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Tschernobyl

Derweil schmilzt der Kasten in Japan weiter heiter vor sich hin.Interessiert ja auch keine Sau mehr.Zum kotzen.
 
Zwar nicht Tschernobyl:

Ne Mutierte Blume aus Fukushima

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Erinnerung an Tschernobyl
Der katastrophale Unfall vor 40 Jahren in der Spätphase der Sowjetunion wurde anfangs auch in Österreich bagatellisiert

Der Autor dieser Zeilen saß am 1. Mai 1986 in einem Waldviertler Garten. Es war noch alles nass, denn in der Nacht hatte es kräftig ausgeregnet. Leider auch die radioaktiv kontaminierte Wolke, die nach dem Super-GAU des sowjetischen Atomkraftwerkes Tschernobyl in Richtung Mitteleuropa gewandert war.

Auch auf der Wiener Ringstraße standen noch die Wasserlachen, als die SPÖ-Mitglieder zum Rathausplatz marschierten. Der damalige SPÖ-Gesundheitsminister Franz Kreuzer hatte den Maiaufmarsch als unbedenklich bezeichnet, obwohl die (verspäteten) Meldungen aus Weißrussland bereits Europa und die Welt beunruhigten. Gleichzeitig wurden in Westösterreich bei diversen "Hotspots", etwa im Salzkammergut, dringende Warnungen ausgesprochen, die Kinder nicht in die Sandkiste zu lassen.

Riskanter Testlauf
Nicht alle waren beunruhigt. In der ZiB 2 trat damals ein "Atomexperte" auf, also eher ein Lobbyist, der erklärte, das sei alles nicht so schlimm, bei der Explosion des Kernreaktors in Tschernobyl habe es eh nur zwei Tote gegeben. Das ganze Interview war eine einzige Bagatellisierung einer ungeheuerlichen Katastrophe. Die im Übrigen durch eine ebenso ungeheuerliche Frivolität entstanden war. In einer Mischung aus russischer Mentalität des "Nitschewo" („Macht nichts“) und "in der siegreichen Sowjetunion gibt es keine Fehler" war ein von vorneherein riskanter Testlauf des Kernkraftwerks schiefgegangen. Die Toten und Krebskranken danach in der ehemaligen UdSSR und in Europa gehen in die zehntausende.

Wahrscheinlich trug der Unfall zum Zusammenbruch der Sowjetunion entscheidend bei. Der Glaube an die Effizienz und Sicherheit des sowjetischen Staates wurde ein weiteres Mal erschüttert, die Lüge vom immer weiter voranschreitenden Fortschritt der großen Sowjetunion stieß auf die Tatsache, dass ein ganzes, riesiges Gebiet mit rund 250.000 Menschen dauerhaft evakuiert werden musste.

 
Wie ein Sicherheitstest zur Katastrophe von Tschernobyl führte
Vor 40 Jahren explodierte Reaktorblock 4 im sowjetischen Kernkraftwerk Tschernobyl. Die Folgen der schwersten zivilen Nuklearkatastrophe wirken bis heute nach

Als die ersten Feuerwehrleute in der Nacht auf den 26. April 1986 den Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl erreichten, stand das Dach in Flammen. Trümmer lagen auf dem Gelände, Teile des Gebäudes waren aufgerissen. Was genau geschehen war, wusste zu diesem Zeitpunkt niemand. Die Männer begannen sofort mit den Löscharbeiten, kletterten auf das Dach, räumten Material beiseite. Erste Strahlungsmessungen lieferten kein klares Bild: Die Messgeräte stießen an ihre Grenzen. Schutz vor der Strahlung gab es nicht, Warnungen an die Einsatzkräfte vor Ort oder gar an die umliegende Bevölkerung blieben aus.

Ausgerechnet ein Sicherheitstest, in einem Vorzeigeprojekt der sowjetischen Energiepolitik im Norden der Ukraine, hatte die schwerste zivile Nuklearkatastrophe der Geschichte ausgelöst. Geprüft werden sollte, ob die Turbinen bei einem Stromausfall noch genügend Energie liefern können, um die Kühlung des Reaktors für kurze Zeit aufrechtzuerhalten, bis die Notstromaggregate anlaufen. Dafür wurde der Reaktor in einen instabilen Betriebszustand gebracht. Mehrere Sicherheitssysteme waren für den Test abgeschaltet worden, zugleich geriet der Reaktor in einen Zustand, der kaum beherrschbar war. Als schließlich die Notabschaltung ausgelöst wurde, führte ein Konstruktionsfehler des Reaktors dazu, dass die Leistung innerhalb von Sekunden unkontrolliert anstieg.

Zwei Explosionen

 
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