Die gefährlichste Schwachstelle in der internationalen Verbrechensbekämpfung – und wie Österreich damit umgeht
Autoritäre Regime, aber auch Privatleute aus diesen Ländern missbrauchen Interpol, um missliebige Personen auszuschalten. Dafür nutzen sie zunehmend ein Instrument, das eigentlich die Strafverfolgung vereinfachen und beschleunigen sollte. Zweiter Teil einer exklusiven „Presse“-Recherche zwischen Moskau, Wien und New York.
Ziemlich viel Aufsehen hat die Enthüllung der „Presse“ erregt, dass autoritäre Staaten wie Russland, China oder die Türkei das internationale Fahndungsnetzwerk Interpol missbrauchen, um ihre Kritiker auszuschalten – und zwar auch in Österreich. Gerade einmal zweieinhalb Wochen sind seither vergangen. Und wie weitere Recherchen der „Presse“ nun zeigen, besteht bei Interpol ein noch weitaus größeres und gefährlicheres Einfallstor für Missbrauch als das zuletzt hier beschriebene.
Red Notices
Zur Erinnerung: In unserem letzten Bericht legten wir offen, dass autoritäre Staaten wiederholt auf das zur Kriminalitätsbekämpfung etablierte Instrument der sogenannten Red Notice zurückgreifen, um Regimegegner zu verfolgen und ihrer habhaft zu werden. Im Fachjargon ist das eine Mitteilung an die anderen Länder der 196 Mitgliedstaaten umfassenden Polizeiorganisation, dass ein nationaler Haftbefehl besteht, verbunden mit dem Ersuchen, diese Person aufzuspüren und vorläufig festzunehmen, um sie an das ersuchende Land auszuliefern.
www.diepresse.com
Autoritäre Regime, aber auch Privatleute aus diesen Ländern missbrauchen Interpol, um missliebige Personen auszuschalten. Dafür nutzen sie zunehmend ein Instrument, das eigentlich die Strafverfolgung vereinfachen und beschleunigen sollte. Zweiter Teil einer exklusiven „Presse“-Recherche zwischen Moskau, Wien und New York.
Ziemlich viel Aufsehen hat die Enthüllung der „Presse“ erregt, dass autoritäre Staaten wie Russland, China oder die Türkei das internationale Fahndungsnetzwerk Interpol missbrauchen, um ihre Kritiker auszuschalten – und zwar auch in Österreich. Gerade einmal zweieinhalb Wochen sind seither vergangen. Und wie weitere Recherchen der „Presse“ nun zeigen, besteht bei Interpol ein noch weitaus größeres und gefährlicheres Einfallstor für Missbrauch als das zuletzt hier beschriebene.
Red Notices
Zur Erinnerung: In unserem letzten Bericht legten wir offen, dass autoritäre Staaten wiederholt auf das zur Kriminalitätsbekämpfung etablierte Instrument der sogenannten Red Notice zurückgreifen, um Regimegegner zu verfolgen und ihrer habhaft zu werden. Im Fachjargon ist das eine Mitteilung an die anderen Länder der 196 Mitgliedstaaten umfassenden Polizeiorganisation, dass ein nationaler Haftbefehl besteht, verbunden mit dem Ersuchen, diese Person aufzuspüren und vorläufig festzunehmen, um sie an das ersuchende Land auszuliefern.
Die gefährlichste Schwachstelle in der internationalen...
Autoritäre Regime und Privatleute aus diesen Ländern missbrauchen Interpol, um missliebige Personen auszuschalten. Eine exklusive „Presse“-Recherche.