Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Venezuela News

Venezuela: Kein „ausländischer Akteur“ regiert das Land
Drei Tage nach der Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolas Maduro durch US-Einsatzkräfte hat die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez jegliche ausländische Kontrolle über ihr Land verneint.

„Die Regierung Venezuelas regiert unser Land, niemand sonst, es gibt keinen ausländischen Akteur, der Venezuela regiert“, sagte Rodriguez gestern in einer Fernsehansprache während eines Treffens mit Wirtschaftsvertretern.

„Volk, das sich nicht ergibt“
US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Einsatz in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gesagt, Washington habe mittlerweile die Kontrolle über das Land inne.

 
Venezuelas maroder Milliardensektor
Bereits kurz nach der Gefangennahme und Außerlandesbringung des linksnationalen Staatschefs Nicolas Maduro durch US-Spezialkräfte hat US-Präsident Donald Trump amerikanische Milliardeninvestitionen in Venezuelas Ölindustrie angekündigt. Das Land verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Rohölreserven, Förderanlangen und Infrastruktur liegen jedoch brach. Der Weg zu einer Modernisierung wäre laut Fachleuten lang und teuer.

US-Innenminister Doug Burgum widersprach am Dienstag der Darstellung von Experten, dass ein Hochfahren der venezolanischen Ölförderung Jahre benötigen ⁠dürfte. „Einige Maßnahmen könnten sehr schnell umgesetzt werden“, sagt Burgum dem Sender Fox. „Die geschäftlichen Möglichkeiten hier sind wirklich enorm.“

Dagegen sagte Daan Struyven, Koleiter der globalen Rohstoffanalyse bei Goldman Sachs, es sei kaum vorstellbar, die Förderung im nächsten Jahr um mehr als 300.000 bis 400.000 Barrel pro Tag zu steigern. Grund sei der marode Zustand der Infrastruktur. Es werde bis zum Ende des Jahrzehnts dauern, bis Venezuela eine Fördermenge von 1,5 Millionen bis zwei Millionen Barrel pro Tag erreiche.

17 Prozent globaler Reserven in Venezuela
303 Milliarden Barrel – ein Barrel entspricht 159 Litern – schlummern laut der US-Energiebehörde (EIA) in der Erde des südamerikanischen Landes. Das sind 17 Prozent der globalen Reserven. Zum Vergleich: Die Ölreserven Saudi-Arabiens werden auf 266 Mrd. Barrel geschätzt.

 
Der Deal, der nie hätte existieren dürfen
Russland signalisierte bereits 2019 in Trumps erster Amtszeit, dass es den USA in Venezuela freie Hand lassen würde, wenn Washington Moskau im Gegenzug in der Ukraine gewähren ließe. Das sagte Fiona Hill, damals Russland-Beraterin von Donald Trump, später vor dem Kongress. Es sei wiederholt von einem merkwürdigen Tausch die Rede gewesen, Venezuela gegen Ukraine, flankiert von Beiträgen in russischen Medien, die sich auf die Monroe-Doktrin bezogen.

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Aussage von Fiona Hill vor dem Kongress
14. Oktober 2019 – Erstes Amtsenthebungsverfahren gegen Trump

„Und mir wurde auch von Amos und anderen Kollegen gesagt, dass es gewisse Verknüpfungen gebe. Deshalb wollte ich Sie bitten, in diesem Zeitraum einen Schritt zurückzutreten. Das war im März, April bis in den Mai hinein, als wir eine Pattsituation in Venezuela hatten. Und die Russen signalisierten zu diesem Zeitpunkt sehr deutlich, dass sie irgendwie eine sehr merkwürdige Tauschvereinbarung zwischen Venezuela und der Ukraine treffen wollten. Mit anderen Worten: Wenn wir eine Art Monroe-Doktrin durchsetzen wollten – also Russland aus unserem Hinterhof heraushalten –, denn das war, nachdem die Russen diese Hundertschaften von Einsatzkräften entsandt hatten, im Grunde um die venezolanische Regierung abzusichern und einem möglichen US-Militäreinsatz zuvorzukommen –, dann signalisierten sie im Kern:

Ihr habt eure Monroe-Doktrin – Ihr wollt uns aus eurem Hinterhof heraushalten – Nun, wir haben unsere eigene Version davon – Ihr seid in unserem Hinterhof in der Ukraine.“

Ein formelles Angebot habe es nie gegeben, wohl aber deutliche Andeutungen aus Moskau. Hill widersprach damals klar und machte deutlich, dass Ukraine und Venezuela nicht verhandelbar miteinander verknüpft seien. Heute wirkt diese Trennung brüchig. Nach der Absetzung Maduros beanspruchen die USA offen die Kontrolle über Venezuelas Politik, während Trump zugleich mit Machtansprüchen in Grönland und Drohungen gegen Kolumbien auftritt. Für Moskau bestätigt das eine Weltordnung, in der große Staaten Einflusszonen unter sich aufteilen. Hill warnt, dass dieses Vorgehen es den Verbündeten Kiews erschwert, Russlands Anspruch auf die Ukraine als unrechtmäßig zu verurteilen. Wenn Stärke entscheidet, verliert das Recht an Gewicht.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Trump sichert sich Kontrolle über Venezuelas Ölverkauf
US-Präsident Donald Trump greift offenbar direkt in die Ölindustrie Venezuelas ein und will sich die Kontrolle über Einnahmen aus dem Verkauf des Rohstoffs sichern. Das südamerikanische Land werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl an die USA liefern, kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an. Das Öl werde mit Schiffen direkt in US-Häfen gebracht werden.

„Dieses Öl wird zu seinem Marktpreis verkauft, und das Geld wird von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass es zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten verwendet wird“, schrieb Trump. Energieminister Chris Wright sei angewiesen, diesen Plan „sofort“ umzusetzen.

Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Vorkommen der Welt, bis 2005 war das Land einer der wichtigsten Öllieferanten der USA. Die Lage änderte sich dramatisch, als der damalige sozialistische Staatschef Hugo Chavez 2007 die Industrie weiter verstaatlichte und den Besitz von US-Firmen beschlagnahmte. Trump sagte nach dem Militäreinsatz, US-Unternehmen würden „reingehen, Milliarden von Dollar ausgeben und die kaputte Infrastruktur reparieren“.

 
Öl gegen Gewalt – Wie Trump den Zugriff auf Venezuela rechtfertigt!
Donald Trump verkündete am Dienstag, die Vereinigten Staaten würden zwischen 30 und 50 Millionen Barrel venezolanisches Öl zum Marktpreis erhalten. Die Lieferung solle über schwimmende Lager direkt in amerikanische Häfen gebracht werden, die Erlöse – so Trump – stünden unter seiner Kontrolle und würden „dem Volk Venezuelas und den USA zugutekommen“. Die Ankündigung erfolgte nur Stunden, nachdem aus Caracas neue Todeszahlen des nächtlichen US-Militäreinsatzes bekannt wurden, bei dem Venezuelas Präsident Nicolás Maduro festgenommen und außer Landes gebracht wurde. Nach Angaben des Militärs kamen mindestens 24 venezolanische Sicherheitskräfte ums Leben, die Gesamtzahl der Toten liegt nach offiziellen Angaben inzwischen bei mindestens 56. Während Trump den Einsatz vor republikanischen Abgeordneten als militärisch brillant und außergewöhnlich erfolgreich lobte, sprach Venezuelas Generalstaatsanwalt Tarek William Saab offen von einem Kriegsverbrechen. Drei Staatsanwälte seien mit Ermittlungen beauftragt worden. Auch kubanische Stellen bestätigten, dass 32 kubanische Militär- und Polizeikräfte, die in Venezuela stationiert waren, bei dem Angriff getötet wurden. Das Pentagon meldete zudem sieben verletzte US-Soldaten, zwei von ihnen befinden sich noch in Behandlung.

Trumps Ölankündigung fügt sich in eine Eskalationslinie, die seine Regierung seit Tagen offen verfolgt. Auf seiner Plattform erklärte er, die sogenannten Übergangsbehörden in Caracas würden nun liefern, während seine Regierung die venezolanische Politik faktisch steuere. Die amtierende venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez wies Trumps Drohungen öffentlich zurück. Ihr Schicksal werde nicht in Washington entschieden, sagte sie, sondern allein durch Gott. Zugleich versuchte die Regierung in Caracas mit staatlich organisierten Kundgebungen den Eindruck politischer Handlungsfähigkeit zu vermitteln, während Videos gefallener Sicherheitskräfte und zerstörter Fahrzeuge über offizielle Kanäle verbreitet wurden.

 
Sieben Tage Staatstrauer in Venezuela für Opfer des US-Angriffs
Nach dem US-Angriff auf Caracas zur Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro hat die neue Regierung des südamerikanischen Landes eine einwöchige Staatstrauer für die Opfer der Attacke angeordnet.

„Ich habe beschlossen, zu Ehren und zum Gedenken an die jungen Frauen und Männer, die ihr Leben für die Verteidigung Venezuelas geopfert haben, sieben Tage der Staatstrauer anzuordnen“, sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodriguez im staatlichen Fernsehen.

Bei dem US-Militärschlag in der Nacht auf Samstag wurden mindestens 24 venezolanische Soldaten getötet. „In Gedenken: 24 Sterne wurden von der feigen Hand des Imperiums aus unserem bolivarischen Firmament gerissen“, hieß es in einer Mitteilung der venezolanischen Streitkräfte. Dazu wurden Fotos der getöteten Männer und Frauen veröffentlicht.

Im Gedenken an den südamerikanischen Freiheitskämpfer Simon Bolivar bezeichnet sich das venezolanische Militär selbst als Bolivarische Armee. Zuvor hatte die Regierung in Havanna bereits mitgeteilt, dass bei der Kommandoaktion des US-Militärs 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet wurden.

 
Neuer US Anklage Text gegen Maduro hat den Begriff Cártel de los Soles fast ganz gestrichen, früher stand das 32 mal drin, jetzt nur noch 2 mal und nicht mehr als richtiges Kartell 😕.
Das US-Justizministerium redet jetzt von einem Kultur der Korruption oder einen Patronagesystem, nicht von einer echten Organisation. Das wirft laut Aporrea die ganze US-Argumentation gegen Maduro und die Militäroperation vom 3. Jan in Frage, weil die Grundlage, das Kartell, damit nicht mehr existiert, zumindest so wie sie es früher behauptet haben.
Delcy Rodríguez sagt das sei ein klarer Beweis, dass die Vorwürfe eine Lüge waren und Maduro jetzt bessere Chancen im Gericht hat, weil die Terror-/Kartell-Story nicht mehr so da steht.


Na ja die Anklage Narco-Terrorismus steht trotzdem weiterhin. Aus einem Kartell welches Drogenschmuggel ermöglichte zu "nur" einer korrupten Versammlung. Na wer hätte das gedacht :lol:
Dann sollten wir mal weltweit genauso anfangen aufzuräumen mit korrupten Politikern.
 
Zuletzt bearbeitet:
USA lockern Sanktionen gegen Venezuela
Die USA heben einige ihrer Sanktionen gegen Venezuela auf. Das soll den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie das US-Energieministerium heute mitteilte.

Zudem kündigten die USA einen Dreiphasenplan für Venezuela an. Der erste Schritt sei die Stabilisierung des Landes, sagte US-Außenminister Marco Rubio. Darauf folgten eine Phase der Erholung und schließlich des Übergangs. Es sei Sache des venezolanischen Volkes, sein Land umzugestalten.

Bereits jetzt seien Fortschritte erkennbar. Der Plan werde die USA nichts kosten, sagte Rubio weiter. Gegenwärtig sei man dabei, eine Vereinbarung über die Lieferung von 30 bis 50 Millionen Barrel Öl abzuschließen. Eine Stellungnahme von Venezuela lag nicht vor.

 
Zurück
Oben