Hä, hat der Staat nicht schon ein haufen Stellungnahmen zu den brennenden Asylheimen rausgegeben? Und was soll er machen?
Es ist wie es ist, nicht wahr? Wer ist der Staat? "Dazugelernt" klingt so verdammt heuchlerisch. Ein paar Monate noch und die Flüchtlinge werden zu Kannacken degradiert. Darauf kannst du einen lassen!
Wir kennen Fremdenangst. Wie soll man das nennen, was wir gerade erleben: Fremdenmut?
Die Flüchtlingseuphorie nimmt bedenkliche Formen an. Vielen reicht es nicht mehr, die Fremden, die zu uns kommen, freundlich aufzunehmen - sie wollen in jedem Asylbewerber gleich einen Neubürger sehen.
Stimmungen können sich verändern, in jede Richtung. Eine Politik, die sich auf Gefühlslagen verlässt, ist schnell verlassen. Es ist gerade mal ein halbes Jahr her, da haben die Deutschen noch hinter jedem Zauselbart einen Dschihadisten vermutet und unter jedem Kopftuch die dazugehörige Braut. Wenn der Zuzug in diesem Tempo anhält, wird sich die Zahl der in Deutschland lebenden Muslime in absehbarer Zeit verdoppelt haben. Das ist eine Entwicklung, die alle Prognosen in den Schatten stellt, mit denen Thilo Sarrazin sein Publikum zum Gruseln brachte. Man ahnt, dass es nicht viel braucht, um die alten Befürchtungen wieder zu aktivieren.
Bei der Linken hat die Idealisierung des Fremden eine lange Tradition. Der Publizist Frank A. Meyer hat mir vergangene Woche eine interessante Erklärung gegeben, warum so viele Leute links der Mitte dazu neigen, in jedem Asylbewerber gleich einen Neubürger zu sehen. Für die einen sei der Flüchtling der "edle Wilde", wie schon Rousseau ihn erträumte, ein Geschöpf, das von der Moderne noch nicht verdorben sei. Die anderen imaginieren in ihm die "Auferstehung des Proletariers", der ihnen in den Kulturkämpfen der Vergangenheit abhandengekommen sei, und auf dem nun die Hoffnung ruht, dass er den Kampf gegen denKapitalismus wieder aufnimmt. Dazu muss man wissen, dass Meyer politisch eher den Sozialdemokraten nahe steht. Außerdem ist er Schweizer, die dürfen so etwas sagen.In Wahrheit ist die große Wanderung nach Europa ein Beweis für die Anziehungskraft des westlichen Systems. Man hat jedenfalls noch von keinen Flüchtlingstrecks gehört, die gen Russland oder Saudi-Arabienzögen. Das mag an der Einseitigkeit der Medien liegen, die alles unterschlagen, was ihnen nicht passt. Aber wahrscheinlicher ist als Erklärung, dass die Attraktivität des russischen Modells doch nicht ganz dem entspricht, was Putin sich vorstellt.
Ich habe vergessen, wer zuerst daran erinnert hat, dass es sich bei der Flüchtlingskrise nicht nur um ein europäisches Drama handelt: Es ist mindestens genauso eine arabische und eine afrikanische Tragödie.
Deutschland und die Flüchtlinge: Die Idealisierung des Fremden - Kolumne - SPIEGEL ONLINE
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Die neuen Wohngemeinschaften sind in Augsburg, Berlin, Bonn, Chemnitz, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Hildesheim, Köln, Konstanz, Leipzig, Marburg, München, Münster, Norderstedt, Offenburg, Stuttgart und Wolfratshausen. Die neuen Mitbewohner*innen kommen aus Afghanistan, Algerien, Bangladesch, Burkina Faso, Gambia, Ghana, dem Irak, Iran, Kamerun, Kenia, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Pakistan, dem Senegal, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Syrien und Tunesien. Außerdem wurden schon 52 Geflüchtete durch Flüchtlinge Willkommen Österreich vermittelt.
http://www.fluechtlinge-willkommen.de/
Man sind das viele..yaay..
Die neuen Wohngemeinschaften sind in Augsburg, Berlin, Bonn, Chemnitz, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Hildesheim, Köln, Konstanz, Leipzig, Marburg, München, Münster, Norderstedt, Offenburg, Stuttgart und Wolfratshausen. Die neuen Mitbewohner*innen kommen aus Afghanistan, Algerien, Bangladesch, Burkina Faso, Gambia, Ghana, dem Irak, Iran, Kamerun, Kenia, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Pakistan, dem Senegal, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Syrien und Tunesien. Außerdem wurden schon 52 Geflüchtete durch Flüchtlinge Willkommen Österreich vermittelt.
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