Eine einzige Erfolgsgeschichte
Bericht: „Null Dollar“ in Fonds von Trumps „Friedensrat“
Der von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen eingesetzte „Friedensrat“ verfügt einem Medienbericht zufolge über keinerlei finanzielle Mittel.
Seit der Einrichtung des Gremiums im Jänner erhielt dessen Fonds keine Gelder von Gebern. Das berichtete die „Financial Times“ heute unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Für den Fonds wurden „null Dollar eingezahlt“.
Stattdessen habe der „Friedensrat“ Spenden direkt auf ein Konto bei der US-Bank JPMorgan erhalten, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Sprecher des Gremiums. Für dieses Konto würden keine „unabhängigen Transparenzanforderungen“ gelten.
„Friedensrat“ im Jänner gegründet
Trump hatte den umstrittenen „Friedensrat“ mit rund 20 Ländern Ende Jänner am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos gegründet. Der US-Präsident ist Vorsitzender auf Lebenszeit, entscheidet über die Einladungen zur Teilnahme und hat ein Vetorecht bei allen Abstimmungen. 19 Länder unterzeichneten die Gründungscharta.
Mehrere eingeladene Staaten schlossen sich nicht an, darunter Österreich, Deutschland und Frankreich. Der Fonds des Gremiums wird von der Weltbank verwaltet und von den Vereinten Nationen befürwortet.
Der „Friedensrat“ soll die Umsetzung des Friedensplans für den Gazastreifen überwachen. In seinem ersten Bericht hatte das Gremium vergangene Woche die islamistische Hamas für mangelnde Fortschritte verantwortlich gemacht.
orf.at