Vorurteile sind Dummheit, das steckt ja auch irgendwie schon in dem Wort drin. Wie kann man vorher schon beurteilen, was man nicht kennt? Zweifellos gibt es in jedem Volk einen gewissen Prozentsatz Arschlöcher, genauso, wie es immer auch ein paar "Gute" gibt. Dazwischen sind die, die man mehr oder minder gut ertragen kann.
Natürlich kommt es in Ausnahmesituationen wie Kriegen zu einer gehäuften Wahrnehmung von Arschlöchern unter den jeweiligen Feinden, besonders wenn sie fanatisiert sind. Und es ist verdammt einfach Völker mittels Propaganda zu fanatisieren, wenn man ein schönes Feindbild präsentieren kann, das an allem schlechten schuld ist. Aber wie es im III. Reich Deutsche gegeben hat, die Juden versteckt haben, so gibt es immer die Ausnahmen, die die Regel bestätigen, die Guten in schlechten Zeiten.
Sicher gibt es immer Völker, mit deren Kultur und Mentalität, man mehr oder weniger anfangen kann und Staaten, deren Politik man gut oder schlecht findet.
Ich persönlich habe ein ausgeprägtes Problem mit Fanatikern aller Art, besonders dann, wenn sie auch noch aggressiv sind. Bedauerlicherweise findet man diese Konstellation in Deutschland relativ häufig bei Muslimen. Von Natur aus temperamentvoll und laut, kommen die Orientalen dem Mitteleuropäer meist aggressiv vor. Verstärkt wird dieser Effekt von ihrer Anders- bzw. Fremdartigkeit und von einer Umgebung, die sie nicht unbedingt mit offenen Armen empfängt. Wer oft Ablehnung erfährt, wird eben einfach aggressiver. Und in der Wahrnehmung der "Einheimischen" ist eben einfach auch die schiere Menge der Muslime ein Problem, zumal sie im Straßenbild ja ohne Mühe auszumachen sind. Das rechtfertigt aber in meinen Augen keine Vorurteile. Jeder ist ein Individuum, das es verdient, daß man ihm zuhört und versucht seine Ansichten zu verstehen. Danach kann ich immer noch anderer Meinung sein oder feststellen, daß ich es mit einem Idioten zu tun habe- aber eben erst danach.
Zu den Kulturen aus Fernost habe ich auch keinen Zugang, weil sie mir zu fremd sind, um sie zu verstehen, aber deswegen muß ich die Leute doch nicht hassen. Auf der anderen Seite gibt es z.B. die USA, die uns "kulturell" (wenn man das denn Kultur nennen will) relativ nahe stehen, aber die Meinungen, die dort von großen Teilen der Bevölkerung geteilt werden (vornehmlich Republikaner) sind für mich nicht nachzuvollziehen. Ebenso kann ich mit fanatischen Katholiken, Nationalisten, Kommunisten und sonstigen -isten nichts anfangen.
Aber ich denke, ich kann von mir behaupten, keine Vorurteile zu haben. Ich höre mir jeden an und entscheide dann, ob es eine gemeinsame Basis gibt. Und ich kann das nur jedem empfehlen. Ich habe eine Reihe guter Freunde aus Gruppen, wo ich es nicht für möglich gehalten hätte.