Umgang mit Hass-Kommentaren "Counter Speech": Argumente gegen Rechts
Stand: 07.09.2015 12:18 Uhr
In sozialen Netzwerken finden hitzige Debatten zum Thema Flüchtlinge statt. Sogenannte Hass-Poster unterwandern die Diskussion, rufen teils zu Gewalt auf. Doch wie umgehen mit Radikalen im Netz? Eine Lösung: "Counter Speech".
Von Johannes Groß für tagesschau.de
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Prominente Vorbilder helfen
"Counter Speech", also der Widerstand mit Worten, kann laut Susan Benesch besonders dann wirksam werden, wenn bekannte Vorbilder die Menschen, die in der Debatte unentschlossen oder verunsichert sind, abholen und bestärken. Jüngst haben sich etwa
Joko & Klaas,
Oliver Kalkofe
und das
DFB-Team
gegen die rechte Hetze geäußert. Ein
Kommentar von Anja Reschke
in den Tagesthemen zum Umgang mit dem neuen bürgerlichen Radikalismus wurde millionenfach angeklickt und geteilt - mit überwiegend positivem Zuspruch.
Parallel zum immer stärker werdenden Engagement im wahren Leben müsse es auch eine "digitale Zivilgesellschaft" geben, wie sie Simone Rafael von "Netz gegen Nazis" nennt.
Volksverhetzung zur Anzeige bringen
Der Konfliktforscher Zick rät dazu, "auf keinen Fall alles hinzunehmen".
Wenn Inhalte gewaltverherrlichend ("Kopfschuss und fertig") und damit volksverhetzend werden, helfe nur noch ein Antrag auf Löschung beim Seitenbetreiber und eine Anzeige: "Das haben wir bisher viel zu wenig getan." Die eigentliche Gewalt beginne aber schon viel früher: "Geflüchtete und asylsuchende Menschen werden auch dadurch langfristig geschädigt, dass menschenfeindliche Bilder entwickelt und als Wahrheit geglaubt werden."
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