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Venezuela News

Viele Tote befürchtet
Schwere Erdbeben erschüttern Venezuela
Innerhalb von einer Minute haben zwei sehr starke Erdbeben Venezuela erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke der Erschütterungen mit 7,2 und 7,5 an. Das zweite Beben ereignete sich in einer Tiefe von nur 10 Kilometern um 18.04 Ortszeit (00.04 MESZ). Interimspräsidentin Delcy Rodriguez rief den Notstand aus und bestätigte erste Tote.

Die US-Geologiebehörde USGS rechnet mit enormen Zerstörungen und schätzt die Zahl der möglichen Todesopfer auf 10.000 bis 100.000. Innenminister Diosdado Cabello bestätigte im Fernsehen den Einsturz mehrerer Gebäude und Wohnhäuser.

Das US-Tsunami-Warnzentrum gab zunächst eine Warnung für Puerto Rico, die Jungferninseln sowie die vor der Küste Venezuelas gelegenen Inseln Aruba, Curacao und Bonaire heraus. Diese wurde jedoch nach etwa einer Stunde wieder aufgehoben.

 
Internationale Hilfe läuft an
Die Helfer und Helferinnen in Venezuela sind am Donnerstag nach dem verheerenden Doppelbeben im Dauereinsatz. Die UNO übernimmt die Koordination der internationalen Helferteams, wie Interimspräsidentin Delcy Rodriguez am Donnerstag bekanntgab. Etliche Länder kündigten Unterstützung an, erste Rettungsteams wurden noch am Donnerstag Richtung Venezuela entsandt.

Am schwersten waren der Bundesstaat und die gleichnamige Stadt La Guaira an der Karibik-Küste getroffen, wo auch der internationale Flughafen der venozelanischen Hauptstadt Caracas und der wichtigste Seehafen des Landes liegen. Allein in der Region stürzten am Mittwochabend nach Angaben der Behörden Dutzende Gebäude ein, zahlreiche Menschen wurden verschüttet. Die Regierung rief den Notstand aus, Rodriguez reiste noch am Donnerstag nach La Guaira.

Der Chef des UNO-Büros für humanitäre Angelegenheiten (OCHA), Tom Fletcher, forderte eine „massive kollektive Anstrengung“, um Venezuela zu helfen. Schon vor der Katastrophe seien in dem Land fast acht Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen gewesen, sagte Fletcher.

 
UNO nach Erdbeben
Über 50.000 Vermisste in Venezuela
Offiziell hat der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodriguez, am Freitagabend von 920 Todesopfern und über 3.300 Verletzten als Folge des verheerenden Doppelerdbebens am Mittwochabend (Ortszeit) gesprochen. Nach Angaben des UNO-Nothilfekoordinators Tom Fletcher werden derzeit noch mehr als 50.000 Menschen vermisst. „Es handelt sich um eine extrem komplexe Rettungsaktion“, sagte Fletcher. Die Suche in den Trümmern sei eine „kolossale Aufgabe“.

Eine ähnlich hohe Zahl an Vermissten wurde bei einer für die Suche eingerichteten Internetseite gemeldet. Die Daten lassen sich zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings nicht verifizieren. Auf dieser inoffiziellen Plattform können Angehörige und Bekannte Fotos der vermissten Person hochladen. Besonders betroffen ist der Bundesstaat La Guaira. Diese Region wurde zum Katastrophengebiet erklärt.

 
Erneutes Erdbeben erschüttert Venezuela
Die Zahl der Toten durch die verheerenden Beben ist mittlerweile auf mehr als 900 gestiegen. Venezuela militarisiert den Norden des Landes

Caracas/La Guaira – Ein neues Erdbeben hat die Nordküste Venezuelas erschüttert. Die Erdstöße in der Nacht auf Samstag hatten eine Stärke von 4,9, wie das europäische Erdbebenzentrum EMSC mitteilte. Zeugen der Nachrichtenagentur Reuters spürten das Beben unter anderem in der Hauptstadt Caracas und der nahegelegenen Stadt Maracay. Erst am Mittwochabend hatten zwei schwere Erdbeben Teile des Landes verwüstet. Dabei kamen nach Regierungsangaben fast 1000 Menschen ums Leben, mindestens 3360 weitere wurden verletzt. Zudem gelten mehr als 50.000 Menschen als vermisst.

In den am schwersten betroffenen Gebieten wie dem Bundesstaat La Guaira wuchs die Frustration über das schleppende Tempo der staatlichen Hilfe. Anwohnerinnen und Anwohner sowie Freiwillige gruben Trümmer teils mit bloßen Händen aus, weil schweres Gerät fehlte. Unterdessen trafen erste internationale Rettungsteams ein. Auch der Arbeitersamariterbund hat am Freitagabend sein "Rapid Response Team" mit 15 Expertinnen und Experten für einen internationalen medizinischen Hilfseinsatz nach Venezuela geschickt. Der Samariterbund rief zu Spenden für seinen Einsatz in der Krisenregion auf.

Militär übernimmt Kontrolle im Norden
Angesichts der schweren Schäden hat die Regierung die Region im Norden des Landes militarisiert. Die Streitkräfte hätten die Kontrolle übernommen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und die Arbeit der Rettungskräfte zu erleichtern, sagte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez. Die offizielle Zahl der Todesopfer in Venezuela liegt bei 920, wie Rodríguez mitteilte. Der Bundesstaat, wo sich der internationale Flughafen und der wichtigste Seehafen Venezuelas befinden, ist zum Katastrophengebiet erklärt worden.

 
Venezolaner werfen Regime Versagen vor
Nach den zwei verheerenden Erdbeben der Vorwoche ist Venezuela am Montag erneut durch ein schweres Nachbeben erschüttert worden. Während – trotz schwindender Hoffnung – die Suche nach Überlebenden weitergeht, steigt zugleich die Wut auf das sozialistische Regime in dem ölreichen, aber bitterarmen Land. Einer der Gründe für die verheerenden Folgen der Erdstöße laut Fachleuten: Schlamperei im Wohnbausektor.

Offiziell liegt die Zahl der Todesopfer bisher bei rund 1.720. Über 5.000 Menschen wurden verletzt. Vor allem aber werden Zehntausende immer noch vermisst. „Heute haben wir Überlebende geborgen, daher werden die Rettungsarbeiten nicht eingestellt“, sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodriguez am Sonntag. Doch die Hoffnung, Menschen noch lebend aus den Trümmern zu retten, ist mittlerweile gering.

Die Erdbeben lösten eine schwere humanitäre Katastrophe aus, die das gesamte Land um Jahre zurückzuwerfen droht. Nach der jüngsten Schadensbilanz wurden rund 780 Wohnhäuser sowie 38 Krankenhäuser zerstört oder schwer beschädigt. Auch Einkaufszentren und andere öffentliche Gebäude sind eingestürzt – insgesamt rund 2.500 Wohngebäude und andere Einrichtungen. Dabei war die Infrastruktur schon davor vielfach desolat und völlig unzureichend.

Weiteres Nachbeben der Stärke 4,6
Nach den Beben der Stärke 7,2 und 7,5 am frühen Mittwochabend (Ortszeit) wurden mindestens 430 Nachbeben verzeichnet. Am Montag folgte ein weiteres schweres Nachbeben der Stärke 4,6.

Mehr als 70.000 Familien sind nach der Katastrophe auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zahlreiche Menschen schlafen im Freien oder in Notunterkünften. Präsidentin Rodriguez richtete eine Sonderkommission ein, um das Maß der Schäden zu überprüfen.

Behörden überfordert

 
Erdbeben: IWF und Weltbank bieten Venezuela Hilfe an
Für den Wiederaufbau nach den verherrenden Erdbeben richtet Venzuela gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Hilfsfonds in Höhe von 200 Millionen Dollar ein. Das sagte gestern (Ortszeit) Interimspräsidentin Delcy Rodriguez.

Zudem hätten der IWF und die Weltbank weitere Kredite und Hilfen angeboten. Die Such- und Rettungsarbeiten seien noch nicht beendet. „Wir können immer noch Menschen lebend finden“, sagte Rodriguez.

Zahl der Opfer steigt
Am Mittwoch vergangener Woche hatten kurz hintereinander zwei starke Erdbeben den Norden Venezuelas erschüttert. Die Zahl der Todesopfer stieg zuletzt auf 2.595. Zudem seien 12.400 Menschen verletzt worden, so Rodriguez.

 
Tausende Tote in Venezuela
Suchteams ziehen nach Erdbeben ab
Zwei Wochen nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela gibt es praktisch keine Hoffnung mehr, Überlebende zu finden. Die Suchteams werden nun nach und nach abgezogen, die Hilfskräfte konzentrieren sich auf die Beseitigung der Trümmer. Die Zahl der Toten steigt unterdessen immer noch stark an.

Der Einsatz im Katastrophengebiet geht damit in eine neue Phase. Neben den Aufräumarbeiten geht es vor allem darum, die Betroffenen zu versorgen, wie Beteiligte mitteilten. Rund 18.000 Menschen sind seit dem Beben obdachlos.

Aus den Trümmern werden immer noch Leichen geborgen, auch wenn die Such- und Bergungsarbeiten weitgehend abgeschlossen sind. Mittlerweile wurden 3.685 Todesopfer bestätigt, doch es ist noch mit deutlich mehr Toten zu rechnen. In nur 24 Stunden stieg die Zahl um 150, schrieb der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodriguez, am Dienstag auf der Plattform X.

 
Wettlauf um Venezuelas Öl
Die Zahl der registrierten Todesopfer nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela ist bis Sonntagabend auf rund 4.500 gestiegen. Trotzdem scheint im Land derzeit Goldgräberstimmung zu herrschen, vor allem, was das Ölgeschäft betrifft. Während die großen Ölkonzerne noch zurückhaltend agieren, witterten kleinere Unternehmen die große Chance, berichtete die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg kürzlich. Die Risiken seien zwar enorm, aber die potenziellen Gewinne ebenso – zumindest für jene, die zuerst kommen.

„Wird es Prüfungen und Schwierigkeiten geben, von denen wir einige nicht definieren oder vorhersagen können, zum Beispiel ein Erdbeben? Ja. Denn so ist das Leben“, wurde der US-Finanzinvestor Joseph Hernandez von Bloomberg zitiert. Seine Berater in Venezuela würden sich langsam von der Tragödie erholen. Die Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten habe, wenn auch langsamer, wieder begonnen, schrieb Bloomberg zu Beginn der Woche.

Ölspekulanten wie Hernandez gebe es in Venezuela derzeit viele. Sie alle wollten „ein Stück vom Kuchen“ haben. Trotz des Bebens plane keiner der von Bloomberg befragten internationalen Ölmanager einen Rückzug. Interimspräsidentin Delcy Rodriguez unterzeichnete erst am Mittwoch ein Rahmenwerk für die nationale Öl- und Gasreform, die unter anderem darauf abzielt, Investitionen ins Land zu holen.

 
Venezuelas Interimsregierung lädt Opposition zu Dialog
Gut sechs Monate nach der Entmachtung von Venezuelas Präsident Nicolas Maduro durch die USA will die Interimsregierung des südamerikanischen Landes in Kürze förmliche Gespräche mit Teilen der Opposition aufnehmen.

Parlamentspräsident Jorge Rodriguez kündigte gestern in Onlinediensten die Einrichtung einer Arbeitsgruppe mit früheren Mitgliedern der Nationalversammlung zum 1. August an. Sie solle Abgeordnete aus der Zeit von 2015 bis 2020 umfassen.

Die Nationalversammlung von 2015 bis 2020 wurde von der Opposition kontrolliert. Washington erkennt das damalige Parlament als rechtmäßige Legislative Venezuelas an.

Oppositionelle: „Grundlegende Themen angehen“
Rodriguez verwies auf das Ziel, „die Demokratie zu stärken“, und auf einen „Zusammenhang mit der Erdbebenkatastrophe“ von Ende Juni mit mehr als 4.300 Toten. „Nur durch Einheit können wir mit dem Wiederaufbau und der Wahrung des Friedens vorankommen“, fügte er hinzu.

 
Jetzt entpuppt sich Trumps „America First“-Strategie als politischer Bumerang
Seit der Entführung von Staatschef Maduro haben die USA de facto die Kontrolle in Venezuela übernommen. Das wird jetzt zum Problem: Investoren für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben fordern freie Wahlen.

Knapp 5000 Tote, 20.000 Verletzte und 60.000 zerstörte Gebäude. So lautet drei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben die vorläufige offizielle Bilanz in Venezuela. Regierungskritische Medien gehen sogar von weitaus mehr Opfern aus. Nach Schätzung der Vereinten Nationen werden umgerechnet etwa 34 Milliarden Euro notwendig sein, um die zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen und die Volkswirtschaft anzukurbeln. Zehntausende Gebäude gelten als unwiederbringlich verloren.

In dieser Phase entpuppt sich die „America First“-Strategie der Trump-Administration als politischer Bumerang. Denn um die Satelliten-Regierung in Caracas zu stützen und Venezuela wieder aufzubauen, sind enorme finanzielle Mittel notwendig.

Die USA sind dabei auf befreundete Staaten angewiesen. Aber insbesondere die Europäer wollen ihren Beitrag nur dann leisten, wenn es in Venezuela einen verlässlichen Demokratisierungs-Plan und eine Perspektive für eine langfristige Kooperation gibt.

 
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