungen zur Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs nun auf insgesamt mehr als 512 Millionen US-Dollar.

Hinzu kämen 350 Millionen US-Dollar für humanitäre Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan und in Uganda. Das Geld sei Teil der vor längerem angekündigten Zusatzhilfe in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar für das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten und soll mehreren Ländern zugutekommen.

 
2.000 Ebola-Tote
„Virus ist uns einen Schritt voraus“
Die Zahl der Ebola-Toten in der Demokratischen Republik (DR) Kongo ist nach Angaben der kongolesischen Regierung von Dienstag auf mehr als 2.000 gestiegen. Ein Grund für rasch steigenden Erkrankungszahlen ist wohl, dass der Ausbruch schon weit früher begann als angenommen. Fälle seien fälschlicherweise als Malaria oder Typhus diagnostiziert worden, so der Afrikadirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Mohamed Janabi: „Wir jagen das Virus, das Virus ist uns voraus.“

Nach Angaben der kongolesischen Regierung sind knapp drei Monate nach der offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs 2.011 Menschen an der hochansteckenden Krankheit gestorben. 4.381 Menschen erkrankten in diesem Zeitraum an Ebola, 704 werden derzeit in Isolierstationen behandelt. Die Sterblichkeitsrate beträgt den Angaben zufolge derzeit 45,9 Prozent.

Jean Kaseya, der Direktor der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC, hatte erst vor wenigen Tagen betont, die Zahl der Erkrankten und Verstorbenen in den ersten zwölf Wochen des Ausbruchs sei achtmal beziehungsweise mehr als sechsmal so hoch wie im gleichen Zeitraum in dem bisher schwersten Ausbruch in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016.

 
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