Trumps Triumphbogen soll die Geschichte überragen – und die Regierung weiß, was er beschädigt
Donald Trump will in Washington einen 76,2 Meter hohen Triumphbogen am Memorial Circle errichten lassen. Die eigene Verwaltung räumt inzwischen ein, dass das Vorhaben historische Orte beeinträchtigen werde. Der National Park Service hält fest, die negativen Folgen ließen sich nicht vollständig vermeiden. Der geplante Bau würde den nahe gelegenen Arlington National Cemetery überragen und auch das Lincoln Memorial treffen. Trotzdem gebe es nach Darstellung der Regierung keinen anderen geeigneten Ort, weil der Memorial Circle für das Vorhaben entscheidend sei. Aus einem politischen Wunsch wird damit ein Bauwerk, dessen Schaden vorab bekannt ist und dennoch als hinnehmbar behandelt wird. Schon am 26. Mai stand nahe der Arlington Memorial Bridge Protestkunst gegen das Projekt. Auf dem Modell war sinngemäß „Geld für nichts“ zu lesen. Daneben der Hinweis, Trumps Bogen solle 32-mal größer werden.
Der National Park Service beschreibt den Memorial Circle als besonders empfindliche historische Gedenklandschaft. Die Lage des Bogens beeinträchtige demnach historische Orte, deren Bedeutung an ihrer Umgebung und Gestaltung hänge. Auch Wahrnehmung und historische Beziehung spielten eine Rolle. Räumliche Ordnung und Wegeführung würden betroffen, ebenso die Blickachsen. Die Regierung wolle diese Folgen mit vergleichsweise schmalen Mitteln abfedern. Neue Hinweisschilder sollen das Projekt erklären, zusätzlich seien Internetseiten vorgesehen. Die Bauarbeiten sollten so organisiert werden, dass Beisetzungen auf dem Arlington National Cemetery nicht gestört würden. Vor Baubeginn solle die Umgebung dokumentiert werden. Der Schaden wird damit nicht bestritten. Er wird beschrieben und anschließend verbaut.
Der National Park Service hat Denkmalschutzorganisationen und weitere Beteiligte aufgefordert, die Vereinbarung bis Montagmittag zu prüfen und zu unterzeichnen. Damit könnten rechtliche Hürden überwunden und die endgültige Genehmigung vorbereitet werden. Das Weiße Haus wolle das Projekt möglicherweise schon im November der National Capital Planning Commission zur abschließenden Zustimmung vorlegen. Die Vereinbarung gehört zu den bundesrechtlichen Anforderungen, die vor einem solchen Bau erfüllt werden müssen. Regierungsvertreter wollen auf diesem Weg die noch offenen Genehmigungsschritte abschließen. Die Wahl des Standorts wird ausdrücklich verteidigt, obwohl die Folgen für die Umgebung bereits amtlich festgehalten sind. Ein anderer Platz komme nach Darstellung der Verantwortlichen nicht in Betracht, weil der Memorial Circle für das Vorhaben zentral sei. Der Ort soll trotz der bekannten Konflikte passend gemacht werden.
Gegen den Triumphbogen läuft bereits ein Gerichtsverfahren. 3 Veteranen und ein Architekturhistoriker haben geklagt, um den Bau zu stoppen. Bundesrichterin Tanya Chutkan hat der Regierung in der vergangenen Woche aufgegeben, mindestens 48 Stunden vor dem ersten Spatenstich Bescheid zu geben. Die Trump-Regierung kämpft gegen diese Anordnung. Der Streit könnte das Projekt noch länger vor Gericht festhalten, zumal die eigene Verwaltung inzwischen genau jene Beeinträchtigungen anerkennt, die im Verfahren eine Rolle spielten. Das Weiße Haus steht damit vor einem einfachen Widerspruch, den seine eigenen Unterlagen festhalten: Die Schäden an historischen Orten sind bekannt, der Bau soll trotzdem weitergehen. Ein Triumphbogen soll Größe darstellen. Hier beginnt diese Größe mit einem amtlichen Papier, das festhält, was dafür beschädigt werden darf.
Donald Trump will in Washington einen 76,2 Meter hohen Triumphbogen am Memorial Circle errichten lassen. Die eigene Verwaltung räumt inzwischen ein, dass das Vorhaben historische Orte beeinträchtigen werde. Der National Park Service hält fest, die negativen Folgen ließen sich nicht vollständig vermeiden. Der geplante Bau würde den nahe gelegenen Arlington National Cemetery überragen und auch das Lincoln Memorial treffen. Trotzdem gebe es nach Darstellung der Regierung keinen anderen geeigneten Ort, weil der Memorial Circle für das Vorhaben entscheidend sei. Aus einem politischen Wunsch wird damit ein Bauwerk, dessen Schaden vorab bekannt ist und dennoch als hinnehmbar behandelt wird. Schon am 26. Mai stand nahe der Arlington Memorial Bridge Protestkunst gegen das Projekt. Auf dem Modell war sinngemäß „Geld für nichts“ zu lesen. Daneben der Hinweis, Trumps Bogen solle 32-mal größer werden.
Der National Park Service beschreibt den Memorial Circle als besonders empfindliche historische Gedenklandschaft. Die Lage des Bogens beeinträchtige demnach historische Orte, deren Bedeutung an ihrer Umgebung und Gestaltung hänge. Auch Wahrnehmung und historische Beziehung spielten eine Rolle. Räumliche Ordnung und Wegeführung würden betroffen, ebenso die Blickachsen. Die Regierung wolle diese Folgen mit vergleichsweise schmalen Mitteln abfedern. Neue Hinweisschilder sollen das Projekt erklären, zusätzlich seien Internetseiten vorgesehen. Die Bauarbeiten sollten so organisiert werden, dass Beisetzungen auf dem Arlington National Cemetery nicht gestört würden. Vor Baubeginn solle die Umgebung dokumentiert werden. Der Schaden wird damit nicht bestritten. Er wird beschrieben und anschließend verbaut.
Der National Park Service hat Denkmalschutzorganisationen und weitere Beteiligte aufgefordert, die Vereinbarung bis Montagmittag zu prüfen und zu unterzeichnen. Damit könnten rechtliche Hürden überwunden und die endgültige Genehmigung vorbereitet werden. Das Weiße Haus wolle das Projekt möglicherweise schon im November der National Capital Planning Commission zur abschließenden Zustimmung vorlegen. Die Vereinbarung gehört zu den bundesrechtlichen Anforderungen, die vor einem solchen Bau erfüllt werden müssen. Regierungsvertreter wollen auf diesem Weg die noch offenen Genehmigungsschritte abschließen. Die Wahl des Standorts wird ausdrücklich verteidigt, obwohl die Folgen für die Umgebung bereits amtlich festgehalten sind. Ein anderer Platz komme nach Darstellung der Verantwortlichen nicht in Betracht, weil der Memorial Circle für das Vorhaben zentral sei. Der Ort soll trotz der bekannten Konflikte passend gemacht werden.
Gegen den Triumphbogen läuft bereits ein Gerichtsverfahren. 3 Veteranen und ein Architekturhistoriker haben geklagt, um den Bau zu stoppen. Bundesrichterin Tanya Chutkan hat der Regierung in der vergangenen Woche aufgegeben, mindestens 48 Stunden vor dem ersten Spatenstich Bescheid zu geben. Die Trump-Regierung kämpft gegen diese Anordnung. Der Streit könnte das Projekt noch länger vor Gericht festhalten, zumal die eigene Verwaltung inzwischen genau jene Beeinträchtigungen anerkennt, die im Verfahren eine Rolle spielten. Das Weiße Haus steht damit vor einem einfachen Widerspruch, den seine eigenen Unterlagen festhalten: Die Schäden an historischen Orten sind bekannt, der Bau soll trotzdem weitergehen. Ein Triumphbogen soll Größe darstellen. Hier beginnt diese Größe mit einem amtlichen Papier, das festhält, was dafür beschädigt werden darf.
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