Berlin — Anlässlich des 15. Jahrestags des Massakers von Srebrenica hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) die Festnahme des früheren bosnisch-serbischen Armeechefs Ratko Mladic gefordert. "Die Anstrengungen zu seiner Festnahme müssen weiter intensiviert werden", erklärte Westerwelle. Zugleich begrüßte der Außenminister, dass sich der ehemalige bosnische Serbenführer Radovan Karadzic inzwischen vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien in Den Haag verantworten muss. "Bei der juristischen Aufarbeitung des Kriegsverbrechens haben wir Fortschritte erzielt", teilte Westerwelle mit.
Bosnisch-serbische Milizen hatten in der UN-Schutzzone Srebrenica am 11. Juli 1995, wenige Monate vor Ende des Bosnien-Krieges, rund 8000 muslimimische Männer und Jungen umgebracht. Das Massaker von Srebrenica war das schlimmste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Mladic, der wegen des Massakers gesucht wird, ist seit rund 15 Jahren auf der Flucht. Karadzic war im Sommer 2008 in Belgrad gefasst worden, seit vergangenem Herbst wird ihm vor dem Haager Tribunal der Prozess gemacht.
"Deutschland und seine internationalen Partner sind sich einig: Srebrenica darf sich niemals wiederholen", mahnte Westerwelle. "15 Jahre nach dem schrecklichen Massaker von Srebrenica sind unsere Gedanken bei den Ermordeten, ihren Angehörigen und Familien." Der Außenminister appellierte an die Politiker auf dem Balkan, "über den schmerzhaften Erinnerungen an die Kriegsereignisse nicht die Chance zu versäumen, im Sinne der gemeinsamen europäischen Perspektive erfolgreich zusammenzuarbeiten".
AFP: Westerwelle fordert Festnahme von Mladic
Bosnisch-serbische Milizen hatten in der UN-Schutzzone Srebrenica am 11. Juli 1995, wenige Monate vor Ende des Bosnien-Krieges, rund 8000 muslimimische Männer und Jungen umgebracht. Das Massaker von Srebrenica war das schlimmste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Mladic, der wegen des Massakers gesucht wird, ist seit rund 15 Jahren auf der Flucht. Karadzic war im Sommer 2008 in Belgrad gefasst worden, seit vergangenem Herbst wird ihm vor dem Haager Tribunal der Prozess gemacht.
"Deutschland und seine internationalen Partner sind sich einig: Srebrenica darf sich niemals wiederholen", mahnte Westerwelle. "15 Jahre nach dem schrecklichen Massaker von Srebrenica sind unsere Gedanken bei den Ermordeten, ihren Angehörigen und Familien." Der Außenminister appellierte an die Politiker auf dem Balkan, "über den schmerzhaften Erinnerungen an die Kriegsereignisse nicht die Chance zu versäumen, im Sinne der gemeinsamen europäischen Perspektive erfolgreich zusammenzuarbeiten".
AFP: Westerwelle fordert Festnahme von Mladic