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Wieviele Flüchtlinge kann Europa aufnehmen?

liberitas

Ultra-Poster
Andere Frage:

Hat Europa irgendein Druck-Mittel, um die super-reichen arabischen Ölstaaten unter Druck zu setzen, damit diese die arabischen Flüchtlinge aufnehmen? Es sind doch ihre Brüder und Schwestern. Gleiche Religion, Gleiche Sprache, Gleiche Mentalität, Gleiche Moral- und Wertvorstellungen.

Kurz gesagt: Nein.
 

liberitas

Ultra-Poster
Weil diese Länder keine Flüchtlinge aufnehmen. Sollte man eigentlich wissen, falls man interessiert ist.
 

SLO_CH86

Gesperrt
Golfstaaten lassen Syrer im Stich

Die Arabische Befölkerung kritisiert die Golfstaaten weil diese keine syrischen Flüchtlinge aufnehmen. Die Staatsoberhäupter reagieren nicht auf die Kritik.

Während tausende syrische Flüchtlinge nach Europa unterwegs sind oder in Lagern im Libanon, in Jordanien und in der Türkei Zuflucht finden, unternehmen die Golfstaaten keine Anstrengungen, ihnen zu helfen.

Dagegen formiert sich im arabischen Raum nun Widerstand. Sowohl in den sozialen Medien als auch in den Zeitungen kursiert die Frage, ob nicht die Golfstaaten viel eher als Europa die Pflicht hätten, die Flüchtlinge aufzunehmen, berichtet bbc.com.

Eine Facebook-Gruppe der syrischen Gemeinschaft in Dänemark hat ein Video geteilt, welches Flüchtlinge zeigt, die aus Ungarn nach Österreich unterwegs sind. «Wie kann es sein, dass wir aus der Region unserer muslimischen Brüder geflohen sind, die mehr Verantwortung für uns übernehmen sollten als ein Land, deren Einwohner sie als ungläubig bezeichnen», schreibt ein Nutzer darunter. Ein weiterer fügt hinzu: «Ich schwöre dem allmächtigen Gott, es sind die Araber, die ungläubig sind.»

20 Minuten - Golfstaaten lassen Syrer im Stich - News
 

BosnaHR

Bozz
Du bist 29 Jahre alt und hast eine Frau, zwei Kinder und einen Job. Du kommst über die Runden. Du kannst dir auch mal was leisten, und lebst in einem kleinen Häuschen in der Stadt.

Plötzlich ändert sich die politische Lage in deinem Land und ein paar Monate später stehen Soldaten vor deinem Haus. Und vor den Häusern der Nachbarn.
Sie sagen, wenn du nicht für sie kämpfst, erschießen sie dich.
Dein Nachbar weigert sich.
Ein Schuss. Das wars.
Du hörst, wie einer der Soldaten zu deiner Frau sagt, dass sie die Beine breit machen soll.
Du schaffst es irgendwie, die Soldaten erstmal loszuwerden und denkst die halbe Nacht lang nach.
Auf einmal hörst du einen Einschlag. Dein Haus hat kein Wohnzimmer mehr.
Ihr rennt raus und seht, dass die ganze Straße zerstört ist.
Kein Stein steht mehr auf dem anderen.
Du bringst deine Familie zurück ins Haus und rennst an die Stelle, an der das Haus deiner Eltern stand.
Es ist nicht mehr da. Deine Eltern auch nicht.
Du siehst dich um und entdeckst einen Arm mit dem Ring deiner Mutter am Finger. Der Rest deiner Eltern ist nichtmal mehr auffindbar.

Aber die Asylanten haben so viel Luxuszeug! Smartphones, Markenklamotten undso! Richtig?
...
Du denkst jetzt nicht mehr nach. Du rast nach Hause und rufst, deine Frau soll die Kinder anziehen. Du schnappst dir eine kleine Tasche, denn mehr könnt ihr auf die Dauer nicht tragen, und packst das Nötigste. Nur je 2 Kleidungsstücke pro Kopf passen in die Tasche.
Was nimmst du mit???
Du wirst deine Heimat vermutlich nie wiedersehen.
Deine Familie nicht, deine Nachbarn nicht, deine Arbeitskollegen ...
Aber wie sollst du in Kontakt bleiben?
...
Hektisch wirfst du also dein Smartphone und das Ladekabel in die Tasche.
Dazu von jedem ein paar Klamotten, etwas Brot und das Lieblingskuscheltier deiner kleinen Tochter.

Die können sich die Flucht doch locker leisten. Dann sind die auch nicht arm!
...
Für den Notfall, denn man hat es kommen sehen, hast du all dein Geld bereits zusammengekratzt.
Durch deinen recht gut bezahlten Job hast du etwas auf der Seite gehabt.
Pro Kopf kostet der nette Schlepper von nebenan schlappe 5000 Euro.
Du hast 15.000. Wenn du Glück hast, können alle mit. Wenn nicht, musst du dich von deiner Frau trennen.
Du liebst sie und betest, dass sie euch alle mitnehmen.
Spätestens jetzt bist du vollkommen blank und hast nichts mehr. Nur deine Familie und die Tasche.
Die Flucht bis zur Landesgrenze dauert zu Fuß zwei Wochen.
Du hast Hunger und seit einer Woche kaum etwas gegessen. Du bist schwach, genau wie deine Frau. Aber Hauptsache die Kinder haben genug.
Sie weinen die ganzen 2 Wochen über.
Die Hälfte der Zeit musst du deine kleinste Tochter tragen. Sie ist erst 21 Monate alt.
Nach weiteren 2 Wochen seid ihr am Meer.
Ihr werdet mitten in der Nacht mit Hunderten anderer Flüchtlinge auf ein Schiff geladen.
Du hast Glück. Deine ganze Familie darf mit.
Das Schiff ist so voll, dass es zu kentern droht. Du betest, dass ihr nicht ertrinkt.
Die Leute um dich herum weinen, schreien.
Ein paar kleinere Kinder sind verdurstet.
Die Schlepper werfen sie über Bord.
Deine Frau sitzt teilnahmslos in einer Ecke. Sie hat seit 2 Tagen nichts getrunken.
Als die Küste in Sicht ist, werdet ihr auf Beiboote verteilt.
Deine Frau und deine Kleinste auf eins, und du und die Große auf das daneben.
Ihr werdet ermahnt, die Klappe zu halten, damit euch niemand kommen hört.
Deine Große versteht das.
Deine kleine im Nebenboot nicht. Sie hört nicht auf zu weinen.
Die anderen Flüchtlinge werden nervös. Sie halten deine Frau an, das Kind ruhig zu stellen.
Sie schafft es nicht.
Einer der Männer packt deine Tochter, entreißt sie deiner Frau, und wirft sie über Bord.
Du springst hinterher, aber du findest sie nicht mehr.
Nie mehr.
In 3 Monaten wäre sie 2 Jahre alt geworden.

Das reicht euch noch nicht?! Die habens hier immer noch zu gut und kriegen alles in den Arsch geschoben?
...
Wie du, deine Frau und deine große Tochter es in das Land, das euch aufnimmt, geschafft haben, weißt du nicht mehr.
Alles ist wie in Watte gepackt. Deine Frau hat seit dem Tod eurer Tochter nicht mehr gesprochen.
Deine Große hat seitdem das Kuscheltier der kleinen auf dem Arm und ist völlig apathisch.
Du musst durchhalten. Ihr seid gleich an der Notunterkunft angekommen.
Es ist 22 Uhr. Ein Mann, dessen Sprache du nicht sprichst, führt euch in eine Halle mit Feldbetten.
Dicht an dicht stehen sie. 500 Stück.
In der Halle ist es stickig und laut.
Du versuchst dich zu orientieren. Zu verstehen, was die Menschen dort von dir verlangen.
Aber eigentlich kannst du kaum noch stehen. Eigentlich wünscht du dir fast, sie hätten dich erschossen.
Stattdessen packst du deine Habseligkeiten aus:
Je zwei Teile für jeden, und dein Smartphone.
Dann verbringt ihr die erste Nacht in einem sicheren Land.

Am nächsten Morgen wird Kleidung an euch verteilt.
Auch Markenklamotten sind unter den Spenden. Und ein Spielzeug für deine Tochter.
Du bekommst 140 Euro. Für den ganzen Monat.

Die sind doch jetzt hier sicher. Also sollen die sich freuen!

...

Draußen im Hof hältst du in deinen neuen Klamotten dein Smartphone in die Luft und hoffst auf Empfang.
Du musst wissen, wer aus deiner Stadt noch lebt.

Dann kommt ein "besorgter Bürger" vorbei und beschimpft dich.
Du weißt nicht, wieso. Du verstehst was von "Zurück in dein Land!"
Bruchstücke von "Smartphone" und "alles in den Arsch gesteckt' bekommst du noch mit.
Irgendwer konnte es übersetzen.

...

Und jetzt sag mir, wie du dich fühlst und was du besitzt.

...

Die Antwort auf beide Fragen ist:" NICHTS!"

------------
Quelle: Tina Beckmann
Darf geteilt werden.

Das Foto steht symbolisch für alle Flüchtlinge aus den Krisengebieten und ist nicht aktuell (Quelle: Google; Schlagwort: Flüchtlingskatastrophe)

Kopiert von: Matthias Gawron

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papodidi

Geek
Flüchtlinge in Ungarn: Polizei räumt Zug in der Nähe von Aufnahmelager

Livebericht 3. September 2015, 13:20

Tausende Menschen warten in Budapest auf die Weiterreise – Orbán: Krise ist "deutsches Problem"

Budapest – Die ungarische Polizei hat Donnerstagfrüh den Bahnhof Keleti (Ostbahnhof) in Budapest freigegeben. Dort hatten am Mittwoch rund 3.000 Flüchtlinge ausgeharrt, um über Österreich nach Deutschland zu gelangen, wie es andere Anfang der Woche kurzfristig schon konnten. Ein Zug ist bereits in Richtung Sopron losgefahren, er sollte über Wien nach München weiterfahren.
Derzeit herrscht allerdings Rätseln über das Vorgehen der ungarischen Polizei, die nahe dem Asylzentrum Bicske die Flüchtlinge aus den Zügen holte.



Die Nachrichtenagenturen Reuters und AFP berichteten von chaotischen Szenen und einem Ansturm der Flüchtlinge auf den Bahnhof.
...
https://derstandard.at/jetzt/livebe...tbahnhof-zurueck-fluechtlinge-besteigen-zuege


Die Flüchtlinge, die in dem Glauben, über Ö nach D zu kommen, den Zug bestiegen haben, werden offensichtlich vor der Grenze wieder aus dem Zug geholt. Das berichtet jedenfalls James Mates (ITV), der sich nach eigenen Angaben im Zuge befindet:


James Mates,
Reporter des britischen Senders ITV, befindet sich laut Eigenaussage in einem Zug, der mit vielen Flüchtlingen an Bord vom Ostbahnhof abgefahren ist. Auf Twitter schreibt Mates, dass der Zug angehalten wurde und die Flüchtlinge nun von Polizisten in Einsatzausrüstung aus den Zügen geholt werden: "Refugees now being cleared from train one carriage at a time. Being corralled through an underpass. V unhappy."

In einem weiteren Tweet zeigt er die am Bahnsteig wartenden Polizisten:

CN-Lkx7WcAE7qxF.jpg



Ein Paar mit seinem Neugeborenen,
das bei Bicske aus dem Zug geholt wurde, warf sich auf die Gleise, um dem Transport in das Aufnahmelager zu entgehen. James Mates twitterte ein Bild der verzweifelten Tat.

CN-RgUyWwAAoRRb.jpg



Laut ITV-Reporter James Mates
sind alle Flüchtlinge wieder an Bord des Zuges gelangt. Die Waggons stehen seit mittlerweile einer Stunde etwa 30 Kilometer westlich von Budapest.


Hier gehts zum Live-Blog von derStandars.at:

https://derstandard.at/jetzt/livebe...tbahnhof-zurueck-fluechtlinge-besteigen-zuege

Die ungarischen Behörden haben anscheinend überhaupt keinen Plan....
 
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