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Umstrittenes TV-Interview

Umstrittenes TV-Interview

Milosevic-Eklat um Cannes-Gewinner Kusturica


AP​
Regisseur Emir Kusturica: Filmteam verjagt?



Skandal beim Interview? Als ein kroatischer Journalist den Regisseur Emir Kusturica auf den früheren Serben-Präsidenten Milosevic ansprach, soll der ausgerastet sein und sogar das Filmmaterial einbehalten haben.
Hamburg/Belgrad - Der international bekannte Regisseur Emir Kusturica soll ein Interview abgebrochen, die Journalisten hinausgeworfen und dabei angeblich das Filmmaterial einbehalten haben. Das berichteten am Freitag Zeitungen in Belgrad und Zagreb. Der 54-Jährige sei regelrecht ausgerastet, meldete das kroatische Staatsfernsehen (HRT), dessen Mitarbeiter von dem Eklat betroffen waren.


"Es handelt sich um Räuberei", sagte der kroatische Interviewer Aleksandar Stankovic. Er habe Kusturica auf dessen Verhältnis zum inzwischen verstorbenen früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic angesprochen. Danach sei es zum Eklat gekommen. Kusturica selbst unterstellt den Journalisten schlicht Fahrlässigkeit: Sie haben ihr Material "vergessen." Kusturica stammt aus einer serbisch-muslimischen Familie aus Sarajevo. Nachdem der Regisseur 1995 für das Jugoslawien-Epos "Underground" bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde, war es zu einer Kontroverse gekommen: Der französische Philosoph Alain Finkielkraut warf dem Regisseur vor, er habe mit dem Film "die verlogenste Variante serbischer Propaganda" gedreht.
In einem Interview mit dem SPIEGEL nahm Kusturica damals Stellung: "Glauben Sie mir, ich bin dieser Polemiken mehr als müde. Ich kann noch so laut beteuern, dass ich mit Milosevic nichts zu tun haben will - die paar Literaten, die in dieser Sache in Paris den Ton angeben, stellen sich taub."
Der Regisseur hatte sich mit Filmen wie "Zeit der Sinti und Roma" (1989) und "Schwarze Katze, weißer Kater" (1998) über das Leben der Roma international einen Namen gemacht. 2005 war er Leiter der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes.
 
Umstrittenes TV-Interview

Milosevic-Eklat um Cannes-Gewinner Kusturica


AP​
Regisseur Emir Kusturica: Filmteam verjagt?



Skandal beim Interview? Als ein kroatischer Journalist den Regisseur Emir Kusturica auf den früheren Serben-Präsidenten Milosevic ansprach, soll der ausgerastet sein und sogar das Filmmaterial einbehalten haben.
Hamburg/Belgrad - Der international bekannte Regisseur Emir Kusturica soll ein Interview abgebrochen, die Journalisten hinausgeworfen und dabei angeblich das Filmmaterial einbehalten haben. Das berichteten am Freitag Zeitungen in Belgrad und Zagreb. Der 54-Jährige sei regelrecht ausgerastet, meldete das kroatische Staatsfernsehen (HRT), dessen Mitarbeiter von dem Eklat betroffen waren.


"Es handelt sich um Räuberei", sagte der kroatische Interviewer Aleksandar Stankovic. Er habe Kusturica auf dessen Verhältnis zum inzwischen verstorbenen früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic angesprochen. Danach sei es zum Eklat gekommen. Kusturica selbst unterstellt den Journalisten schlicht Fahrlässigkeit: Sie haben ihr Material "vergessen." Kusturica stammt aus einer serbisch-muslimischen Familie aus Sarajevo. Nachdem der Regisseur 1995 für das Jugoslawien-Epos "Underground" bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde, war es zu einer Kontroverse gekommen: Der französische Philosoph Alain Finkielkraut warf dem Regisseur vor, er habe mit dem Film "die verlogenste Variante serbischer Propaganda" gedreht.
In einem Interview mit dem SPIEGEL nahm Kusturica damals Stellung: "Glauben Sie mir, ich bin dieser Polemiken mehr als müde. Ich kann noch so laut beteuern, dass ich mit Milosevic nichts zu tun haben will - die paar Literaten, die in dieser Sache in Paris den Ton angeben, stellen sich taub."
Der Regisseur hatte sich mit Filmen wie "Zeit der Sinti und Roma" (1989) und "Schwarze Katze, weißer Kater" (1998) über das Leben der Roma international einen Namen gemacht. 2005 war er Leiter der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes.


Das Nemanja Kusturica Probleme im Umgang mit der Presse hat und unangenehmen Fragen hat, bewies er in einem geplanten Interview mit Alexandar Stankovic in der Sendung "Nedeljom u 2". Nach nur knapp 20 Minuten und ein, zwei berechtigten Fragen, flippte er voellig aus und warf Stankovic aus seinem serbischen Pseudo-retro-dorf und nahm ihm dabei das Aufnahmematerial ab.

Lt. Aleksandar Stankovic gingen die Probleme los, als er unangenehme Fragen stellte. Lt. Stankovic, folgender Verlauf:

Stankovic: Warum tranken sie während der Belagerung Sarajevos mit Milosevic Whisky ?
Kusturica: Ich hatte keine Wahl, ich habe die Goldene Palme gewonnen
Stankovic: Sie haetten das auch ablehnen koennen, als freier Mensch hatten sie die Wahl


....

Kusturica: Ich wollte die berührende Seite von Milosevic hervorheben, die aus den Briefen die er seiner Frau schickte, ersichtlich wird.
Stankovic: Haben sie solche Empfindungen auch fuer Hitler? Denn auch er war ein Mensch mit Emotionen, z.B. fuer Eva Braun und seinen Hund
Kusturica: Milosevic wurde niemals verurteilt
Stankovic: Auch Hitler wurde niemals verurteilt, bedeutet dass nun das er (Kusturica) beide fuer unschuldig haelt ?

Weiter wollte Stankovic noch ein paar eigenartige Liedchen von Kusturica hoeren, unter anderem so etwas wie ein Loblied Kusturicas auf Gotovina (Was Kusturica juengst in einem Interview mit OBN einräumte und er Typen wie Karadzic und Gotovina fuer quasi Cool haelt...).


Nemanja Kusturica......
 
Daćo;1412228 schrieb:
Immer dieser Neid auf berühmte Serben, da wird einem schlecht...
Neid::lol: Erstens ist das kein Serbe, sondern ein Verräter. Und zweitens, dass eure berühmten Leute meistens Kusturica oder Milosevic heißen, ist dir schon klar.
 
Ich finde seine Filme super! Ausserdem ist seine Idee mit dem Dorf auch klasse! Ausserdem ist er nicht der einzige der mit Diktatoren eine auf guten Freund machte, dass haben z.b. auch Pele und Maradona getan
 
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