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Türkcell Süper Lig

Fenerbahce-Chef nach Festnahme wieder frei
Der Präsident des türkischen Traditionsclubs Fenerbahce Istanbul, Sadettin Saran, ist nach seiner Verhaftung am Mittwochabend unter richterlichen Auflagen wieder freigelassen worden. Das berichteten staatliche Medien. Der 61-Jährige war im Rahmen einer Drogenermittlung in Gewahrsam genommen worden, nachdem bei ihm bei einer Haarprobe der Konsum von Kokain nachgewiesen worden sei.

Zudem weitete die Staatsanwaltschaft Istanbul laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu die Vorwürfe nach „zusätzlichen Beweisen aus dem laufenden Verfahren“ auch auf Drogenhandel und Beihilfe zum Drogenkonsum aus. Saran bestreitet die Vorwürfe. Er habe nie Kokain konsumiert, vielmehr bezeichnete er das Vorgehen gegen ihn als eine „eindeutige Verleumdungskampagne“.

 
Gala-Auftritt im Kadiköy: Greenwood glänzt bei Fenerbahces 4:2-Sieg gegen Konyaspor – Schock um Aktürkoğlu
Am zweiten Spieltag der Trendyol Süper Lig hat Fenerbahce seine beeindruckende Serie gegen den Lieblingsgegner weiter ausgebaut. Vor heimischem Publikum im Kadiköy besiegte der türkische Vizemeister die Mannschaft von Konyaspor verdient mit 4:2. Mit diesem Erfolg feierten die Gelb-Marineblauen bereits den fünften Sieg in Folge gegen die Grün-Weißen. Aus den vergangenen acht Begegnungen holten die „Istanbuler“ stolze sieben Siege bei einem Remis und erzielte dabei 27 Treffer. Der letzte Erfolg der Gäste in der Liga datiert bereits vom 29. August 2022. Matchwinner der Partie war der stark aufspielende Mason Greenwood, der an drei Treffern direkt beteiligt war. Überschattet wurde der Heimerfolg jedoch von einer schweren Verletzung von Kerem Aktürkoglu.

 
Türkische Fußballfans provozieren kurdischen Verein
Nach dem Fußballspiel zwischen Kocaelispor und Amed Sportif Faaliyetler hat die Staatsanwaltschaft Kocaeli die Festnahme von fünf Fans angeordnet. Ihnen werden „Anstiftung der Bevölkerung zu Hass und Feindseligkeit“ und „Sprechchöre mit bedrohendem oder beleidigendem Inhalt“ vorgeworfen.

Die Fans hatten in der türkischen Süper Lig am Montag auf der Tribüne des Gastgebers Kocaelispor gelbe Plastiksackerl geschwenkt, um die Fans der gegnerischen Mannschaft zu provozieren, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu die Staatsanwaltschaft.

Anspielung auf historischen Konflikt
Die Sackerln gelten als eine Anspielung auf zahlreiche Tötungen von mutmaßlichen PKK-Kämpfern in der Türkei in den 1990er Jahren, deren Leichname oft in gelben Leichensäcken an die Hinterbliebenen übergeben wurden. Die Zeit war geprägt vom blutigen Kampf zwischen dem türkischen Staat und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, dem Zehntausende zum Opfer fielen.

 
Rund 450 Funktionäre in türkischen Topligen gesperrt
Der türkische Fußballverband (TFF) hat im Zuge der Ermittlungen in einem Skandal um illegale Wetten 448 ehemalige und amtierende Funktionäre von Clubs der erst- und zweithöchsten Liga vorläufig gesperrt. Darunter befindet sich Trabzonspors Präsident Ertugul Dogan oder der Vizepräsident von Besiktas Istanbul, Hakan Daltaban. Wie der TFF am Donnerstag bekannt gab, hätten die betroffenen Funktionäre in den vergangenen fünf Jahren während ihrer Amtszeiten Wetten platziert.

Die Clubvertreter müssen sich nun vor dem Disziplinarkomitee des Verbandes verantworten. Dogan hat bereits erklärt, dass er ein Wettkonto hatte und dieses den Behörden gemeldet habe. „Diese (Wett-, Anm.) Unternehmen haben Clubs gesponsert und haben Einführungsveranstaltungen organisiert. Keiner hat gedacht, dass das Probleme bereiten wird. Wenn wir einen Fehler begangen haben, entschuldigen wir uns dafür. Aber wir haben nichts falsch gemacht“, sagte der Trabzonspor-Chef dem Sportsender „A Spor“.

Der türkische Fußball befindet sich wegen der Vorwürfe illegaler Sportwetten gegen Schiedsrichter, Spieler und Vereinsfunktionäre seit vergangenem Jahr in einer Krise. Im Oktober 2025 hatte der türkische Fußballverband Anschuldigungen bekannt gemacht, laut denen zunächst 152 Referees aktiv Wetten platziert haben sollen. Anschließend wurde auch gegen Vereine und Spieler ermittelt, Schiedsrichter und mehr als 1.000 Spieler aus unterschiedlichen Ligen wurden für die Zeit der Ermittlungen gesperrt.

 
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