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Ustascha und ihre faschistische Vergangenheit

Kurze Zusammenfassung, wer die Ustascha waren

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ERFAHRUNGSBERICHTE AUS ERSTER HAND
Er war eine der Säulen der Ustascha-Bewegung. Ein Jahr vor seinem Tod veröffentlichte er seine treffendste Einschätzung der NDH und Pavelićs: „Jasenovac? Skandal und Schande!“
Pavelić hatte nach der Gründung des NDH drei Optionen. Er wählte die letzte und wurde ein kroatischer Quisling.
„Es ist eine offenkundige Tatsache, die wir nicht leugnen können, dass während des letzten Krieges auch auf kroatischer Seite schwere Vorfälle begangen wurden, die aus moralischer Sicht eine Sünde, aus juristischer Sicht ein Verbrechen und aus politischer Sicht Wahnsinn darstellen. Die Ustascha-Herrschaft war im Wesentlichen antinational, antikirchlich und antireligiös.“

Diese Anschuldigung stammt nicht von einem linksliberalen Historiker, geschweige denn von einem Tschetnikophilen wie Aleksandar Vučić oder Milorad Dodik . Ganz im Gegenteil, die obigen Gedanken stammen von Eugen Dido Kvaternik und sind Teil seines Briefes aus der argentinischen Anstalt, den er im Dezember 1952 an Pater Ivan Nikolić, einen Priester in New York, schickte. Und dies ist nicht die einzige derartige Anschuldigung aus den Händen eines der führenden Köpfe der Ustascha-Bewegung.

Deshalb lohnt es sich, das heute fast vergessene Buch „Erinnerungen und Beobachtungen“, das 1995 im Starčević-Verlag erschien, wiederzulesen. Es enthält zahlreiche Briefe Kvaterniks aus der Emigration. Die Gründe dafür sind vielfältig: von der faktischen Legalisierung des Rufes „Für das Vaterland bereit“ bis zur Leugnung des Konzentrationslagers Jasenovac. Letztendlich geht es immer darum, den kriminellen Charakter des Unabhängigen Staates Kroatien und des Ustascha-Regimes zu relativieren.

An dieser Veranstaltung nehmen Parlamentsabgeordnete, Fußballfans, Kirchenvertreter und Sänger teil, die „Jasenovac und Gradiška Stara“ rufen – kurzum, es wird versucht, etwas Schlechtes als gut darzustellen. Es ist jedoch eine Sache, wenn Ivo Goldstein oder Dalija Orešković , von denen man dies erwarten würde, davor warnen, und eine ganz andere, wenn Anschuldigungen über die Ustascha-Terrorherrschaft von einem der Anstifter dieser Schreckensherrschaft erhoben werden.

 
Parallelen bzw. Gemeinsamkeiten Ustascha-Cetniks (Hilfe von KI)

1. Extremer ethnischer Nationalismus
Beide Bewegungen definierten Nation ethnisch und exklusiv:
Cetniks wollten ein Großserbien schaffen, in dem Nicht-Serben marginalisiert oder vertrieben werden sollten.
Ustascha wollten ein ethnisch reines Kroatien unter Ausschluss oder Vernichtung von Serben, Juden und Roma.
Beide sahen die jeweils andere Volksgruppe als existenzielle Bedrohung

2. Massengewalt gegen Zivilisten
Die Cetniks verübten systematische Massaker an kroatischen und muslimischen Zivilisten, Schätzungen sprechen von bis zu 50.000 Ermordeten.
Die Ustascha wiederum betrieben im NDH ein staatlich organisiertes Terror- und Vernichtungsprogramm, u. a. im Lager Jasenovac.
Beide Seiten nutzten Gewalt nicht nur militärisch, sondern als politisches Werkzeug

3. Paramilitärische, ideologisch geprägte Milizen
Beide Organisationen:
hatten hierarchische Kommandostrukturen, waren ideologisch geschult, operierten außerhalb regulärer Armeen,
und nutzten Symbolik, Uniformen und Rituale, um Identität zu formen

4. Kollaboration mit Besatzungsmächten
Die Cetniks arbeiteten in vielen Regionen mit Italienern und Deutschen zusammen, wenn es gegen Partisanen ging.
Die Ustascha waren von Anfang an ein Verbündeter der Achsenmächte.
Beide Gruppen stellten ihre ideologischen Ziele über den nationalen Befreiungskampf.

5. Feindschaft gegenüber den Partisanen
Beide Bewegungen bekämpften die kommunistischen Partisanen oft stärker als die Besatzer:
Cetniks führten gezielte Anti-Partisanen-Operationen durch.
Ustascha sahen die Partisanen als Bedrohung für ihr faschistisches Projekt

6. Mythenbildung und spätere politische Instrumentalisierung
Nach 1945 wurden beide Gruppen: verklärt, rehabilitiert oder relativiert, politisch instrumentalisiert (besonders in den 1990ern).
Die Suchergebnisse zeigen das für die Cetniks explizit

Wichtige Unterschiede (kurz)
Damit die Analyse sauber bleibt:
Die Ustascha waren ein faschistisches Staatsregime.
Die Cetniks waren monarchofaschistische Milizen, die im Verlauf des Krieges mit den Nazis, italienischen Faschisten und sogar mit der Ustascha kollaborierten.
Trotzdem führten beide Ideologien zu ähnlichen Verbrechen


Zu den Cetniks wären noch ihre Verbrechen in den Balkankriegen 1912/1913 zu erwähnen

1. Systematische Gewalt gegen die albanische Bevölkerung
Viele Historiker beschreiben:
Massaker an Zivilisten, Vertreibungen, Zwangsumsiedlungen, Zerstörung von Dörfern,Exekutionen ohne Verfahren
Diese Gewalt war nicht zufällig, sondern eingebettet in die serbische Strategie, Kosovo und Teile Nordalbaniens zu serbisieren

2. Staatliche Einbindung
Die etniks waren keine unabhängigen Banden, sondern:
unter Aufsicht der königlichen serbischen Armee, als „Vanguard“ und „field gendarmerie“ eingesetzt, mit klaren Befehlsstrukturen.
Sie handelten im Auftrag der Monarchie

3. Debatte über den Begriff „Völkermord“
Einige Historiker argumentieren, dass die Gewalt gegen Albaner 1912–1913 folgende Merkmale erfüllt:
gezielte Tötung einer ethnischen Gruppe
Absicht, die Gruppe aus einem Gebiet zu entfernen
systematische Durchführung
Beteiligung staatlicher Organe
Andere sprechen vorsichtiger von:
„ethnischer Säuberung“
„kolonialer Gewalt“
„massiver Repressionspolitik“

Der Begriff „Völkermord“ wird in der Forschung nicht einheitlich verwendet, aber er taucht in der Literatur durchaus auf – besonders in albanischen, britischen und einigen US-amerikanischen Studien
 
ERFAHRUNGSBERICHTE AUS ERSTER HAND
Er war eine der Säulen der Ustascha-Bewegung. Ein Jahr vor seinem Tod veröffentlichte er seine treffendste Einschätzung der NDH und Pavelićs: „Jasenovac? Skandal und Schande!“
Pavelić hatte nach der Gründung des NDH drei Optionen. Er wählte die letzte und wurde ein kroatischer Quisling.
„Es ist eine offenkundige Tatsache, die wir nicht leugnen können, dass während des letzten Krieges auch auf kroatischer Seite schwere Vorfälle begangen wurden, die aus moralischer Sicht eine Sünde, aus juristischer Sicht ein Verbrechen und aus politischer Sicht Wahnsinn darstellen. Die Ustascha-Herrschaft war im Wesentlichen antinational, antikirchlich und antireligiös.“

Diese Anschuldigung stammt nicht von einem linksliberalen Historiker, geschweige denn von einem Tschetnikophilen wie Aleksandar Vučić oder Milorad Dodik . Ganz im Gegenteil, die obigen Gedanken stammen von Eugen Dido Kvaternik und sind Teil seines Briefes aus der argentinischen Anstalt, den er im Dezember 1952 an Pater Ivan Nikolić, einen Priester in New York, schickte. Und dies ist nicht die einzige derartige Anschuldigung aus den Händen eines der führenden Köpfe der Ustascha-Bewegung.

Deshalb lohnt es sich, das heute fast vergessene Buch „Erinnerungen und Beobachtungen“, das 1995 im Starčević-Verlag erschien, wiederzulesen. Es enthält zahlreiche Briefe Kvaterniks aus der Emigration. Die Gründe dafür sind vielfältig: von der faktischen Legalisierung des Rufes „Für das Vaterland bereit“ bis zur Leugnung des Konzentrationslagers Jasenovac. Letztendlich geht es immer darum, den kriminellen Charakter des Unabhängigen Staates Kroatien und des Ustascha-Regimes zu relativieren.

An dieser Veranstaltung nehmen Parlamentsabgeordnete, Fußballfans, Kirchenvertreter und Sänger teil, die „Jasenovac und Gradiška Stara“ rufen – kurzum, es wird versucht, etwas Schlechtes als gut darzustellen. Es ist jedoch eine Sache, wenn Ivo Goldstein oder Dalija Orešković , von denen man dies erwarten würde, davor warnen, und eine ganz andere, wenn Anschuldigungen über die Ustascha-Terrorherrschaft von einem der Anstifter dieser Schreckensherrschaft erhoben werden.


Dido Kvaternik war doch selber einer der Schlimmsten. Dem unterstanden eine zeitlang alle KZ's in der NDH.
 
Dido Kvaternik war doch selber einer der Schlimmsten. Dem unterstanden eine zeitlang alle KZ's in der NDH.
Ja, er war einer der Schlimmsten, er hat sich dann 1942 mit Pavelic überworfen und der Brief, da versucht er sich selber reinzuwaschen. Der Brief ist, keine echte Reue, keine moralische Läuterung,
aber ein wertvolles historisches Dokument, das zeigt, dass selbst zentrale Ustascha-Funktionäre die Verbrechen des NDH als unbestreitbar ansahen.
Vor allem ist er ein Schlag gegen jede Form der NDH-Verharmlosung, gerade weil er von einem der Täter kommt.
 
ist ein Vergleich zwischen Ustaša und Cetniks zulässig oder dient er eher dazu. den Völkermord der Ustaša zu verharmlosen

Ein Vergleich zwischen Ustaša und Četniks ist historisch zulässig, da beide Gruppen im Zweiten Weltkrieg Kriegsverbrechen begingen, doch er wird häufig missbraucht, um die systematischen Völkermorde der Ustaša zu relativieren. Die Ustaša verübten einen organisierten Genozid an Serben, Juden und Roma mit Hunderttausenden Opfern, während Četniks ethnische Säuberungen durchführten, die jedoch nicht dasselbe Ausmaß und industrielle Systematik erreichten.[1][2]

## Historische Fakten
Die Ustaša regierten den Unabhängigen Staat Kroatien (1941–1945) als faschistisches Regime und errichteten Lager wie Jasenovac, wo rund 80.000 bis 100.000 Menschen ermordet wurden, darunter vorwiegend Serben.[3][4] Četniks unter Draža Mihailović verübten Massaker an Muslimen und Kroaten in Bosnien, mit Schätzungen von etwa 50.000 Opfern, oft als Reaktion auf Ustaša-Terror.[5][6] Seriöse Historiker erkennen beide Verbrechen an, betonen aber die einseitige NS-Kollaboration und Genozidabsicht der Ustaša.[4][2]

## Risiko der Verharmlosung
Vergleiche dienen in nationalistischen Kontexten oft der Relativierung: In Kroatien stellte Tuđman Ustaša-Verbrechen Četniks- und Partisanenakte gegenüber, um Jasenovac-Opferzahlen zu minimieren.[4][7] Ähnlich rehabilitieren serbische Narrative Četniks als "Freiheitskämpfer", indem Ustaša-Gräuel betont werden.[8][9] Solche "Both-Sides"-Argumente widersprechen EU-Gedächtnisstandards und fördern Revisionismus.

## Wissenschaftliche Haltung
Historiker wie Holm Sundhaussen oder die BPB warnen vor Gleichsetzungen, da sie die qualitative Differenz ignorieren: Ustaša zielte auf serbenfreies Kroatien ab, Četniks auf Großserbien durch Säuberungen.[1][10] Zulässig ist der Vergleich nur in ausgewogenem Kontext, um alle Opfer zu ehren, nicht um Verantwortung zu verdünnen.[11][4]

Quellen:
[1] Ustascha https://de.wikipedia.org/wiki/Ustascha
[2] Chetnik war crimes in World War II https://en.wikipedia.org/wiki/Chetnik_war_crimes_in_World_War_II
[3] Legitimizing Heresy through Law https://verfassungsblog.de/legitimizing-ustasha-through-law/
[4] Ustaša – „Faschismus und Nationalsozialismus als ... https://lisa.gerda-henkel-stiftung....ismus_als_ideologische_leitsterne?nav_id=5052
[5] Why are the crimes of the Ustaše ignored as a justification ...
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[6] Tschetnik https://de.wikipedia.org/wiki/Tschetnik
[7] Erinnerungskultur und -politik in Kroatien https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/158170/erinnerungskultur-und-politik-in-kroatien/
[8] Das Elend mit der Geschichtsbewältigung https://www.boell.de/de/2017/06/06/das-elend-mit-der-geschichtsbewaeltigung
[9] Geschichtsrevisionismus auf dem Balkan: Wir Opfer, ihr ... https://www.tagesspiegel.de/kultur/wir-opfer-ihr-ubeltater-4468738.html
[10] Jasenovac und der Genozid an den Serben im USK https://doisrpska.nub.rs/index.php/TDG/article/download/9777/9445
[11] www.ssoar.info Balkan Holocausts? Serbian and Croatian ... https://www.ssoar.info/ssoar/bitstr...ld-balkan_holocausts_serbian_and_croatian.pdf
[12] Der Holocaust in der jugoslawischen und bosnisch https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/download/pdf/4403408
[13] Bericht der ExpertInnengruppe „Bleiburg“ https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVII/III/491/imfname_1014680.pdf
[14] Commemorating Bleiburg – Croatia's Struggle with ... https://www.cultures-of-history.uni...croatias-struggle-with-historical-revisionism
[15] An diesem Tag vor 78 Jahren wurde das ...
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[16] Historians, Who exactly were the Ustase and Chetniks and ...
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[17] Der Krieg in Ex-Jugoslawien 1991–1995 in den Ö1-Journalen https://www.mediathek.at/journale/journaleaufsaetze/der-krieg-in-ex-jugoslawien-
1991-1995-in-den-oe1-journalen
 
ist ein Vergleich zwischen Ustaša und Cetniks zulässig oder dient er eher dazu. den Völkermord der Ustaša zu verharmlosen

Ein Vergleich zwischen Ustaša und Četniks ist historisch zulässig, da beide Gruppen im Zweiten Weltkrieg Kriegsverbrechen begingen, doch er wird häufig missbraucht, um die systematischen Völkermorde der Ustaša zu relativieren. Die Ustaša verübten einen organisierten Genozid an Serben, Juden und Roma mit Hunderttausenden Opfern, während Četniks ethnische Säuberungen durchführten, die jedoch nicht dasselbe Ausmaß und industrielle Systematik erreichten.[1][2]

## Historische Fakten
Die Ustaša regierten den Unabhängigen Staat Kroatien (1941–1945) als faschistisches Regime und errichteten Lager wie Jasenovac, wo rund 80.000 bis 100.000 Menschen ermordet wurden, darunter vorwiegend Serben.[3][4] Četniks unter Draža Mihailović verübten Massaker an Muslimen und Kroaten in Bosnien, mit Schätzungen von etwa 50.000 Opfern, oft als Reaktion auf Ustaša-Terror.[5][6] Seriöse Historiker erkennen beide Verbrechen an, betonen aber die einseitige NS-Kollaboration und Genozidabsicht der Ustaša.[4][2]

## Risiko der Verharmlosung
Vergleiche dienen in nationalistischen Kontexten oft der Relativierung: In Kroatien stellte Tuđman Ustaša-Verbrechen Četniks- und Partisanenakte gegenüber, um Jasenovac-Opferzahlen zu minimieren.[4][7] Ähnlich rehabilitieren serbische Narrative Četniks als "Freiheitskämpfer", indem Ustaša-Gräuel betont werden.[8][9] Solche "Both-Sides"-Argumente widersprechen EU-Gedächtnisstandards und fördern Revisionismus.

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Historiker wie Holm Sundhaussen oder die BPB warnen vor Gleichsetzungen, da sie die qualitative Differenz ignorieren: Ustaša zielte auf serbenfreies Kroatien ab, Četniks auf Großserbien durch Säuberungen.[1][10] Zulässig ist der Vergleich nur in ausgewogenem Kontext, um alle Opfer zu ehren, nicht um Verantwortung zu verdünnen.[11][4]

Quellen:
[1] Ustascha https://de.wikipedia.org/wiki/Ustascha
[2] Chetnik war crimes in World War II https://en.wikipedia.org/wiki/Chetnik_war_crimes_in_World_War_II
[3] Legitimizing Heresy through Law https://verfassungsblog.de/legitimizing-ustasha-through-law/
[4] Ustaša – „Faschismus und Nationalsozialismus als ... https://lisa.gerda-henkel-stiftung....ismus_als_ideologische_leitsterne?nav_id=5052
[5] Why are the crimes of the Ustaše ignored as a justification ...
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[6] Tschetnik https://de.wikipedia.org/wiki/Tschetnik
[7] Erinnerungskultur und -politik in Kroatien https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/158170/erinnerungskultur-und-politik-in-kroatien/
[8] Das Elend mit der Geschichtsbewältigung https://www.boell.de/de/2017/06/06/das-elend-mit-der-geschichtsbewaeltigung
[9] Geschichtsrevisionismus auf dem Balkan: Wir Opfer, ihr ... https://www.tagesspiegel.de/kultur/wir-opfer-ihr-ubeltater-4468738.html
[10] Jasenovac und der Genozid an den Serben im USK https://doisrpska.nub.rs/index.php/TDG/article/download/9777/9445
[11] www.ssoar.info Balkan Holocausts? Serbian and Croatian ... https://www.ssoar.info/ssoar/bitstr...ld-balkan_holocausts_serbian_and_croatian.pdf
[12] Der Holocaust in der jugoslawischen und bosnisch https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/download/pdf/4403408
[13] Bericht der ExpertInnengruppe „Bleiburg“ https://www.parlament.gv.at/dokument/XXVII/III/491/imfname_1014680.pdf
[14] Commemorating Bleiburg – Croatia's Struggle with ... https://www.cultures-of-history.uni...croatias-struggle-with-historical-revisionism
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[17] Der Krieg in Ex-Jugoslawien 1991–1995 in den Ö1-Journalen https://www.mediathek.at/journale/journaleaufsaetze/der-krieg-in-ex-jugoslawien-
1991-1995-in-den-oe1-journalen




Gerne nochmals: dein Held Djuic wurde sogar von Pavelic bezahlt, Massaker an Zivilisten verübten und ethnische Säuberungen betrieben. Das einfach wegzuwischen ist Geschichtsrevisionismus wie man sie von der Hand Gottes kennt. Djujics Cetniks haben nachweislich massive Kriegsverbrechen begangen, das ist keine Meinung von mir, sondern dokumentierte Geschichte:
Massaker an kroatischen, bosniakischen, muslimischen und sogar serbischen Zivilisten, Plünderungen ethnische Säuberungen in Teilen Dalmatiens, Lika und Bosniens, Kooperation mit italienischen Faschisten und später deutschen Nazis. Das ist nicht die Biografie eines Helden, sondern eines Massenmörders der Cica Drazas Völkermord-Politik versucht hat umzusetzen. Das als "Rettung serbischen Lebens" zu verkaufen, ist nichts anderes als nationalistischer Revisionismus.
Der Unterschied ist relativ einfach, die Ustascha hatten die Möglichkeiten Genozide zu begehen, die Cetniks nicht, haben es aber trotzdem versucht, was ja auch das politische Programm von Cica Draza beweist:


P.S.: Hat Porifirje jetzt schon die Orden, die Seselj von der SPC verliehen wurden, zurückgenommen?
 
[5] Why are the crimes of the Ustaše ignored as a justification ...
Hast du auch die Antwort darauf gelesen? Mal abgesehen davon, dass man auch das BalkanForum als Quellen nehmen könnte:

Ich würde sagen, das Hauptproblem bei dieser Argumentation ist, dass die historischen Ereignisse nicht wirklich der von Ihnen gerade aufgestellten Chronologie folgten.

Sie behaupten also, dass die Ereignisse der späten 80er/frühen 90er Jahre ungefähr so abliefen: Der kroatische Nationalismus war auf dem Vormarsch -> Ustaša-Symbolik und dergleichen wurden immer häufiger verwendet -> Die kroatischen Serben fürchteten eine Fortsetzung des NDH-Konflikts -> Die kroatischen Serben nahmen Hilfe von Milošević an und begannen eine Rebellion.

So lief es aber nicht wirklich ab. Der serbische Nationalismus gewann in einigen mehrheitlich serbischen Gebieten Kroatiens bereits fast ein ganzes Jahr vor der Machtübernahme der kroatischen Nationalisten (HDZ) im Mai 1990 an Zulauf. Beispielsweise fanden im Juli 1989 bei den offiziellen Feierlichkeiten zum 600. Jahrestag der Schlacht auf dem Amselfeld in der Nähe von Knin in Dalmatien große nationalistische Versammlungen statt.

Obwohl es als staatlich geförderte Gedenkveranstaltung geplant war, entwickelte es sich zu einem serbisch-nationalistischen Fest, zu dem Menschen aus ganz Jugoslawien anreisten – offensichtlich mit Unterstützung politischer Kreise um Milošević. Auch Četnik-Symbolik war allgegenwärtig, und antikroatische Rhetorik war weit verbreitet. Wohlgemerkt, das war im Juli 1989 – die HDZ war noch nicht einmal eine legale Partei, und die SKH hatte die Macht fest in der Hand. Pro-Ustaša-Rhetorik war zu diesem Zeitpunkt noch kein Thema.

Ich stimme zu, dass die Erinnerung an den Völkermord der Ustascha eine große Rolle bei der Mobilisierung der Serben in Kroatien spielte, aber ich würde sagen, dass die Mobilisierung bereits vor einem nennenswerten Wiederaufleben kroatischer nationalistischer Rhetorik begann. Serbische Medien (also aus Serbien ) überschlugen sich in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre mit Veröffentlichungen, die an die Verbrechen der Ustascha und das serbische Opfersein erinnerten. Diverse Zeitungen und Boulevardblätter spielten dabei eine führende Rolle, und ich bin mir ziemlich sicher, dass viele von ihnen mit den pro-Milošević-nahen politischen Gruppierungen und Geheimdiensten unter einer Decke steckten.

Die zunehmende Fokussierung auf die Verbrechen der Ustascha war keine Reaktion auf ein bestimmtes Ereignis in Kroatien. Es gab in den 1980er Jahren in Kroatien keine Bestrebungen zur Rehabilitierung der Ustascha, und der SKH (Bund der Kommunisten Kroatiens) war nach wie vor vehement antinationalistisch und befand sich seit den Ereignissen von 1971 in einer Art Schadensbegrenzungsmodus. Die kroatischen Serben hatten jedoch einige berechtigte Beschwerden – manche waren kultureller Natur (wie die schrittweise Abschaffung der kyrillischen Schrift im öffentlichen Gebrauch auf republikanischer Ebene), die meisten jedoch wirtschaftlicher. Gebiete mit serbischer Bevölkerungsmehrheit zählten zu den am wenigsten entwickelten und ärmsten Regionen Kroatiens. Dies bot einen fruchtbaren Boden für nationalistische Mobilisierungen.

Ich stimme zu, dass die meisten Kroaten das schiere Ausmaß des Ustascha-Genozids der 1940er Jahre und seine langfristigen Auswirkungen auf die kollektive Psyche der serbischen Gemeinschaft in Kroatien kaum wahrnehmen. Nachdem die HDZ und andere kroatische Nationalisten Mitte der 1990er Jahre die Oberhand gewonnen und begonnen hatten, eine pro-ustaschaische revisionistische Erzählung zu verbreiten, dauerte es nicht lange, bis sich Serben bedroht fühlten. In vielen Fällen wurden sie aktiv bedroht – sie verloren ihre Arbeitsplätze, wurden auf der Straße schikaniert und von öffentlichen und privaten Einrichtungen diskriminiert. Dies führte dazu, dass viele zuvor nicht-nationalistische Serben die Führung nationalistischer Radikaler akzeptierten, und so schloss sich ein Teufelskreis.

Ja, der Völkermord der Ustaša spielte eine Rolle, und die "kollektiven Traumata" der kroatischen und bosnischen Serben waren definitiv ein Faktor - aber ich würde sagen, dass diese Themen ursprünglich von pro-Milošević- serbischen Kreisen geschürt und erst später von den aufkommenden kroatischen und bosniakischen nationalistischen Gruppen aufgegriffen wurden.

(Übrigens empfehle ich Ihnen diesen Artikel über den Sommer 1989 in Kroatien, falls Sie Serbokroatisch können. Er wurde von einem Historiker aus Belgrad verfasst.)Hot Dalmatiner Juli 1989.)

 
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